Donnerstag, 28. November 2019

Landrat vor Ort (27) - die Sanierung der Kreisstraße zwischen Amorbach und Neudorf!



Ab Freitag ist die Kreisstraße MIL 10 wieder für den Verkehr freigegeben
2 Millionen € hat das Staatliche Bauamt, das sich im Auftrag des Landkreises Miltenberg um das Kreisstraßennetz kümmert, im Jahr 2019 in das Kreisstraßen-Netz des Landkreises Miltenberg investiert.

Wir dürfen nicht am Unterhalt des Straßennetzes sparen. Kontinuierliche Investitionen sind wichtig, damit kein großer Investitionsstau entsteht. Bei der Auswahl der Strecken nehmen wir nicht nur die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen als Grundlage, vielmehr wollen wir auch dünner besiedelte Räume verkehrlich ertüchtigen. Von Arbeiten an kleineren Straßen profitierten nämlich nicht nur die Autofahrer, sondern auch Radfahrer sowie Rettungsfahrzeuge, deshalb auch die stetigen Investitionen im Raum Odenwald oder im Südspessart.

Teuerste Maßnahmen waren die Erneuerungen der Fahrbahnen zwischen Amorbach und Weilbach (MIL 6) sowie zwischen Miltenberg und Mainbullau (MIL 5) für jeweils 500.000 Euro. Jeweils 200.000 Euro für den Waldweg Niedernberg (MIL 22) und die Erneuerung der Fahrbahn südlich von Neudorf (MIL 10), jeweils 150.000 Euro für die Deckenerneuerung und die Stützwandsanierung in Soden (MIL 30) sowie diverse Kleinmaßnahmen (MIL 26 Kleinwallstadt – Hofstetten für 60.000 Euro, MIL 31 Dornau für 50.000 Euro, MIL 2 Klingenberg – Mönchberg für 120.000 Euro, MIL 38 Römerstraße Obernburg sowie die Zufahrt zum Zeltplatz Zittenfelden für 15.000 Euro) hätten zum Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Euro beigetragen.

Ab Freitag, 29.11.2019, freie Fahrt zwischen Amorbach und Reichartshausen


Die Straße zwischen Neudorf und Amorbach wird am Freitag dieser Woche für den Verkehr freigegeben, erläuterte Schwab und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch im nächsten Jahr viel Arbeit auf das Staatliche Bauamt wartet – etwa bei der Fahrbahnerneuerung im unteren Bereich der Straße zwischen Neudorf und Amorbach mit geschätzten Kosten von rund 500.000 Euro. Weiter will das Staatliche Bauamt 600.000 Euro für die Erneuerung der Fahrbahn der MIL 18 zwischen Weckbach und Gönz ausgeben. 160.000 Euro sind als Anteil des Landkreises Miltenberg am Kreisverkehr in Sulzbach an der MIL 39 vorgesehen, rund 50.000 Euro kommen für den ersten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt in Roßbach (MIL 25) dazu. Viele kleinere Ausbesserungen und Verbesserungen im Volumen zwischen 30.000 und 40.000 Euro sind ebenfalls geplant – auch diese größtenteils im ländlichen Raum. Dazu zählen Arbeiten in den Ortsdurchfahrten Hofstetten (MIL 26), Altenbuch (MIL 26) und Erlenbach (MIL 27) sowie auf den Kreisstraßen 34 (Rück-Schippach), 39 (Sulzbach), 8 (Amorbach – Beuchen) und 26 (Sommerau – Wildensee). Diese Arbeiten haben ein Volumen von 1,5 Millionen Euro, dazu kommen 300.000 Euro für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts. Voraussetzung für die Realisierung ist allerdings noch die Zustimmung des Kreistags im Rahmen der Haushaltsverabschiedung 2020.

Schwab zufolge ist das Staatliche Bauamt auch an den Bundes- und Staatstraßen tätig, beispielsweise am Umbau der Anschlussstelle Kleinheubach an der B469. Hier habe man 2019 einiges getan, dennoch warte auch 2020 und 2021 noch viel Arbeit auf die Bauarbeiter. Das Bauamt habe auch die Anschlussstellen Laudenbach-Süd und Laudenbach-Nord umbauen lassen. An der B47 zwischen Amorbach und Schneeberg seien 1,3 Millionen Euro investiert worden, für die Erneuerung an der Staatsstraße 2309 zwischen Sulzbach und Kleinwallstadt 600.000 Euro, für die Instandsetzung der Staatstraße 2311 zwischen Kirchzell und der Landesgrenze bei Ottorfszell 500.000 Euro und für die Erneuerung der Staatsstraße zwischen Wörth und der Landesgrenze nach Hessen 400.000 Euro. „Wir haben in der Fläche gut investiert“, zeigte sich Schwab beim Blick auf die Karte sehr zufrieden.

Und im Frühjahr 2020 geht`s weiter mit der Kreisstraße Weckbach - Gönz!

Mittwoch, 27. November 2019

Fragen an den Landrat (21) - Wie wird das Studienangebot in Miltenberg angenommen?



