Freitag, 18. Juni 2021

Impfkampagne: Zusätzlicher Impfstoff für den Landkreis Miltenberg




Liebe Bürgerinnen und Bürger,


relativ rasch nach Beginn der Impfkampagne gegen Covid-19 in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte habe ich gemeinsam mit meinen Landratskolleg*innen ein Problem erkannt: Da es in den Großstädten mehr Arztpraxen gibt, werden dort auch mehr Erstimpfungen durchgeführt. Sehr früh haben wir Landrät*innen uns in dieser Sache, ich nenne es „Impfschere“, an den Bundesgesundheitsminister und an unseren Bayerischen Gesundheitsminister gewandt. Bei der Tagung des Bayerischen Landkreistags mit Bundesgesundheitsminister Spahn hatte dieser noch sehr wenig Verständnis für dieses Problem gezeigt, aber in München wurden die Bedürfnisse der Menschen im ländlichen Raum jetzt wohl erkannt.


In der zweiten Juni-Hälfte erhält der Landkreis Miltenberg nun 1186 zusätzliche Impfdosen, vor allem Moderna, womit wir nun im Impfzentrum Miltenberg zusätzlich knapp 600 Menschen auf unserer Warteliste eine Erst- und Zweitimpfung anbieten können. Das freut mich sehr, denn wir müssen verhindern, dass in den ländlichen Räumen die Bevölkerung verzögert und langsamer ein Impfangebot erhält!


Hier können Sie die Pressemitteilung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nachlesen:


Holetschek: Erneut große Sonderkontingente für 28 Regionen mit niedriger Impfquote in Arztpraxen - Bayerns Gesundheitsminister: Wir gleichen mit zusätzlichen Sonderkontingenten regionale Ungleichgewichte aus


Mit erneuten Impfstoff-Sonderkontingenten unterstützt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek jetzt 28 bayerische Stadt- und Landkreise, die eine niedrige Impfquote aufweisen. Holetschek sagte am Donnerstag in München: „Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten. Einige Regionen haben beispielsweise eine geringere Ärztedichte. Deshalb haben wir dort eine geringere Impfquote in den Arztpraxen und damit im Ergebnis ein geringeres Angebot an Schutzimpfungen.“


Holetschek kritisierte: „Wir brauchen einen gerechten Ausgleich der unterschiedlichen Arztdichte in den Regionen. Das Bestellsystem des Bundes berücksichtigt dies nicht. Dadurch werden bestimmte Regionen bei den Impfungen in den Arztpraxen strukturell benachteiligt. Wenn beispielsweise Praxen weniger Impfdosen bestellen, was in geringem Umfang auch in den Pfingstferien zu bemerken war, wirkt sich das natürlich auf die Impfquote der gesamten Region aus. Bayern springt erneut ein, um einen gerechten Ausgleich zu schaffen.“


Das Gesundheitsministerium hat in Abstimmung mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag ein Verfahren zur Verteilung von Sonderkontingenten zum Ausgleich der regionalen Unterschiede erarbeitet. Die zusätzlichen Impfdosen werden den Impfzentren in Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten, deren Impfquoten von Seiten der Arztpraxen um mehr als ein Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt liegen. Die Menge des zusätzlich angebotenen Impfstoffs ist abhängig vom Grad der Abweichung.


„Ich freue mich, dass wir in größerem Umfang erneut Impfdosen zur Verfügung stellen können. Das ist ein gutes Signal für einen gleichmäßigen Impffortschritt in ganz Bayern!“, sagte der Staatsminister. Holetschek ergänzte: „Die Sonderkontingente zeigen auch, wie eng die Impfungen in den Arzt­praxen und in den Impfzentren verzahnt sind. Beide Systeme ergänzen sich und sind die festen Säulen, auf denen die Bayerische Impfstrategie steht.“ Der Minister forderte zugleich den Bund erneut auf, das Bestellsystem der Ärzte zu verbessern und Arztpraxen in Regionen mit geringerer Arztdichte größere Bestellmengen zu ermöglichen.


Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags, fügte hinzu: „Nachdem wir ab nächster Woche wieder verstärkt in die Phase der Erstimpfungen kommen, kann der Freistaat Bayern jetzt mit Sonderkontingenten für mehr Gerechtigkeit bei der Impfstoffverteilung sorgen. Die bei der sogenannten „Arztimpfquote“ deutlich unter dem bayernweiten Schnitt liegenden Landkreise und Städte können daher über die Impfzentren ein Stück weit aufholen. Ich danke Staatsminister Klaus Holetschek, dass er das Ziel „gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ auch beim Thema Impfgerechtigkeit mit Nachdruck verfolgt!“

Bernd Buckenhofer, Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags, ergänzte: „Da die Impfquoten der niedergelassenen Ärzte immer noch regional sehr unterschiedlich sind, tragen Sonderlieferungen für stark betroffene Städte und Landkreise zur regionalen Ausgewogenheit bei. Es braucht zudem mehr Impfstoff und noch mehr Ärzte, die Impfungen vornehmen.“

Der Minister ergänzte: „Wir stellen insgesamt rund 100.000 Impfdosen Moderna zur Verfügung. Rund 50.000 Impfdosen für Erstimpfungen und noch einmal 50.000 Impfdosen für Zweitimpfungen. Die Dosen für die Erstimpfungen werden in drei Tranchen in den Kalenderwochen 24, 25 und 26 in den Impfzentren ankommen; dabei geht die erste Tranche an insgesamt neun Impfzentren. Dazu kommen noch Sonderlieferungen von AstraZeneca in Höhe von rund 40.000 Dosen (je 20.000 für Erst- und 20.000 für Zweitimpfungen), die den 28 Regionen ebenfalls angeboten werden.“

Die rund 7.000 Impfdosen, davon zunächst 2.500 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 2.000 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Lindau (Bodensee) (Lkr.), Haßberge (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.). Die weiteren 2.500 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 4.800 Impfdosen, davon zunächst 1.700 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 1.400 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Altötting (Lkr.), Coburg (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Bad Kissingen (Lkr.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.). Die weiteren 1.700 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 2.400 Impfdosen, davon zunächst 800 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 800 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca., gehen an Mühldorf a.Inn (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.), München (Lkr.), Miltenberg (Lkr.), Donau-Ries (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Landshut (Sk.). Die weiteren 800 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.


Die erste Tranche an Impfdosen des Impfstoffes von Moderna kommt am 18. Juni in den neun Impfzentren Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Lindau (Bodensee) (Lkr.) an.

In KW 25 gehen Impfdosen von Moderna nach Altötting (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Coburg (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.), Haßberge (Lkr.) und Bad Kissingen (Lkr.). Außerdem werden in dieser Woche die Impfdosen von AstraZeneca an die Landkreise und kreisfreien Städte ausgeliefert, die das Angebot angenommen haben.

In KW 26 erhalten die Impfzentren Landshut (Sk.), Mühldorf a.Inn (Lkr.), München (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.) und Donau-Ries (Lkr.) sowie Miltenberg (Lkr.) Impfdosen von Moderna.  

Gesundheitsminister Holetschek betonte: „Die zusätzlichen Lieferungen werden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, sondern es handelt sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs. Ich freue mich, dass wir vier Wochen nach dem ersten Sonderkontingent nun schon weitere Sonderkontingente an die Impfzentren geben können. Für ganz Bayern ist das ein gutes Signal!“


Donnerstag, 17. Juni 2021

Artenschutz zum Genießen: MainLandBrot kommt im September auf den Markt


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im Jahr 2019 habe ich zum ersten Mal Kreistagsmitglieder, Vertreter*innen aus der Landwirtschaft und von den Naturschutzverbänden zu einem Runden Tisch eingeladen. Hintergrund waren in Bayern teilweise kontroverse Diskussionen rund um das Volksbegehren zum Artenschutz, weshalb es mir wichtig war, das Gespräch miteinander zu fördern. Dies ist uns gemeinsam gelungen und es werden sogar gemeinsame Projekte entwickelt, von denen nun das MainLandBrot im September 2021 „das Licht der Öffentlichkeit“ erblicken wird!


