Mittwoch, 21. Oktober 2020

Mit Verantwortung und Zuversicht die Corona-Krise bewältigen!


 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der beginnende Herbst war für uns alle eigentlich davon geprägt, dass wir Schritt für Schritt unser gesellschaftliches Leben wieder zum Laufen gebracht haben. Ich erinnere mich noch sehr gut an hervorragend organisierte kleine Veranstaltungen von Vereinen, kulturelle Veranstaltungen, die Wiederaufnahme des Sportbetriebs und die Freude über wichtige Ereignisse wie Kommunionen oder Hochzeiten.

Im Laufe des Oktobers verdeutlichte sich aber zunehmend, was sich bereits im September abgezeichnet hatte. Im Landkreis Miltenberg stieg zunächst leicht, aber kontinuierlich die Anzahl der bestätigten Infektionen; zunehmend wurde es immer öfter unklar, wo oder bei welcher Gelegenheit die Infektion stattgefunden hat.

Inzwischen sind in Bayern mehr Landkreise und kreisfreie Städte über den Warnwerten von 35 oder 50 bestätigten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen innerhalb von sieben Tagen berechnet. Die 7-Tage-Inzidenz für Bayern liegt über 50, die Anzahl der Neuinfektionen bundesweit hat die 10.000er Grenze überschritten, die Anzahl der Verstorbenen die 1.000er Grenze in Deutschland. Der Blick ins europäische Ausland ist noch deprimierender!

Den Landkreis Miltenberg hat am vergangenen Wochenende das Erschrecken darüber geeint, dass wir die derzeit beginnende exponentiell ansteigende Verbreitung des Corona-Virus Sars-CoV-2 nicht nur bundesweit und im restlichen Bayern erleben, sondern nun auch in unserer Heimat: Das Virus kennt keine Landkreis- und auch keine Ortsgrenzen, es ist unter uns und verbreitet sich meist unbemerkt. Besonders tückisch, weil eine Großzahl der Infektionen wegen eines Verlaufs ohne oder nur mit leichten Symptomen vollkommen unerkannt bleiben.

Deshalb gilt überall und jederzeit Vorsicht und Abstand!

Nun haben wir mit den Inzidenzstufen GELB und ROT ein STOP-Signal erhalten: Wenn wir ein unkontrolliertes Infektionsgeschehen verhindern wollen, müssen wir jetzt alle miteinander handeln! Wir haben es in den kommenden Tagen und Wochen in der Hand, das Virus im Griff zu halten. Das wird uns aber nur gelingen, wenn wir alle zusammenhalten und gemeinsam handeln.

Fünf einfache, aber wichtige Regeln:

Für uns sind es einfache Regeln, die uns auch durch den Herbst und Winter leiten müssen:

1. Kontakte reduzieren

2. Abstand halten

3. Handhygiene beachten

4. Alltagsmaske nutzen

5. Corona-Warn-App herunterladen

Die Belastungen für alle sind groß, besonders auch für Kinder und alte Menschen!


Ich weiß: Die Erschwernisse, Belastungen und Zumutungen sind groß, beruflich wie privat oder für unser gesellschaftliches und kulturelles Leben, für die Kinder und für die alten Menschen ganz besonders – aber sie werden auch wieder geringer werden, wenn wir die Kontrolle über das Corona-Virus behalten!

Regelungen für unsere Schulen bei Inzidenz 35 bzw. 50:

Viel Reaktionen hat die Maskenpflicht an unseren Schulen mit sich gebracht. Festgelegt ist die Maskenpflicht auch am Platz im Unterricht in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im § 25a, bei einer Inzidenz ab 35 für alle Schulen ab Jahrgangsstufe 5 sowie ab Inzidenz 50 für alle Schulen ab der Jahrgangsstufe 1.

Niemand muss mir erzählen, dass das Tragen einer Maske für unsere Kinder kein Vergnügen ist. Das weiß ich als ehemaliger Lehrer und Schulleiter, das weiß ich als Vater. Pauschale Behauptungen von Gesundheitsgefährdungen für die Kinder wegen des Tragens von Masken sind aber auch nicht belegt. Die Maske ist in einer Pandemie ein probates und bewährtes Mittel, um das Infektionsrisiko deutlich zu reduzieren, wenn die Abstände von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden können. Die Erfahrungen aus Bussen und Bahnen zur Wirkung der Masken sind positiv.