Neueinschreibungsrekord an der Hochschule Miltenberg

Zwei Jahre nach Beginn des Hochschulstudiums „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“ am Campus Miltenberg sind sich alle Beteiligten einig: Der Studiengang, der vom Lehrpersonal der Technischen Hochschule Aschaffenburg in Miltenberg gestaltet wird, ist bereits jetzt ein voller Erfolg: Sage und schreibe 45 neue Studierende haben sich für das laufende Semester eingeschrieben – geplant war eigentlich eine Höchstzahl von 30 Studierenden.

Die 100. Studierende in Miltenberg begrüßt

Am Semesterstart konnte ich schon im 3. Jahr die 100. Studierende in Miltenberg gemeinsam mit dem neuen Jahrgang begrüßen. Ich werte das als Beweis, dass die Investition von rund einer Million Euro durch den Kreistag richtig war. Dieses Geld hatte der Landkreis nach einem einstimmigen Beschluss des Kreistags bereitgestellt, um auf dem Gelände der Berufsschule Miltenberg die Räume für den Hochschulbetrieb bereitzustellen.
 

Dank an die TH Aschaffenburg - hohes Engagement

Mein Dank gilt der TH Aschaffenburg, die die Chance ergriffen hat, ergänzend zum Hochschulstandort Aschaffenburg mit Unterstützung des Freistaates Bayern ein innovatives Studienangebot im Landkreis Miltenberg zu entwickeln.
 
Auch Professor Dr. Boris Bauke, der in Aschaffenburg und Miltenberg lehrt, zeigte sich sehr erfreut über das rege Interesse am Studium in Miltenberg. Dank der digitalen Lehrinhalte sei es kein Problem, die 45 Studierenden zu unterrichten. Sollten die Neueinschreibungen aber weiterhin so stark sein, müsse man personell möglicherweise etwas ändern. Mit diesen Einschreibungen lege Miltenberg gegen den Trend deutlich zu, verwies der Professor auf einen Rückgang bei den Neueinschreibungen deutschlandweit um 0,9 Prozent. Die Rekordzahlen führte Charlotte Jäger, die den Studiengang in Miltenberg koordiniert und hier auch lehrt, unter anderem auf die starke Mundpropaganda der derzeit Studierenden zurück. Mittlerweile sei Professor Bauke zufolge sogar zu beobachten, dass Studierende der Universität den Rücken kehrten, um in Miltenberg das flexible Studienangebot wahrzunehmen und so im gewohnten familiären Umfeld studieren zu können.

Nach der Begrüßung nutzte ich die Gelegenheit, einige neugestaltete Räume der Hochschule anzuschauen und mit einigen Studentinnen ins Gespräch zu kommen. Alle zeigten sich begeistert vom Studium in Miltenberg, das kein abgespeckter Studiengang sei. Es handele sich dabei vielmehr um einen vollwertigen Studiengang, auch wenn nicht am klassischen Hochschulstandort gelehrt wird und deutlich weniger Präsenzzeiten anfallen.
 
Gutes Angebot für Bildungs- und Wirtschaftsstandort Miltenberg
 
Mit dem Hochschulangebot in Miltenberg haben wir seit dem Jahr 2017 einen wichtigen weiteren Baustein gesetzt für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Miltenberg. Besonders spannend ist es zur Sicherung der Fachkräfte in unseren Unternehmen, da die Studierenden teilweise aus entfernten Städten zu uns zum Studieren kommen. Aber auch für unsere Menschen ist es eine gute Chance, trotz familiärer oder beruflicher Verpflichtungen die Chance eines Studiums zu realisieren - mit BWL für KMU genau das, was unsere Unternehmen benötigen.

Montag, 25. November 2019

Landrat vor Ort (26) - Key Note zur Digitalisierung aus kommunaler Sicht


 

Kongress Kommunal. Digital im November 2019 in Würzburg.
 

Key-Note zur Digitalisierung aus kommunaler Sicht

Wir leben derzeit in einer schwierigen, anspruchsvollen Phase unserer Gesellschaft, denn unsere Zeit ist geprägt davon, dass die Mehrheit der Menschen für die Zukunft sowohl persönlich als auch global betrachtet Schlechteres als gegenwärtig zu erleben befürchtet.

Mit Ursache für diesen verbreiteten Zukunftspessimismus sind verschiedene parallel verlaufende Entwicklungen, die diese Negativ-Erwartung fördern:

·      die Globalisierung,

·      die Digitalisierung,

·      die Klimakatastrophe, sind drei prägende, dramatische, einschneidende Veränderungsprozesse.

Fachleute vergleichen die digitale Revolution unserer Lebens- und Arbeitswelt mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Vergegenwärtigen wir uns die umwälzenden, dramatischen Veränderungen im vorletzten Jahrhundert für das Leben eines jeden einzelnen Menschen, können wir zum einen die Sorgen der Menschen verstehen, zum anderen uns aber auch bewusstmachen, dass die Digitalisierung nicht ein Geschehen ist, das wir im Vorübergehen abhandeln.