Hier der Bericht der jüngsten Sitzung des Runden Tischs Artenvielfalt

Das MainLandBrot sollte eigentlich bereits im Jahr 2020 präsentiert werden, aber dann kam die Corona-Pandemie. Nun soll das Brot, das nach Kriterien des Artenschutzgesetzes mit Zutaten ausschließlich aus der heimischen Landwirtschaft von Bäckermeister und Brotsommelier Volker Mayer entwickelt wurde, im Spätsommer 2021 an den Markt gehen. Dies hat Matthias Ullmer, Leiter einer Arbeitsgruppe des Runden Tischs Artenvielfalt, am Mittwochabend in der Sitzung des Gremiums bekannt gegeben.

Eine Arbeitsgruppe hatte aus dem Runden Tisch heraus die Idee geboren, gemeinsam ein Landkreisbrot nach den Vorgaben des Artenschutzes zu schaffen. „Ziel dieses Projektes ist es zu zeigen, dass im Landkreis Miltenberg unsere Landwirtschaft und das heimische Handwerk Produkte unter besonderer Rücksicht auf den Artenschutz produzieren. Artenschutz geht nur gemeinsam und letztlich auch mit der Bevölkerung, die diese besonderen Produkte dann auch annehmen und mit Genuss konsumieren muss“, erklärt Landrat Jens Marco Scherf das Ziel des Landkreisbrotes MainLandBrot. Die besonderen Kriterien für die Zutaten des Brotes wurden von der Arbeitsgruppe gemeinsam erarbeitet. An Bäckermeister Mayer lag es dann, die gemeinsam entwickelten Vorgaben umzusetzen. So darf das Brot nur regionale Zutaten enthalten, die nicht oder so wenig wie möglich mit Pestiziden in Kontakt gekommen sind. So werden etwa spezielle Dinkel- und Roggensorten verwendet, die nicht so ertragsstark sind, aber weitestgehend aufgrund natürlicher Resistenz ohne Pflanzenschutz auskommen. Zusätzlich müssen die liefernden Landwirte Bemühungen um Biodiversität und Artenschutz nachweisen. Auf diese Weise entstand ein Brot, das konventionell arbeitende Landwirte, Öko-Landwirte, Handwerk, Natur- und Artenschutz zusammenbringt. Aufgrund der Regionalität ist es ein „Brot der kurzen Wege“ und verdeutlicht, dass der Artenschutz beim Getreideanbau beachtet wird: Denn die Felder, von denen die Zutaten für das MainLandBrot kommen, bieten mit Blühstreifen, Ackerrandstreifen oder ökologischen Vorrangflächen wertvollen Lebensraum und Blütenreichtum für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten.

Dass das Brot in wenigen Wochen an den Markt kommt, passt laut Matthias Ullmer perfekt in den Zeitplan: Das entsprechende Getreide wurde im Herbst 2020 gesät und ist in etwa sechs Wochen erntereif. Ullmer zufolge sind sechs Betriebe an Bord, die sich unter Einhaltung der gemeinsam entwickelten Kriterien an der Umsetzung der Idee beteiligen und beispielsweise auf fünf Prozent ihrer Anbaufläche Blühflächen anlegen. Die Betriebe haben die Möglichkeit, sich auf der in Entwicklung befindlichen Homepage vorzustellen. An ihren Flächen werden Schilder mit einem QR-Code aufgestellt, über die der Kunde/die Kundin mehr über den Betrieb und seine Wirtschaftsweise erfährt. Damit sichergestellt ist, dass im Brot genau das drin ist, was gefordert ist, müsse auch kontrolliert werden, so Ullmer. Als Partner hat die Arbeitsgruppe dazu den Bund Naturschutz ausgewählt, der laut Steffen Scharrer bereit ist, die Kontrollen zu übernehmen und eine Prüfkommission zu etablieren. „Die Kette vom Anbau bis zum Backen des Brots muss zu 100 Prozent den Kriterien entsprechen und nachvollziehbar sein“, so Ullmer. Lob kam für dieses Projekt von Bernhard Schwab, Leiter der Landwirtschaftsabteilung beim Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten: „Das Landkreisbrot ist ein gutes Beispiel für unser Ziel, Wertschöpfungsketten in der Region vom Feld bis zum Teller zu etablieren!“ Er informierte den Runden Tisch darüber, dass im Landkreis Miltenberg mittlerweile 21% der landwirtschaftlichen Fläche nach Kriterien des Ökolandbaus bewirtschaftet werden. Einig ist sich der Runde Tisch Artenvielfalt jedoch: „Wir brauchen alle Landwirte im Landkreis Miltenberg, egal ob sie konventionell oder bio anbauen“, betonte Steffen Scharrer den verbindenden Ansatz des Runden Tisches.