Umsetzung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:


In einigen Zuschriften wurde ich aufgefordert, ähnlich wie der Oberbürgermeister der Stadt München oder der Landrat des Landkreises Ebersberg die Anordnung des Freistaates Bayern außer Kraft zu setzen. Hierzu sage ich nach deutlicher Abwägung:

Die Regelung zum verpflichtenden Tragen einer Alltagsmaske auch am Platz im Unterricht nach § 25a in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist die festgelegte Regel. Diese gilt für alle Gebietskörperschaften, wenn die Inzidenzwerte über 35 bzw. 50 steigen. Ausnahmen hiervon sind möglich, müssen aber stichhaltig begründet sein.

Aufgrund des aktuell sehr dynamischen Infektionsgeschehens wird das Landratsamt Miltenberg aus Verantwortung für die weitere Entwicklung des gesamten Infektionsgeschehens im Landkreis Miltenberg die Vorgabe aus der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahme nicht außer Kraft setzen. Besonders die Regelung hinsichtlich der Vorgabe zum Tragen der Alltagsmaske auch am Platz im Unterricht wird bis zu den Herbstferien vor dem Hintergrund der Entwicklung des weiteren Infektionsgeschehens beobachtet und dann neu beurteilt werden.


Welche Zahlen gelten?


Gültig sind die offiziellen Daten  von RKI und LGL, also Robert-Koch-Institut und Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Wenn wir hier die 35 oder 50 (oder zukünftig die 100) überschreiten, dann gilt ab dem nächsten Tag automatisch die Rechtsverordnung durch §25a der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.


Probleme bei Datenübermittlung möglich!


Am Donnerstag, 22.10.2020, haben wir festgestellt, dass uns das RKI plötzlich "gelb" meldet, weil das LGL unsere digital übermittelten Zahlen noch nicht verarbeiten konnte. Das kann aus meiner Sicht nur damit zu tun haben, dass sowohl die digitalen und menschlichen Ressourcen durch den traurigen Allzeitrekord an bestätigten Infektionen am 21.10.2020 überfordert werden.


Bittere Wahrheit: Wir bewegen uns bei der 7-Tage-Inzidenz in Richtung 70!


Mit Zuversicht und Optimismus die Verantwortung übernehmen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die derzeitige Lage ist ernst und anspruchsvoll. Ein Blick nach Tschechien oder in die Niederlande zeigt, dass bei einem exponentiellen Wachstum der Infektionen mit Sars-CoV-2 auch zu dramatischen medizinischen Folgen in den Intensivstationen führt. Deshalb ist es unsere ethische Verantwortung, das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten. Dafür wir tragen wir gemeinsam Verantwortung füreinander. Diese müssen wir jetzt besonders stark gemeinsam wahrnehmen. Wir haben es selbst in der Hand, wie wir Weihnachten feiern und das neue Jahr beginnen werden.

Deshalb meine Bitte:

Halten wir jetzt zusammen, übernehmen wir gemeinsam Verantwortung füreinander und halten damit das Corona-Virus im Griff!

Herzliche Grüße

Ihr
Jens Marco Scherf

Alle wichtigen Links sowie Informationen zum Testzentrum Miltenberg finden Sie hier:

https://www.landkreis-miltenberg.de/Landkreis/Aktuell/Coronavirus.aspx

 

P.S. Und nicht vergessen:

 

        Kontakte soweit möglich reduzieren

        Abstand zueinander wahren

        Handhygiene beachten und Hände waschen

        Mund-Nasen-Schutz bei Bedarf tragen

        die Corona-WarnApp nutzen


Samstag, 17. Oktober 2020

Neue Wege der Anerkennung: Persönliche Übergabe von Ehrenplakette und Ehrenzeichen

Angesichts der Corona-Pandemie mussten wir den großen Ehrenabend des Landkreises Miltenberg ausfallen lassen. So habe ich die Ehrungen in diesem Jahr auf drei Tage verteilt: An einem Tag überreichte ich die Ehrenpreise und an einem Wochenende die Ehrenplaketten (Samstag) sowie die Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten (Sonntag).

Weil die Bedeutung des Ehrenamts nicht hoch genug einzuschätzen ist, wollte ich auf die Ehrungen auf keinen Fall verzichten. Denn zum einen ist die Ehrung ein großes Dankeschön für das geleistete bürgerschaftliche Engagement, zum anderen ist die Ehrung ein Signal an die Öffentlichkeit, diese Leistung wahrzunehmen und nachzuahmen. Der Einsatz für die Allgemeinheit ist die Grundlage des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Jeder Mensch hat dank seiner persönlichen Freiheit viel Gestaltungsspielraum, den er ausnutzen und ausfüllen kann – am besten mit dem Einsatz für das Gemeinwesen. Was mich besonders freut, ist wie gut das kleinere, dafür aber auch sehr persönliche Format angekommen ist.