Trotz oder auch gerade wegen der steigenden Vorbehalte gegen Politik im Allgemeinen und ihre Prozesse in einer demokratischen und freien Gesellschaft, kommt der Politik die besondere Verantwortung zu, Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln. Dies gelingt im Besonderen dadurch, dass Politik zeigt, dass die Veränderungsprozesse bewusst und gezielt gestaltet werden.

Dies gilt im Besonderen für den Prozess der Digitalisierung, der im Erleben durch den einzelnen Menschen alles bietet von Zukunftsoptimismus – alles wird besser und leichter J - bis zum Gefühl, erdrückt und fremdbestimmt zu werden. Politik muss zeigen, dass sie diesen Veränderungsprozess nicht nur beherrscht, sondern auch aktiv gestaltet, beeinflusst im Sinne des Menschen.

Ein hoher Anspruch, erleben die Menschen doch gerade eher, dass Politik großen Veränderungsprozessen in diesem Jahrzehnt, von der Globalisierung mit scheinbar unbeherrschbaren Märkten bis zur Klimakatstrophe eher handlungsunfähig gegenübersteht. Gerade wegen der aktuellen Vertrauenskrise bietet damit der Prozess der Digitalisierung sogar die Chance für die Politik, Handlungsfähigkeit, also Gestaltungskraft zu beweisen, und zwar von

·      der europäischen Ebene mit dem noch zu setzenden Regelungsrahmen für die Digitalisierung auf europäisch über

·      die Bundes- und Landesebene allen aktuellen Problemen mit schwarzen Löchern und weißen Flecken zum Trotz bis zur

·      kommunalen Ebene, weil wir am Ende in den Landkreisen und Gemeinden am nächsten zu den Menschen sind und gerade die Umsetzung der Verwaltung 4.0 zu verantworten haben.

Der Kommunalpolitik kommt damit – auch wenn sie die äußeren Rahmen-bedingungen dieser Entwicklung nicht beeinflussen kann – eine besondere Möglichkeit zu, die Lücke zwischen dem Veränderungsprozess an sich und dem Erleben durch den Menschen zu schließen.

Aus Sicht der kommunalen Gebietskörperschaften möchte ich dies an unserem Kerngeschäft, der Verwaltung, konkretisieren. Damit dürfen wir aber nicht vergessen, dass Bürgermeister und Landräte sich nicht wegducken dürfen bei allen anderen Fragen der Digitalisierung, denn das weiß jede Bürgermeisterin, jeder Bürgermeister, zuständig sind wir für alles:

·      so für die Diskussion der möglichen Gesundheitsrisiken von Mobilfunkmasten oder WLAN in Gemeinden und Schulen mit dem Bedürfnis der Versachlichung und Kriterien für den wissenschaftlichen Diskurs,

·      oder für Aspekte der Digitalisierung in der Pflege und im Gesundheitswesen, deren Möglichkeiten ebenso wie deren Risiken; hier heißt es eben für uns als kommunal Verantwortliche nicht nur auf das Passieren zu warten, sondern die Akteure, die in Zukunft besser vernetzt werden können, wie z.B. Krankenhaus, niedergelassene Ärzt*innen und Pflegeeinrichtungen an einen Tisch zu holen.

·      Dies gilt ebenso für die Auswirkungen auf unsere Unternehmen und Betriebe. Am Bayerischen Untermain haben wir hier zum einem im Rahmen der von Landkreis und Stadt Aschaffenburg sowie Landkreis Miltenberg verantworteten Regionalinitiative Bayerischer Untermain Projekte aufgestellt und umgesetzt:

o   Förderung der Vernetzung der Unternehmen im Prozess der Digitalisierung in unserem Innovations- und Kompetenzzentrum ZENTEC

o   Schaffung einer Plattform namens Innovationskommission Digitalisierung mit den 3 Gebietskörperschaften, den Kammern, Unternehmen, Agentur für Arbeit, TH bis Berufsschulen sowie – ganz wichtig – die Gewerkschaften!

o   Hieraus entstand, um ein konkretes Beispiel zu nennen, die Schaffung einer „Bildungsinitiatorin“, die aktiv auf Betriebe und Unternehmen zugeht und Impulse und Unterstützung leisten wird bei der Weiterqualifizierung der Fachkräfte.

Das bedeutet zunächst, dass neben den Kernaufgaben einer Verwaltung die Digitalisierung viele neue Aufgaben für die Kommunalpolitik definiert. So können wir im Landkreis Miltenberg eben nicht tatenlos zuschauen, wie wir in Anbetracht von fast 50% Anteil der fast 44.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ein „hohes Substituierungspotential“ wegen der Digitalisierung aufweisen.