Bäckerinnung backt das Landkreisbrot

Das Rezept für das Brot sollen nun alle Betriebe der Bäcker-Innung bekommen, kündigte Ullmer an. Volker Mayer, der auch Obermeister der Innung ist, will das Brot und die Regularien in der nächsten, in Kürze stattfindenden Innungsversammlung vorstellen und um Mitstreiter werben.


Gemeinsam entwickelte Kriterien

Jochen Vollhardt (Ottenmühle) stellte dem Runden Tisch die Richtlinien des regionalen Vertragsanbaus vor, die die beteiligten Landwirte einhalten müssen. Darin wird unter anderem geregelt, dass sie auf den Feldern keinen Klärschlamm ausbringen dürfen, dass Getreide und Mehl regelmäßig auf Schadstoffe untersucht wird, dass für alle Schritte eine lückenlose Dokumentation erstellt wird. Die Kriterien für die Lagerung des Getreides sind aufgeführt, auch der Transport wird reglementiert. Ebenso werden artenreiche und insektenfreundliche Blühstreifen mit regionalem Saatgut für die Artenvielfalt angelegt. All diese Kriterien sollen dafür sorgen, dass der Verbraucher sicher sein kann, ein Regionalbrot zu kaufen, das den Kriterien des Artenschutzes entspricht.

Die Homepage sei im Aufbau und werde in Kürze mit Inhalten gefüllt, ließ Steffen Scharrer das Gremium abschließend wissen. In den nächsten Wochen gebe es aber noch viel Arbeit zu erledigen, damit das Brot spätestens im September 2021 vorgestellt werden und in den Verkauf gehen kann.


Mittwoch, 16. Juni 2021

Engagement für Rehkitze im Landkreis Miltenberg zum 5. Mal ausgezeichnet




Rehkitzrettung: „Bambipreis“ 2021 geht an die Stadt Wörth



Freude über die Verleihung des „Bambipreises“ für die Stadt Wörth bei (von links) Nadja Koch (Kitzretter), Dominik Gernhart (Vertreter Landwirtschaft), Ingrid Kempf (Kitzretter), Robert Seidel (Jagdpächter), Claudia Schuldt (Sparkasse), Hasso von Hünersdorff, Landrat Jens Marco Scherf, Doris Völker-Wamser und Bürgermeister Andreas Fath-Halbig. Die Schülerinnen und Schüler aus Wörth präsentieren die Schilder, die künftig an den Ortseingängen hängen sollen.


 



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

schon zum fünften Mal seit 2017 zeichnen wir im Landkreis Miltenberg die rehkitzfreundlichste Gemeinde aus. Dank einer Initiative von Doris Völker-Wamser nimmt die Kitzrettung im Landkreis immer mehr Fahrt auf und es werden jährlich viele Dutzend Rehkitze vor dem grausamen Mähtod gerettet


Gemeinsames Engagement für die Rehkitze

Landwirtschaft, Jägerschaft, Schulen und Kitzretter-Teams nehmen gemeinsam ihre Verantwortung wahr und retten Kitze vor dem grausamen Tod im Mähwerk. Auch in Wörth haben sich zunächst dank Nadja Koch viele Menschen zusammengefunden, um sich für die Kitzrettung einzusetzen. Inzwischen wurde ein Verein gegründet, dessen erste Vorsitzende Ingrid Kempf ist. Am Montag durfte ich nun als Landrat die Stadt Wörth als „kitzfreundlichste Gemeinde“ 2021 aus, die Sparkasse stellte ein Tablet für die Kitzretter-Drohne und Schilder bereit.