Am Samstag übergab ich in einer rund siebenstündigen Veranstaltung die Ehrenplaketten des Landkreises Miltenberg, jeweils in 20-minütigen Zeitfenstern. Geehrt wurden dabei folgende Personen, auszugsweise in Stichpunkten die Verdienste:

Adolf Zerr (Amorbach): Verdienste um den TSV Amorbach und den BLSV als Kreisvorsitzender und Bezirksreferent für Sportstättenbau, des Pflegezentrums Obernburg.
Monika Freiburg (Collenberg): Aktiv in der Pfarrgemeinde St. Josef Reistenhausen.
Anja Mücke (Collenberg): Vielfältig im BRK aktiv in der Jugendarbeit, als Gruppenleiterin, im Rettungsdienst, bei Blutspendeterminen und als Chronistin.
Josef Rodenfels (Collenberg): Engagiert im Kreisgartenverband und im örtlichen Obst- und Gartenbauverein, in der Kolpingfamilie, in der Feuerwehr sowie als Berater der Gemeinde zur Gestaltung von Blüh- und Pflanzflächen.
Annegret Schlosser (Eichenbühl): Aktiv in der Pfarreiengemeinschaft, langjährige Vorsitzende im Frauenbund, Initiatorin der Kinderkirche, aktiv im Familiengottesdienstteam, Mitwirkung bei Taize-Andachten, Blumenschmückerin und Organisatorin von Zeltlagern.
Hans Seidel (Elsenfeld): Aktiv im Radfahrverein Bavaria 07 Elsenfeld, über 500 Wettkämpfe als Kegler, langjährig aktiv im Vereinsausschuss und Sportwart, Helfer beim Bau des Keglertreffs.
Eckhard Striegel (Elsenfeld): Seit 1970 aktiv im Musikverein „Concordia 1925“ als Musiker, Schriftführer, erster und zweiter Vorsitzender, seit 25 Jahren Mitglied der Kirchenverwaltung.
Beate Höltermann (Erlenbach): Ehrenamtlich aktiv beim Bund Naturschutz Pflanzenflohmarkt, in der evangelischen Kirchengemeinde, im Weltladen Erlenbach und beim TCC Streit, Einsatz für die Gesundheitsregion plus im Landkreises Miltenberg und das Schulkonzept ,,WAKAMATU‘‘ im Rahmen des PflegeNetzes.
Hartmut Schmitt (Erlenbach): Aktiver Kämpfer für den Erhalt der Natur als Vorsitzender des Naturschutzvereins Erlenbach, in der Kirche als ehemaliges Mitglied im Familien-Diözesanrat und Pfarrgemeinderat, langjähriger Klassenelternsprecher, Vorsitzender der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz von 1983 bis 1994.
Dietmar Steger (Erlenbach): Seit über 40 Jahren in der AWO, Kassier des Ortsvereins Wörth und Erlenbach, Beisitzer, Revisor und Kassier auf Kreisebene, Kassier beim VdK.
Otto Rummel (Eschau): Seit 2007 Präsident des Schützengaus Maintal, überregionaler Einsatz bei Bayerischen Meisterschaften als Aufsicht der Sportler, Bindeglied beim Dachverband, Gemeinderat und seit 20 Jahren im evangelischen Pfarrgemeinderat.
Andrea Völker (Eschau): Seit über 45 Jahren Mitglied im Radsportverein „Spessartperle“ mit Ämtern als Schriftführerin, Jugendleiterin, Sportwartin, Vorsitzende sowie Trainerin der Kunstradabteilung mit Augenmerk auf der Nachwuchsgewinnung.
Gerhard Clausmeier (Miltenberg): Aktiv im Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins, Initiator der TVM-Rhönradabteilung sowie Trainer, Vorstandsmitglied des TVM, Seniorenbeauftragter, aktiv im Partnerschaftsausschuss ,,Wangama‘‘ und aktiv im Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde.
Ursula Grunefeld (Mönchberg): Seit 1994 im Pfarrgemeinderat, aktiv als Vorbeterin und Lektorin, Ansprechpartnerin bei Veranstaltungen, Helferin bei Bewirtschaftungen und Pflegerin des Priestergrabs, zuständig für den Einkauf und Co-Leiterin der Apfelsammelgruppe.
Irmtraud Schüßler (Niedernberg): Seit Jahrzehnten aktiv in der katholischen Pfarrgemeinde im Frauenbund als Vorsitzende, im Ausschuss für Ehe und Familie, im Pfarrgemeinderat, als Kommunionspenderin, als Pfarrbriefausträgerin und der Erstkommunionvorbereitung.
Birgitt Klein (Obernburg): Seit 40 Jahren vielfältig in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde engagiert als Leiterin der ,,Kirche mit Kindern‘‘, im Kirchenvorstand, als Organisatorin von Festen und Empfängen, beim Blumendienst, als liturgische Lektorin, Leiterin des Frauentreffs oder im Kirchenchor.
Luise Meixner (Rüdenau): Seit rund 30 Jahren bei den Wanderfreunden Rüdenau aktiv, seit über 40 Jahren bei den Rüdenauer Klammhörnli unter anderem als Trainerin der Prinzengarde und Mitbegründerin der Showgruppe „Rüdos“. Sie trägt Sorge für Blumenschmuck und ein schönes Ortsbild.
Winfried Korn (Sulzbach): Betreibt seit über 40 Jahren im Landkreis praktischen Naturschutz und ist unter anderem aktives Mitglied im Landesbund für Vogelschutz und beim BUND Naturschutz, aktiv im Naturschutzbeirat, im Landschaftspflegeverband und bei Vogelstimmenwanderungen.
Rita Weichselbaum (Wörth): Seit 1983 Mitglied der BRK-Bereitschaft, Helferin bei Verpflegungseinsätzen, als Ausbilderin leitete sie Erste-Hilfe-Kurse und arbeitete als Hauskrankenpflegerin. Helferin bei Haussammlungen, Altkleidersammlungen, bei der Kerb sowie im Verkauf und bei den Blutspendeterminen.