Bereits hier sehen wir, welche Herausforderung die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt bedeutet, und erst jetzt komme ich – ohne bisher etwas zum Bereich der Bildung gesagt zu haben – zu unserem Kerngeschäft Verwaltung:

„Nicht die Bürgerinnen oder Bürger sollen laufen, sondern ihre Daten.“

So umschreiben führende Landes- und Bundespolitiker gerne die Digitalisierung der Verwaltung. Verpflichtet werden Gemeinden, Städte und Landkreise durch das Onlinezugangsgesetz dazu, alle Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 auch digital anzubieten, bequem, sicher und medienbruchfrei. Der bayerische Weg ist per se noch ambitionierter, er sieht in enger Kooperation mit dem Bayerischen Landkreistag das Angebot von mindestens 21 wichtigen Behördengängen digital vor. Für Investitionen hierfür gibt es ein Förderprogramm.

Trotz der ambitionierten Ziele plädiere ich für ein überlegtes, gut durchdachtes und wie bisher gut abgestimmtes Vorgehen, denn das Thema ist sehr komplex. Wer meint, er muss unbedingt als erster im Hauruck-Verfahren durchs Ziel gehen, wird merken, dass dabei schnell viel Geld verbrannt wird, wenn jeder einzelne das Rad neu erfinden will. Gemeinsam heißt die Lösung.

Auch weil es am Ende praktikabel sein soll, denn die Menschen erwarten gerade bei den Genehmigungsverfahren Lösungen auf einer Plattform. Jeder, der bundesweit ÖPNV nutzt, weiß, was ich meine angesichts der unbegrenzten Vielfalt an Mobilitäts-Apps. Irgendwo, und zwar spätestens auf der Benutzer-Oberfläche eines mobilen Endgerätes, hat die Vielfalt ihre Grenzen. Und hier kann ich ja sogar noch nachvollziehen, ob ich in München oder in Nürnberg, im MVV oder im VAB bin, aber spätestens bei digitalen Genehmigungsverfahren interessiert den Bürger*in nicht mehr, ist dafür jetzt Gemeinde oder Landkreis oder welche Behörde auch immer zuständig.

Deshalb ist es in Bayern der richtige Weg, zum einen die 21 wichtigsten Verwaltungsgänge und zum anderen das enorm komplexe digitale Baugenehmigungsverfahren in enger Kooperation mit dem Bayerischen Landkreistag bzw. dessen Innovationsring, der vor über 20 Jahren in Miltenberg gegründet wurde, gemeinsam zu digitalisieren. An ersterem Projekt arbeitet der Landkreis Aschaffenburg mit, am Projekt des digitalen Baugenehmigungsverfahren unser Landkreis Miltenberg.

Gerade unsere Arbeit am digitalen Baugenehmigungsverfahren zeigt, dass Digitalisierung nicht die digitale Abbildung eines bekannten analogen Verfahrens bedeutet, sondern dass tatsächlich der gesamte Prozess neu durchdacht und strukturiert werden muss. Zudem ist die Voraussetzung wirklicher Sinnhaftigkeit der digitalen Anträge, dass der gesamte Prozess in der Verwaltung medienbruchfrei, also digital geschieht. Das heißt, DokumentenManagementSystem, eRechnung, eAkte usw.

Hier setzen wir, d.h. der Landkreis Miltenberg und auch ich persönlich, zum einen auf die enge und gute Arbeit im Innovationsring des Bayerischen Landkreistags und auf unseren kommunalen Dienstleister, die AKDB (die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern).

Was ist notwendig, dass die digitalen Behördengänge gelingen werden?

·      Voraussetzungen in den Behörden für den digitalen Workflow; neben den internen Voraussetzungen wie DokumentenManagementSystem, eRechnung und eAkte sowie einer modernisierten Homepage (derzeit im Projekt) brauchen wir hier auch einheitliche Qualitätsstandards für die Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Software-Lösungen.

·      Voraussetzungen für den digitalen Austausch zwischen den Behörden.

·      Erleichterung der digitalen Authentifizierung – hier bin ich gespannt, ob dem digitalen Personalausweis doch noch mit einer erleichterten Anwendung über AusweisApp2 der Durchbruch gelingt.

·      Schließung der „schwarzen Löcher“ und „weißen Flecken“ in der digitalen Versorgung, damit alle Bürgerinnen und Bürger auf die Lösungen ab Ende 2020 zurückgreifen können.

Bevor wir uns jetzt aber gleich den handwerklichen und technischen Fragen zuwenden, möchte ich nochmal den Blick aufs Große und Ganze werfen:

Was erwarten die Menschen von uns?

Ein Blick auf die Menschen (Studie Digital Government Barometer 2018“):

·      67% der Bundesbürger*innen haben Sorge, dass bei Online-Behördengängen während der Eingabe Dritte auf ihre persönlichen Daten zugreifen können.

·      60% befürchten, dass die Daten für andere Zwecke als ursprünglich gedacht genutzt werden.

·      57% der Bürger*innen vertrauen darauf, dass Behörden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Daten ausreichend vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

·      35% haben latent Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen.

·      58% der Bürger*innen haben die Sorge, dass bei der Einführung der digitalen Verwaltung die Beratungsqualität im analogen, also echten Kontakt nachlässt.