Endlich wieder eine gemeinschaftliche Veranstaltung im Freien

Im Beisein von Schüler*innen der Grund- und Mittelschule Wörth, der Jägerschaft, der Land- und Forstwirtschaft, zahlreicher Kitzretter*innen, der Kitzrettungsinitiatorin Doris Völker-Wamser und Bürgermeister Andreas Fath-Halbig war es mir wichtig auch das Engagement der Stadt Wörth zu betonen, da diese schon sehr früh elektronische Rehkitzretter beschafft und diese – wie auch die Stadt Klingenberg – zur Verfügung gestellt hat. Die Geräte sind vor der Mahd in den Wiesen verteilt worden, damit Ricken ihre Kitze aus der Wiese führen können Das Ablaufen der Wiese bleibe den Kitzrettern dennoch nicht erspart, denn die neugeborenen Kitze hätten keinen Fluchtinstinkt.


Großes Engagement der Schule Wörth

Ergänzend zur Technik haben die Schüler*innen der Jahrgangsstufen Drei bis Sechs der Grund- und Mittelschule Wörth „analog“ gearbeitet. Sie haben mit großer Freude Kitzscheuchen gebastelt, die in den Wiesen aufgestellt werden, damit die Ricken ihre Rehkitze in abgegangene Wiesen nicht wieder zurückbringen.

Damit die Rettungsteams die Wiesen vor der Mahd in Augenschein nehmen können, müssen die Landwirte die Kitzretter rechtzeitig über den Mähzeitpunkt informieren. Dieses Engagement der Landwirte und Landwirtinnen ist sehr wichtig. Wurde früher jedes Feld abgegangen, so hätten Drohnen mit Wärmebildkamera zum Abfliegen die Arbeit mittlerweile enorm erleichtert. Dennoch bleibe die Unterstützung durch das Aufstellen der Scheuchen, der elektronischen Rehkitzretter und das Ablaufen der restlichen Flächen unerlässlich.

Wichtig bleibt, die Wiesen von innen nach außen zu mähen, damit Tiere vor den Mähfahrzeugen fliehen können.


Zahlreiche Helferinnen und Helfer in Wörth am Main

Besonders hob er den Einsatz der Kitzrettung Wörth/Trennfurt mit ihren vielen Helfer*innen hervor. Diese stünden zuverlässig und zeitnah zur Verfügung, auch hätten sie viele Sponsoren zur Unterstützung gewinnen können. „Im Sommer viele Rehe mit ihren Kitzen zu sehen, ist dann eine wunderbare Belohnung“, sagte der Landrat, dankte allen Sponsoren und überreichte der Schule einen Scheck.


Dankende Worte des Bürgermeisters

Die Auszeichnung der Stadt Wörth zeige laut Bürgermeister Andreas Fath-Halbig, dass sich in Wörth viele Menschen für die Kitzrettung einsetzen. „Hier ziehen alle an einem Strang“, sagte er und bezeichnete die Aktionen „Action for Kitz“ und „Kids for Kitz“ als „Gewinn für alle Seiten.“ Trotz aller Technik brauche es aber noch den Personaleinsatz, stellte er fest und sprach von einem „Knochenjob“ in den Wiesen. Es gelte nun, die Kitzrettung weiter im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. „Bitte bleiben Sie dabei“, rief er dem Kitzrettungsteam zu.

Stete Unterstützung durch die Sparkasse Miltenberg-Obernburg

Claudia Schuldt, Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Wörth, freute sich, ein Tablet zur drohnengestützten Rehkitzsuche und die Plaketten „Rehkitzfreundlichste Gemeinde 2021“ übergeben zu können. Sie sehe auf dem Weg zur Arbeit häufig Tiere in der Natur, sagte sie und fand es naheliegend, die Natur zu schützen. Ein solch starkes Engagement wie das der Kitzretter Wörth/Trennfurt sei aber nicht selbstverständlich, fand sie lobende Worte.