Das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten überreichte der Landrat an einige Bürgerinnen und Bürger, einige weitere hatten die Auszeichnung bereits während einer Feierstunde in Nürnberg von Markus Söder erhalten. Der Landrat gratulierte:
Werner Hennesthal (Erlenbach-Mechenhard): Seit 42 Jahren wichtige Säule des Musikvereins ,,Eintracht‘‘ Mechenhard. Er vertritt alle Belange der Blaskapelle sowie des Gesangsvereins, ist seit 2005 zweiter Vorsitzender und setzt sich für das Vereinsgeschehen und gemeinsame Auftritte von Chor und Kapelle ein.
Hubertus Lehnert (Großheubach): 25 Jahre Leiter der Theatergruppe „Böhnerbühne“ des TSV Großheubach, Übernahme zahlreicher Aufgaben wie Koordinierung von Terminen, Organisation der Plakate und Eintrittskarten, Gestaltung des Theaterhefts, Bühnenauf- und -abbau und Finanzen. Seit 1987 ist er als Schauspieler aktiv.
Rita Maurer (Erlenbach-Mechenhard): Seit 2002 Vorstandsmitglied des Radfahrervereins "Wanderlust" Mechenhard, engagiert bei allen Veranstaltungen wie an Ostern, hinter den Verkaufsständen der Maibaumaufstellung und dem Adventskalender in Erlenbach, kommissarische Schriftführerin und Dekorateurin des Vereinsheim.
Uwe Schyia (Obernburg): Trainer und langjähriger Vorstand des Boxsportvereins BSV Obernburg, hat viele junge Menschen auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens sportlich und menschlich begleitet, er ist für viele im Verein ein väterlichen Freund und Ratgeber.
Theo Wießler (Klingenberg-Trennfurt): Seit 1965 Trompeten- und Flügelhornspieler, tätig als Jugendvertreter, im Vereinsausschuss, als Schriftführer, als zweiter Kassenwart und über 35 Jahre Instrumentalausbilder Hohes und Tiefes Blech, 22 Jahre Vorsitzender, zehn Jahre zweiter Vorsitzender im Bereich Musik. Über 1400 Arbeitsstunden beim Bau des Musicariums, tätig im Gastroteam und Hausmeister, Organisator des Musikfests.
Julius Reiß (Laudenbach): Aktivposten des Heimat- und Geschichtsvereins, heimatgeschichtlich aktiv bei Ortsspaziergängen, seit 1951 im Musikverein "Harmonie", über 50 Jahre Tubist. Acht Jahre im Pfarrgemeinderat, seit 1978 Kommunionhelfer, 18 Jahre im Gemeinderat, davon zwölf Jahre Bürgermeister, Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg.
Dorothea Schlowak (Laudenbach): Gestaltet seit 40 Jahren die Geschicke des Gesangvereins "Sängerlust" mit – als Protokollführerin oder Vorsitzende, Hilfe bei der Organisation, seit 2003 tätig für Heimat- und Geschichtsverein und aktiv im Arbeitskreis "Kunstschaffende Laudenbacher".
Herbert May (Rüdenau): Seit 1991 Mitglied der Wanderfreunde Rüdenau, als Vorsitzender Organisator vieler Veranstaltungen und Feste, Wanderführer, Organisation von "Wir räumen unseren Landkreis auf", Einsatz für Beschaffung einer Vereinsfahne, treibende Kraft beim Aufbau der Waldkrippe, Vorträge im Kindergarten, Pilzführungen mit Kindern, Helfer bei Veranstaltungen in der Gemeinde.
Oswald Kuhn (Schneeberg): Seit 1968 im Schützenverein „Waldeslust“, seit 1998 im Vorstand, Küchenchef bei Veranstaltungen, Mithilfe beim Bau der Luftgewehr- und Bogenanlage sowie bei vielen Festen, Treiber bei Treibjagden, seit über 20 Jahren Fahnenträger beim Gesangverein, Mithilfe beim Bau des Dorfwiesenhauses.
Anette Dekant (Weilbach): Seit 1999 ehrenamtliche Mitarbeiterin im Weltladen in Miltenberg, seit März 2000 zweite Vorsitzende, zuständig für den Einkauf und die Ladendekoration, für Öffentlichkeitsarbeit, Werbeanzeigen, Presseartikel, Ladenführungen und die Vorstellung des Fairen Handels in Schulklassen und Kindergartengruppen, Mitglied der Steuerungsgruppe Fairer Landkreis, engagiert im Fußballverein Weilbach.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Unser THW - immer einsatzbereit, bundesweit und vor Ort im Landkreis Miltenberg!