Was bedeutet das für uns? Fünf Thesen stelle ich auf:

·      Verwaltung muss in Zukunft digital & analog anbieten – der menschliche Zugang, das Vertrauen in die Person aus Fleisch und Blut bleibt unersetzlich!

·      Beim Thema Sicherheit & Datenschutz dürfen wir uns keine Nachlässigkeiten erlauben! Der Staat muss hier für Verlässlichkeit und Vertrauen stehen.

·      Da hier die Anforderungen sehr hoch sind, brauchen wir nicht nur die Unterstützung durch eine insgesamt sehr gute Sicherheitsinfrastruktur bayern-, bundes- und europaweit, sondern in der Umsetzung auch die Zusammenarbeit vor Ort: Im Landkreis Miltenberg kooperieren Landkreis und Gemeinden sowohl bei der Umsetzung des Datenschutzes oder bei der digitalen Ausstattung der Schulen als auch perspektivisch bei der IT-Sicherheit.

·      Die kommunalen Verwaltungen bleiben das „Gesicht“ des Staates für unsere Bürger*innen. Die digitalen Angebote sind Grundlage dafür, dass wir für unsere Bürger*innen die Zeit haben für eine individuelle Beratung.

·      Wir brauchen die Grundlagen für eine medienbruchfreie Kommunikation zwischen den Behörden und einheitliche Standards für Schnittstellen unterschiedlicher Software-Lösungen anstelle zentralistisch einheitlicher Angebote.
 
Ich freue mich, wenn wir ergänzend zu bestehenden Angebote wie der Online-Kfz-Zulassung ab Winter 2020 wichtige Verwaltungsvorgänge komplett digital anbieten zu können.
Warm anziehen nur wegen des Wetters, die Digitalisierung gehen wir optimistisch und tatkräftig an!



Freitag, 22. November 2019

Fragen an den Landrat (20) - Schüler*innen-Interview "Frauen in der Politik"


Rede und Antwort stehen, wie hier in einem Interview mit Schüler*innen des HSG

Interview mit Schüler*innen zur "Frauen in der Politik"


Eine Schülergruppe des Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach am Main hat sich im November mit ein paar Fragen an mich gewandt, die mit der Frauenquote in der Politik und der Politik allgemein etwas zu tun haben.


Wie sind Sie dazu gekommen in die Politik zu gehen?



Bereits als Jugendlicher hatte ich ein großes Interesse für Geschichte und Politik. Nach einigen Jahren in der Jungen Union habe ich mich von dort besonders wegen der Atompolitik wieder abgewandt. 1994 bin ich im Alter von 19 Jahren während meines Studiums den Grünen beigetreten. Der Grund war darin gelegen, dass ich nicht nur mitreden, sondern auch mitgestalten wollte. Bei den Grünen wurde ich mit offenen Armen aufgenommen und konnte von Anfang an aktiv im Ortsverband Erlenbach und im Kreisvorstand mitarbeiten. Schon 1997 bekam ich das Vertrauen als Kreisvorsitzender.



Finden sie, dass zu wenige Frauen in der Politik sind?


Wenn wir uns den Anteil der Frauen von Bundestag bis zu unseren Gemeinderäten anschauen, müssen wir klar feststellen, dass es viel zu wenig Frauen sind. Politik ist noch immer stark männergeprägt. Bei den Grünen kann ich mich aber nicht beklagen, denn: Egal ob Bundesvorstand oder Bundestagsfraktion bis runter auf die Kreisebene haben wir stets mindestens genauso viel Frauen wie Männer. Das ist selbstverständlich und gut so, denn Frauen sind nun einmal die Hälfte von uns und wir brauchen ihren Blick auf die Dinge. In unserer Kreistagsfraktion sind von den 5 Mitgliedern sogar vier Frauen.


Wenn Sie meinen, dass zu wenige Frauen in der Politik sind, wieso sind so wenige Frauen in der Politik?


Die gewachsenen Strukturen in den Parteien sind oft aus der Vergangenheit von Männern dominiert und machen es Frauen oft schwer sich zu integrieren. Zusätzlich müssen sich Frauen oft vielen Erwartungen stellen, wenn sie berufstätig sind und für die Kinder oder auch pflegebedürftige Eltern oder Schwiegereltern Zeit aufbringen sollen. Da bleibt schlichtweg weniger Zeit für politisches Engagement bzw. es muss der Partner die Frau gezielt entlasten, damit dieses kommunalpolitische Engagement möglich ist.

Haben Frauen die gleiche Chance in die Politik zu kommen?


Grundsätzlich ja, aber wie bereits beschrieben, machen es die gewachsenen Strukturen Frauen oft nicht einfach. Wenn in einem Vorstand nur Männer sitzen, ist es als Frau nicht so einfach mitzumachen.

Haben Frauen genauso viel Sagen wie die Männer?