Für das Kitzrettungsteam freute sich Ingrid Kempf über die Auszeichnung. Teilweise seien die Helferinnen und Helfer schon um 5 Uhr morgens auf dem Feld, um Rehkitze zu bergen. Früher sei man bei sengender Sonne bis zu neun Stunden am Tag durch die Wiesen gegangen, erinnerte sie sich, an manchen Tagen habe man bis zu 300 Hektar Wiese durchstreift. Heute schaffe eine Drohne an einem Vormittag 25 Hektar, zeigte sie, dennoch brauche es weiterhin viele Helferinnen und Helfer. Bislang habe Norbert Abb mit seiner Privatdrohne dankenswerterweise die Wiesen abgeflogen, nun sei die erste neue Vereinsdrohne eingetroffen und zwei Mitglieder hätten schon den Drohnenschein erworben. Ohne die vielen Spenden – vom einstelligen bis zum vierstelligen Betrag – wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen, freute sie sich und hob die Jagdgenossenschaft und die Jagdpächter hervor, die eine hohe Summe gespendet hätten.

Nach der Übergabe des Tablets und der beiden Schilder sowie Urkunden an die beteiligten Landwirte führte Norbert Abb noch die Funktionsweise der Drohne vor.



Dienstag, 15. Juni 2021

Landkreis Miltenberg – Impfzentrum wieder geöffnet - Digitaler Impfausweis verfügbar - Impfbrücke aktiv


 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

Stand 15. Juni erhielten im Landkreis Miltenberg 36.818 Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung und 21.010 Personen die Zweitimpfung im Impfzentrum und über die mobilen Teams. In den Hausarztpraxen im Landkreis erhielten weitere 19.513 Personen die Erst- und 8.343 Personen die Zweitimpfung. In der vergangenen Woche gab es im Impfzentrum Miltenberg keine Erstimpfungen. Aufgrund fehlender Impfstoffe erhielten wir zudem die Weisung, keine Erstimpfungen mehr vorzunehmen. Das ändert sich zum Glück wieder in dieser Woche, wenn auch nur auf sehr geringen Niveau, was die Lieferungen an Impfstoff angeht.

Aktuell gibt es somit drei Möglichkeiten, sich um einen Impftermin zu bemühen: Die Registrierung für eine Impfung im Impfzentrum Miltenberg über www.impfzentren.bayern, die Terminvereinbarung in einer örtlichen Praxis oder eine betriebsärztliche Impfung in einem Unternehmen. Alle drei Wege haben eines gemeinsam: Sie leiden unter deutlich zu wenig Impfstoff!

 

Über 56.000 Menschen erstgeimpft – fast 30.000 Menschen mit umfassendem Impfschutz

Damit haben nun 56.331 Personen des Landkreises Miltenberg die Erstimpfung und 29.353 Personen der Bevölkerung die Zweitimpfung erhalten. Ab sofort werden diese absoluten Zahlen nicht mehr in Relation zur Einwohnerzahl des Landkreises Miltenberg gesetzt, da bei den Impfmöglichkeiten bei Haus- und Betriebsärzten dem Landratamt eine Zuordnung zur Landkreisbevölkerung nicht möglich ist.

 

Knapp 18.000 Wartende registriert

Es haben sich zur Zeit 17.962 Personen für die Impfung im Impfzentrum registriert, aber noch keine Einladung zu einem Impftermin erhalten. Davon gehören 8 Personen zur Priorisierungsstufe 1, 1.202 Personen zur Priorisierungsstufe 2, 6.468 Personen zur Priorisierungsstufe 3, die restlichen 10.284 Personen zur Prioritätsstufe 4. Weitere 2.614 Bürgerinnen und Bürger haben zwar eine Einladung erhalten, konnten aber noch keinen Impftermin vereinbaren.

 

1.000 Erstimpfungen diese Woche im Impfzentrum

Das Impfzentrum Miltenberg hat ab Montag, den 14. Juni 2021 wieder geöffnet und wird in dieser Woche (bis einschließlich Sonntag, 20. Juni 2021) 4.500 Impfdosen verimpfen. Davon sind etwa 1.000 Impfdosen für Erstimpfungen vorgesehen, die restlichen rund 3.500 Dosen für Zweitimpfungen. Verimpft werden die Impfstoffe Moderna, BioNTec sowie AstraZeneca für über 60-Jährige.