Unser funktionierendes Sicherheitswesen im Landkreis Miltenberg hat vier starke Säulen: Neben unserer Polizei sind dies die drei ehrenamtlichen Säulen der Freiwilligen Feuerwehren, des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes sowie der beiden Ortsverbände der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerkes. In den vergangenen Jahren wurde es gute Praxis, die Ehrung verdienter THW-Kamerad*innen in den Ehrenabend des Landkreises Miltenberg zu integrieren. Aufgrund der Pandemie haben wir auch hier einen neuen und guten Weg gefunden, vier THW-Mitglieder für ihren jahrzehntelangen Einsatz auszuzeichnen. Die Auszeichnungen für bürgerschaftliches Engagement sind mir persönlich sehr wichtig sind.

Das THW ist immer da, wenn man es braucht, das ist etwas, was sich nicht nur Verantwortliche, sondern die gesamte Bevölkerung bewusst machen sollten. Erst jüngst hat das THW dies unter Beweis gestellt. Im Frühjahr 2020 noch mit den Einsätzen beim fast historischen Winter in den Alpen mit dramatischen Schneemengen, dann ab März 2020 im bislang längsten Katastrophenfall Bayerns, der Corona-Pandemie. Mit zahlreichen Versorgungsfahrten haben die THW-Ortsgruppen Miltenberg und Obernburg zu einer Versorgung mit den dringendsten Materialen zur Bewältigung der Corona-Pandemie in den Landkreis zu transportieren. Ihr Engagement ist unverzichtbar, so mein Dank an die THW-Mitgliedern.

Friedrich Hauck (Großheubach) ist seit 50 Jahren im THW aktiv – im Bergungszug als Helfer, Gruppen- und Zugführer, 1995 übernahm er die Leitung des ersten Technischen Zuges mit der Fachgruppe Wassergefahren. Er half bei der Bewältigung der Erftal-Katastrophe und den Stürmen Vivian und Wiebke, absolvierte viele Lehrgänge, wurde 1999 Ausbildungsbeauftragter und Verbindungsmann im Ortsverband Miltenberg, ist als Fachberater im Katastrophenfall im Katastrophen-Stab beim Landratsamt eingesetzt und vertritt das THW Miltenberg in den Bundesversammlungen.