Ja aber sicher haben Frauen genauso viel zu sagen wie Männer! Der Blick von Frauen auf unsere Themen und Herausforderungen ist unverzichtbar. Und schauen wir uns mal im Landkreis bewusst um, es ist beachtlich, wir finden schon die Vorbilder, was Frauen auf die Beine stellen und bewegen können. Egal ob es Claudia Kappes als erste Bürgermeisterin oder Petra Münzel als erste Abgeordnete in unserem Landkreis Miltenberg sind, oder schauen wir auf das bürgerschaftliche Engagement mit dem grandiosen Fairfestival in Mömlingen, welches von vier jungen Frauen auf die Beine gestellt haben. Wer Politik ohne Frauen machen will, der meint auch, mit einem Auge sehe er so viel wie mit zweien!


Wie viele Frauen ,die mit Politik etwas zu tun haben, sind in ihrer Partei oder im Landtag?


Im Kreistag haben wir fünf Mandate, davon sind es vier Frauen. Deshalb führt auch Ansgar Stich die Kreistagsfraktion als einziger Mann… im Kreisvorstand haben wir gleich viele Frauen wie Männer, unsere Kreisvorsitzende ist Marion Becker. Seit ich vor 25 Jahren angefangen habe bei den Grünen mich politisch zu engagieren, ist es für mich selbstverständlich, dass Frauen und Männer gleich beteiligt sind. Und im neuen Jahr freue ich mich Katharina Schulze, unsere Fraktionsvorsitzende im Landtag, sowie unsere Bundesvorsitzende Annalena Baerbock im Landkreis Miltenberg begrüßen zu dürfen. Wir brauchen starke Frauen als Vorbilder.


Wir hoffen, dass Sie unsere Fragen beantworten können und freuen uns auf Ihre Antwort.


Mittwoch, 20. November 2019

Fragen an den Landrat (19) - Wie wollen Sie den ÖPNV im Landkreis Miltenberg verbessern?




In der vergangenen Woche stellte ich das Ergebnis einer Studie zum ÖPNV vor - in Sachen Versorgungsqualität liegt der Landkreis Miltenberg auf Platz 12 von 71 bayerischen Landkreisen. Kein schlechtes Ergebnis, aber dennoch wollen alle Menschen, die den ÖPNV im Landkreis Miltenberg, weitere Verbesserungen. Richtig so!


Verbesserungen beim Schienenverkehr

Ab Dezember 2019 erleben wir einen Erfolg unserer politischen Initiativen für ein besseres Angebot im Schienenverkehr auf der Maintalbahn. Während zwischen Miltenberg und Wertheim sowie Miltenberg und Walldürn vor allem Taktlücken geschlossen werden, erfolgt auf der am stärksten nachgefragten Strecke zwischen Miltenberg und Aschaffenburg eine deutliche Taktverbesserung:
  • Unter der Woche wird der zweistündige Regionalexpress zu einem 1-Stunden-Takt verdichtet!
  • Am Wochenende fährt die sehr gut nachgefragte Regionalbahn endlich im 1-Stunden-Takt statt wie bisher nur alle zwei Stunden.
  • Taktlücken am Abend werden geschlossen.
Auch zur Madonnenlandbahn gibt es Neuigkeiten aus der Streckenuntersuchung, die gemeinsam von Landkreis Miltenberg und Neckar-Odenwald-Kreis veranlasst wurde. Die Gutachter haben unter anderem festgestellt, dass es auch mit kleineren Maßnahmen möglich sei, die Fahrzeiten zu verkürzen. Das kann die Standzeit in Walldürn von 20 Minuten überflüssig machen, vermutlich einen weiteren Kreuzungsbahnhof ersparen und die Strecke durch passende Anschlüsse in Miltenberg und Seckach sowie Osterburken attraktiver machen. Die Westfrankenbahn plant, zwischen dem Miltenberger Bahnhof und Miltenberg West die Schienen zu erneuern und die Strecke zu begradigen. Dies werde Geschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern statt wie bisher 60 ermöglichen. Am Südende der Madonnenlandbahn sind zudem weitere Verbindungen ab Seckach – etwa nach Osterburken – überlegenswert.
Im Dezember werden im Kreisausschuss die ersten Ergebnisse des Potentialgutachtens für die Madonnenlandbahn vorgestellt.

Zwischen Miltenberg und Wertheim prüft die Westfrankenbahn Maßnahmen zur Beschleunigung der Fahrten, um endlich einen sauberen und einheitlichen Taktverkehr in Zukunft anbieten zu können.



Verbesserungen beim Busverkehr

Nach dem Ausbau des Busangebots in den vergangenen Jahren nehmen wir 2020 drei
Projekte in Angriff wie...
  • schnelle Busverbindung von Kleinwallstadt Bahnhof über Niedernberg & Großostheim an die S-Bahn-Linie 1 - die Umsetzung kann mit der neuen Vergabe ab Dezember 2020 erfolgen!
  • neue Busverbindung von Miltenberg über Eichenbühl und das Erftal nach Hardheim mit Anschluss an den Express nach Tauberbischofsheim/Würzburg - hier arbeiten wir an einem funktionierenden Fahrplankonzept!
  • Flexibleres Busangebot in den ländlichen Räumen in den Abendstunden und am Wochenende mit einem Ruf-Bus-System - hier arbeiten wir an einem Konzept für eine Pilotphase im Jahr 2020 für den Abendverkehr ab Obernburg/Elsenfeld und Miltenberg!