 

„Impfbrücke“ ist aktiv

Gestern konnten bereits erste Impflinge über die sogenannte „Impfbrücke“ einen kurzfristigen Termin zur Erstimpfung erhalten. Dabei handelt es sich um übrig gebliebene Impfdosen, weil jemand nicht erschienen ist oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnte. Über die „Impfbrücke“ besteht für Impfregistrierte, die noch keine Corona-Erstimpfung erhalten haben, eine Gelegenheit, möglicherweise kurzfristig geimpft zu werden. Wer teilnehmen möchte, registriert sich zunächst unter https://impfzentren.bayern/citizen, anschließend ist die Anmeldung unter https://forms.office.com/r/bHVqVVaGBa zur „Impfbrücke“ möglich. Bereits registrierte Personen können sich direkt zur „Impfbrücke“ anmelden. Damit ausschließlich Personen informiert werden, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, werden in jeder Woche nur die Personen berücksichtigt, die sich jeweils in der Vorwoche über das Online-Formular der „Impfbrücke“ registriert haben. Ältere Einträge werden gelöscht. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, sich jede Woche erneut für die Folgewoche zu registrieren.

 

Der digitale Impfausweis ist im Landkreis Miltenberg erhältlich

Wer ab dieser Woche über das Impfzentrum Miltenberg die Zweitimpfung erhält, bekommt bereits die Unterlagen für den digitalen Impfausweis ausgehändigt. Seit gestern besteht auch die Möglichkeit, in den örtlichen Apotheken sich das Impfzertifikat ausstellen zu lassen. Komfortabel können sich die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises Miltenberg auf der Seite www.mein-apothekenmanager.de über die Ortseingabe bei der Suchfunktion informieren, welche Apotheken diesen kostenlosen Service anbieten. Mitzubringen ist der Personalausweis, alternativ Reisepass sowie der Impfausweis bzw. die Impfbescheinigung. Wer bereits eine App wie zum Beispiel die Corona-Warn-App oder die CovPass-App installiert hat, bekommt das Zertikat direkt vor Ort auf das Handy übertragen. Dies gilt als europäisch anerkannter digitaler Impfnachweis und verschafft Erleichterungen beim Einkaufen oder Reisen. Zusätzlich wird in der Apotheke ein pdf-Dokument generiert und als Ausdruck dem Impfling mitgegeben. Von dieser Alternative können somit auch Personen ohne Handy oder App-Nutzungswunsch profitieren.

Mittwoch, 9. Juni 2021

Zukunft gestalten: Jetzt für Famulaturprogramm 2021 bewerben!



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach den allerseits positiven Eindrücken des ersten Famulaturprogramms für Medizinstudierende im Sommer 2020 geht das Programm der Gesundheitsregion plus in die zweite Runde. Ab sofort sind Bewerbungen für eine Hausarzt- oder Klinikfamulatur im Landkreis Miltenberg möglich.

Vom 30. August bis 28. September 2021 bieten Gesundheitsregion plus, die niedergelassene Ärzteschaft sowie die Helios-Klinik Erlenbach zehn Medizinstudierenden die Möglichkeit, ihre Hausarzt- oder Klinikfamulatur im Landkreis abzuleisten. Die Jungmediziner*innen erwartet neben der Famulatur ein kostenloses, interessantes und abwechslungsreiches Programm; auch eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit wird gestellt. Neben der Tätigkeit in der Arztpraxis und der Klinik werden medizinische Workshops angeboten. Hier werden etwa die Blutabnahme mit Übungen wie „Ampullen aufziehen“ und „Infusionen richten“ geübt, auch ein Ultraschallkurs mit Erklärungen zum Thema „Befunde lesen“ ist dabei. Um den Landkreis von einer anderen Seite kennenzulernen, erwartet die Studierenden ein Freizeitprogramm mit Golf-Schnupperkurs, Bogenschießen und geführter Weinbergswanderung.

Medizinstudierende, die bereits einen festen Famulaturplatz im Landkreis haben und über eine eigene Übernachtungsmöglichkeit verfügen, können ebenfalls an den Workshops und am Freizeitprogramm teilnehmen.

                                             

Interessierte Medizinstudierende können sich bis einschließlich 4. Juli 2021 unter https://gesundheitsregion-plus.landkreis-miltenberg.de/mainlandarzt/famulaturprogramm-bewerbungsbogen/ online bewerben.

Weitere Informationen zur Gesundheitsregion plus Landkreis Miltenberg unter www.gesundheitsregion-plus-miltenberg.de/.