Renate Zipf (Großheubach) ist seit 40 Jahren aktiv. Als sie 1979 dem THW beitrat, war eine Frau in dieser Organisation noch etwas Besonderes. Sie war zunächst im Bereich der Küche tätig und unterstützte hier ihren späteren Mann Ruthard, der Verpflegungstruppführer war. 1997 absolvierte sie die Grundausbildung und unterstützte den Ortsverband Miltenberg zuerst im Zugtrupp und war anschließend in der Leitung der Jugendgruppe tätig. Für dieses Amt besuchte sie zahlreiche Fachlehrgänge. Seit 2014 leitet sie den Verpflegungstrupp.


Michael Wolf (Großheubach) ist seit 25 Jahren aktiv. Er trat 1994 der THW-Jugendgruppe bei, absolvierte 2001 die Grundausbildung und wurde in der Fachgruppe Wassergefahren eingesetzt. Die zweite Bergungsgruppe führte er von 2009 an. 2018 gab er sein Amt als Gruppenführer in jüngere Hände, steht dem Ortsverband aber weiter tatkräftig zur Seite. Er kümmert sich mit dem Werkstatt-Team um den Fahrzeugpark und ist für die Kraftfahrer-Ausbildung verantwortlich. Neben vielen Lehrgängen hat er Einsätze bei Hochwässern und dem Schneechaos in Reit im Winkl absolviert.


Jürgen Fath (Hausen) trat 1994 mit elf Jahren als Junghelfer in das THW ein, absolvierte die Grundausbildung, bildete sich in Lehrgängen weiter, begann 1999 als Fachhelfer in der Fachgruppe Ölschaden und ist seit 2017 Truppführer dieser Fachgruppe. Geschätzt wird er als vielseitig einsetzbarer Fahrzeugführer und hervorragender Handwerker. Er ist Träger der Bundesflutmedaillen 2002 und 2013 und war bei der Schneekatastrophe Berchtesgadener Land 2019 im Einsatz. Er übernimmt auch weitere Aufgaben wie die Erstellung des Hygieneboards in der THW-Unterkunft.


Montag, 12. Oktober 2020

Der Ehrenpreis: Persönlichkeiten im Landkreis Miltenberg ausgezeichnet!



Fünf Ehrenpreise an engagierte Persönlichkeiten verliehen!

Der Ehrenabend des Landkreises Miltenberg findet seit 2015 jährlich im März statt. Dort ehren wir regelmäßig etwa 50 Persönlichkeiten aus unserem Landkreis, so mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und mit den beiden höchsten Auszeichnungen des Landkreises Miltenberg, den jährlich maximal 20 Ehrenplaketten sowie den maximal 5 Ehrenpreisen.

Die für den 11. März 2020 geplante Veranstaltung des Ehrenabends musste wegen der sich damals ausbreitenden Pandemie kurzfristig abgesagt werden und kann im geplanten Rahmen weder jetzt im Herbst noch Anfang 2021 wiederholt werden. Die Wertschätzung den Menschen gegenüber ist mir jedoch ein herzensanliegen, weshalb vergangene Woche zunächst die 5 Ehrenpreise an drei Frauen und zwei Männer im kleineren, aber ebenso feierlichen und wertschätzenden Rahmen verliehen wurden.

Fünf Ehrenpreise wurden im Beisein der Bürgermeister  im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes an drei Frauen und zwei Männer vergeben, die herausragendes ehrenamtliches Engagement gezeigt haben.

Die Ehrenplaketten und Ehrenzeichen wurden anschließend von mir an einem kompletten Wochenende in Einzelveranstaltungen.

„Es fühlt sich sonderbar an“, so begann ich meine Laudatio für die mit dem Ehrenpreis Auszuzeichnenden, mir fehlt der feierliche Rahmen, mir fehl auch der persönliche Handschlag als Zeichen der Anerkennung. Dennoch sehe ich das Positive, sagte Scherf: Wir müssen neue Wege gehen, aber wir finden für das, was uns wichtig ist, neue, bislang unbekannte Wege. Deshalb steht für mich im Vordergrund, dass ein Zusammentreffen im großen Sitzungssaal möglich ist und die persönliche Anerkennung erfolgen kann.

Der Ehrenpreis, der jährlich nur fünfmal vergeben wird, ist ein Dankeschön für die geleistete bürgerschaftliche Arbeit, er ist aber auch ein Zeichen an die Öffentlichkeit, wie wichtig dieser Einsatz ist. Das Ehrenamt ist Grundlage der Gesellschaft und des Zusammenlebens. Alle Auszuzeichnenden nutzten ihre Freiheit, um sich zu engagieren, lobte Scherf.