Durch den neuen Fahrplan ab 16. Dezember werden wir für einige Buslinien den Übergang zum Beispiel am Bahnhof Miltenberg verbessern.

Beibehalten werden gut angenommene neue Angebote wie der Bus von Mömlingen nach Groß-Umstadt oder die Verbindung von Miltenberg mit dem Bus nach Würzburg.

Auf-Achse-Ticket - und ein Job-Ticket RMV & VAB

An den Wochenenden werben wir um Fahrgäste mit dem von der VAB angebotenen „Auf-Achse-Ticket“ für Erwachsene fünf Euro, für Kinder und Jugendliche 3,50 Euro.

Knapp ein Fünftel der Kund*innen unseres VAB pendeln Richtung Rhein-Main. Größtes Manko ist ein fehlendes gemeinsames Job-Ticket über die Verbundgrenzen hinaus. Dieses Thema steht nun ganz oben auf der To-do-Liste einer Arbeitsgruppe unseres VAB mit dem RMV. Damit werden wir hoffentlich bis Ende 2020 zählbare Ergebnisse der Bemühungen im Strategieforum der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main erleben. Ein Handy-Ticket würde auch die Ticketfrage deutlich verbessern...
 

Länderübergreifende Lösungen

Angesichts von über 13.000 Einpendler*innen in den Landkreis Miltenberg und inzwischen fast 25.000 Auspendler*innen vor allem Richtung Frankfurt-Rhein-Main brauchen wir länderübergreifende Lösungen.
 

365-Euro-Ticket, Job-Ticket, Studierenden-Ticket

Egal ob es das 365-Euro-Ticket, das Job-Ticket oder das Studi-Ticket ist - wir brauchen länderübergreifende Lösungen. Deshalb ist unser Erfolg mit der Gründung des Strategieforums der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main so wertvoll, denn hier haben wir die notwendige Gesprächsplattform. Ich arbeite aktiv in der Facharbeitsgruppe Mobilität des Strategieforums mit, aus der bereits eine Arbeitsgruppe von RMV und VAB gegründet wurde, um ein bayerische-hessisches Handy-Ticket und länderübergreifende Tickets wie das Job-Ticket zu konzipieren...
 

… unsere Unternehmen brauchen den ÖPNV!

 
Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Norbert Dörr von Alcon Ciba Vision - wer über 400 Millionen Euro in den Standort im Landkreis Miltenberg investiert und über 200 neue Arbeitsplätze schafft, der braucht auch einen leistungsfähigen ÖPNV mit einer guten Bus-Anbindung für seine Fachkräfte. Wir arbeiten daran!
 
 

 … und natürlich die Elektrifizierung!

Wer mit dem Zug nach Frankfurt am Main bzw. ins Rhein-Main-Gebiet muss, kennt die Probleme des Umsteigens in Aschaffenburg. Deshalb arbeiten wir alle in der Region mit Nachdruck an der Elektrifizierung der Maintalbahn, denn nur elektrisch kommen wir aus Miltenberg umsteigefrei nach Frankfurt (Main).
 
Überzeugungsarbeit geleistet im Sommer 2019 und das grundsätzliche OK des Bundesverkehrsministers zur Elektrifizierung...

Noch nicht die Unterschrift unter der Elektrifizierung der Maintalbahn, aber einen wichtigen Schritt gegangen gemeinsam mit meinem politischen Freund, unserem Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann!
 

 

Freitag, 15. November 2019

Landrat vor Ort (25) - der Kulturwochenherbst des Landkreises Miltenberg

Ein besonderes Format - eine Konzertlesung im Grünen Saal zu Amorbach

 

Kulturwochenherbst - Die Konzertlesung im November 2019

 
Die Namen Theodor W. Adorno, Thomas Mann sowie Alban Berg und Ludwig van Beethoven - sie stehen kulturell und künstlerisch für höchste Ansprüche. Dies im Kulturwochenherbst des Landkreises Miltenberg? Steht das nicht automatisch für einen leeren Saal und die Erkenntnis, dass es Kultur nur in den Metropolen gibt, weil sie nicht in den ländlichen Räumen funktioniert?

 

Welche Bedeutung hat die Kultur für den Landkreis Miltenberg?

 
Bei der Konzertlesung im November 2019 haben die Menschen im Landkreis Miltenberg selbst die Antwort gegeben - ein voll besetzter Grüner Saal in der Abtei Amorbach, nachträglich hereingetragene Stühle sowie stehende Ovationen und mehrfache Zugaben zeigen: Die Kultur ist im Landkreis Miltenberg so sehr zu Hause, wie Theodor W. Adorno sein Amorbach und seinen Odenwald sein ganzes Leben lang geliebt hat.
Warum ist mir als Landrat die Kultur so wichtig? Zum einen ist sie Zeichen der Lebensqualität in unserer Heimat, zum anderen ist sie auch wichtig für die Attraktivität unseres Landkreises Miltenberg, gerade auch für die Fachkräfte, die wir in Zukunft brauchen. Für hochwertige Unterhaltung müssen wir nicht nach Frankfurt oder Würzburg reisen, wir können die Angebote hier wahrnehmen. Der Kulturwochenherbst ist einer der Besonderheiten unseres Landkreises - erfahren Sie mehr!
 