Anton Langer (Amorbach) ist seit 1987 im Landesverband der bayerischen Imker aktiv und war bis 2017 über 25 Jahre lang Vorsitzender des Imkervereins Amorbach. Er organisierte die Unterfränkischen Imkertage 1990 und 2000 in Amorbach, ebenso die Gruppe der „Zeidler“ beim Festzug anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt Amorbach im Jahre 2003. Langer habe man maßgeblich den Bienenlehrpfad zu verdanken.  Er habe sich zudem langjährig für den TSV Amorbach und die Kickers Kirchzell engagiert.


Paulinus Hohmann (Dorfprozelten) war von 1978 bis 2002 im Pfarrgemeinderat und von 1978 bis 1998 dessen Vorsitzender. Er war lange Dekanatsvorsitzender, Mitglied des Diözesanrates und viele Jahre Vorsitzender des St. Nikolaus Schiffervereins Dorfprozelten. Er engagiert sich seit Jahren als stellvertretender Kreisvorsitzender des Kreis-Caritas-Verbandes und für die IHK, aber auch als Leiter des örtlichen Vereinsrings.


Ingrid Kaiser (Erlenbach-Mechenhard) trat 1975 in die Arbeiterwohlfahrt ein, war Gründungsmitglied des Ortsvereins Erlenbach, von 2002 bis 2010 dessen Vorsitzende und ist seit 2005 AWO-Kreisvorsitzende. Kaiser hat vielfältige Verdienste um das Gemeinwesen: Sie war mehrere Jahre Mitglied im Jugendhilfeausschuss und 1991 Mitbegründerin des AWO-Seniorenkinos. Unter ihrem Vorsitz wurde 2013 der Umbau des Außengeländes des Jugendgästehauses Klotzenhof realisiert. Aktiv war sie zudem im Bereich Migration und Integration.


Birgit Münch (Großheubach) ist seit Gründung der TSV-Faschingsabteilung im Jahr 1987 verantwortlich tätig. 2001 wurde sie Abteilungsleiterin Fasching und damit Vorstandsmitglied des TSV. Sie war Initiatorin und ist Hauptorganisatorin des weithin bekannten „Hebbocher Nachtumzugs“. Sie war eine wichtige Stütze bei der Renovierung des Gemeinschaftshauses und 2012 bei den Feierlichkeiten zum 400-jährigen Jubiläum des Rathauses. Zudem schob sie die Klosterweihnacht auf dem Engelberg an.


Gertraud Vieser (Miltenberg) ist eine unermüdliche Mitarbeiterin in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Miltenberg. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich vielfältig: von 1974 bis 1988 in der Kindergottesdienstarbeit, von 1990 bis 2004 im Kirchenvorstand, bei der Gestaltung der Adventsnachmittage in Eichenbühl, als Mitbegründerin der Gemeindepartnerschaft zu Wangama (Tansania) und als Lektorin und Abendmahlhelferin. 1997 initiierte sie das „Kirchencafé", im Weltladen Miltenberg arbeitet sie seit 1993 mit und leistet damit einen Beitrag für den Fair-Trade-Landkreis.


Dienstag, 6. Oktober 2020

Weichenstellungen für eine bessere Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg




Gesundheitsregion plus Landkreis Miltenberg

 

Erfreuliches aus der Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung


Unter meinem Vorsitz traf sich schon zum 17. (!) Mal seit dem Start im Jahr 2015 die Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung unserer Gesundheitsregion plus Landkreis Miltenberg. Neben dem aktuellen Stand der haus- und kinderärztlichen Versorgung sowie des Bereitschaftsdienstes im Landkreis wurde auch über das erstmals durchgeführte Famulaturprogramm für Medizinstudierende im Landkreis Miltenberg berichtet. Auch das Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Pflege“ wird seit einiger Zeit bearbeitet, endlich haben wir eine mögliche Lösung für die digitale Übermittlung von Entlassbriefen – und das noch dazu mit einem heimischen Unternehmen.


Verbesserte hausärztliche Versorgung!

Stets an TOP 1 steht der Sachstand der haus- und kinderärztlichen Versorgung im Landkreis zusammen. Hierzu konnte Michael Heiligenthal, Präsenzberater von der Bezirksstelle Unterfranken der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), berichten, dass sich erfreulicherweise die Gesamtzahl der freien Hausarztsitze im Landkreis seit dem Frühjahr dieses Jahres von zehn auf aktuell 5,5 verringert habe.


Verzögerungen bei der kinderärztlichen Versorgung

Zu den beiden neu geschaffenen Kinderarztsitzen teilten sowohl der Regionale Vorstandsbeauftragte der KVB, Dr. Christian Pfeiffer, als auch der Miltenberger Kinderarzt Carl-Ulrich Schmid mit, dass diese noch nicht besetzt werden konnten, da die bereits erteilten beiden Zulassungen noch nicht rechtskräftig geworden seien. Außerdem verzögere sich wegen weiteren Gesprächsbedarfs auch noch der Start der Kinderärztlichen Bereitschaftspraxis in Aschaffenburg.


Erfolgreiches Famulaturprogramm

Sina Schäuble, neue Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, die Lena Ullrich während der Zeit ihrer Elternzeit vertritt, berichtete vom im Rahmen des Konzepts  „Main.Landarzt“ vom 9. August bis 6. September 2020 erstmals im Landkreis Miltenberg durchgeführten Famulaturprogramm. Trotz Corona-Pandemie sei es gelungen, dass fünf Medizinstudierende ihre Hausarzt- oder Klinikfamulatur – eingebettet in ein interessantes Rahmenprogramm – im Landkreis absolvieren konnten. Ziel des Programmes ist es, dass auch auswärtige Medizinstudierende den Landkreis und seine vielfältigen Angebote und Möglichkeiten kennenlernen, um sich ggf. nach ihrem Studium für eine Weiterbildung und Niederlassung im Landkreis zu entscheiden. Auf sechs Programmtage verteilt wurden verschiedene Kliniken und Praxen besucht und medizinische Workshops, wie z.B. ein Naht- und Knüpfkurs in der Helios-Klinik Erlenbach, durchgeführt. Ergänzt wurden die Programmnachmittage durch ein abwechslungsreiches Freizeitangebot wie z.B. einen Golf-Schnupperkurs und eine geführte Weinbergwanderung.


Schäuble gab auch das Feedback der Studierenden am Ende des Famulaturprogramms wieder. Dieses sei auf große Begeisterung gestoßen. Die Studierenden hätten betont, wie viel sie während ihrer Famulatur gelernt und wie viel Spaß sie zugleich am Programm gehabt hätten, so dass sie es an ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen weiterempfehlen würden und man es die nächsten Jahre unbedingt wieder anbieten sollte. Dr. Pfeiffer gratulierte seitens der KVB zum Programm und betonte die tolle Möglichkeit für niedergelassene Ärzte, die eigene Tätigkeit als Landärztin / Landarzt darzustellen und zu bewerben. Er pflichtete bei, das Programm auch in den nächsten Jahren wieder anzubieten, und schlug vor, dabei eine Teilnehmerzahl von 15 bis 20 Studierenden anzustreben. Finanziell unterstützt wurde das Programm sowohl vom Bayerischen Hausärzteverband als auch vom Hartmannbund.


Lösungsansätze zur Digitalisierung aus der Region


Zum Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Pflege“ hatten wir mehrere Treffen mit einigen externen Experten eingeladen und angehört. Allerdings war bisher noch keine Lösung gefunden worden, welche die Wünsche und Vorstellungen aller Akteure im Gesundheitswesen und in der Pflege im Landkreis erfüllt hat. So manch einer vorschnellen Projektidee widersprechen dann auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit sowie den Schutz der persönlichen Daten. Auch wenn sich manch einer hier ein höheres Tempo wünscht, Fehler beim Schutz persönlicher Daten sind nicht verzeihlich! Um aber dennoch einen Schritt weiterzukommen, war auf Empfehlung des Geschäftsführers der Helios-Kliniken im Landkreis, Sven Axt, der Geschäftsführer der LANTECH Group in Klingenberg am Main, Günter Meixner, zum Arbeitsgruppentreffen eingeladen worden. Sein bereits in der Praxis bewährter Ansatz: eine einfache, sichere, datenschutzkonforme und zügig umsetzbare Lösung für die Übermittlung von Entlassbriefen von den Kliniken zu den niedergelassenen Ärzt*innen. Es wurde in der Arbeitsgruppe vereinbart, dass die Kliniken einige Pilotpraxen akquirieren und gemeinsam mit diesen das Übermittlungsverfahren erproben. Beim nächsten Arbeitsgruppentreffen soll darüber berichtet werden.

Weitere Informationen zur Gesundheitsregion plus Landkreis Miltenberg und zum Konzept  „Main.Landarzt“ unter http://www.gesundheitsregion-plus-miltenberg.de und www.main-landarzt.de.