Michael Fürtjes liest aus Thomas Mann "Doktor Faustus" - einige der Besucher*innen werden sich, angeregt vom einzigartigen Vortrag, zu Hause erneut den Doktor Faustus zur Hand nehmen...
 


Begeisterungsstürme im Grünen Saal

 
Solche Begeisterungsstürme hat der altehrwürdige Grüne Saal im Amorbach wohl selten erlebt: Mit stehenden Ovationen würdigten die über 100 Gäste am Sonntagabend die beeindruckenden Leistungen des Pianisten Kotaro Fukuma und des Thomas-Mann-Experten und Musikphilosophen Michael Fürtjes bei der Konzertlesung „Adorno – Beethoven – Thomas Mann“.

Die Veranstaltung, organisiert von unserem Kulturreferat des Landkreises Miltenberg in Zusammenarbeit mit dem Fürstenhaus zu Leiningen, bildete einen Höhepunkt am Ende des Kulturjahres zu Ehren des Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno, dessen Todestag sich am 6. August 2019 zum 50. Mal jährte. Dabei schafften es die beiden Protagonisten auf der Bühne, die Zusammenhänge zwischen Adorno, Mann, Ludwig van Beethoven und Alban Berg herzustellen. Dass diese auch für diejenigen Zuhörer*innen klar wurde, die nicht auf allen kulturellen Ebenen Experten sind, war Michael Fürtjes zu verdanken, der zu Beginn eine kurze Einführung in die Materie gab. Aber auch Pianist Kotaro Fukuma erklärte Besonderheiten der Klavierwerke.

Dass der Philosoph, Soziologe und Musikphilosoph Adorno auch Komponist war und bei Alban Berg das Komponieren studiert habe, sei Fürtjes zufolge nur wenigen Musikexperten bekannt. Damit, ergänzte Kotaro Fukuma, sei auch klar, warum manche Tonfolgen von Adornos Kompositionen denen von Alban Berg verblüffend ähneln. Doch was hat Adorno mit Beethoven und Mann zu tun? Fürtjes konnte auch diese Frage auflösen, denn Beethovens Musik spielte für Adorno zeitlebens eine große Rolle.


Aus der Bekanntschaft Adornos und Manns und einem Artikel Adornos „Über den Spätstil Beethovens“ resultierte die Zusammenarbeit der beiden. Adorno sei der richtige, um ihm bei den musikwissenschaftlichen Passagen im achten Kapitel seines Romans „Doktor Faustus“ zu helfen, habe Thomas Mann geglaubt. Er habe Adorno eingeladen und ihm das Kapitel vorgelesen, wusste Fürtjes, im Gegenzug habe Adorno diverse Anmerkungen zu Beethovens Klaviersonate op. 111 beigesteuert. Adornos Deutung dieser Sonate sei zum Teil wörtlich in den ersten Teil des achten Kapitels von Manns Buch eingeflossen, erklärte der Thomas-Mann-Experte.

Dass Kotaro Fukuma zu den renommiertesten japanischen Künstlern gehört, diverse Preise gewann und auf der ganzen Welt unterwegs ist, mögen die wenigsten Zuhörer gewusst haben. Als er aber in den drei Klavierstücken Adornos – „Adagietto – Hommage à Bizet“, „Die böhmischen Terzen“, „Valsette“ – scheinbar mühelos auch schwierige Passagen meisterte und auch die teilweise komplexe Klaviersonate op. 1 von Alban Berg virtuos vortrug, hatte Fukuma das Publikum sofort auf seiner Seite.
 

Dass Fukuma und Fürtjes miteinander harmonieren, zeigte sich im Zusammenspiel der beiden Künstler. Während Fürtjes aus Thomas Manns „Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde“ las, steuerte Fukuma Klavierpassagen bei, in denen es um Beethovens letzte Klaviersonate geht. Ausdrucksstark und mit der Betonung auf den richtigen Silben traf Fürtjes stets den richtigen Ton. Man konnte förmlich eine Nadel fallen hören, als Fürtjes die Gäste szenisch in einen nur mäßig gefüllten Saal im Jahr 1900 entführte, in der Wendell Kretzschmar über Beethovens letzte Sonate philosophiert und vermutet, warum er keinen dritten Satz mehr komponierte. Unter den wenigen Gästen sind auch die Jungen Serenus Zeitblom und Adrian Leverkühn, die sich von dem rhetorisch ungeschickten und stotternden Kretzschmar nicht abschrecken lassen. Sie hören zu, wenn der Dom-Organist über den zweiten Satz von Beethovens Klaviersonate philosophiert und zur Auffassung kommt: Mit dem zweiten Satz habe Beethoven nicht nur diese spezielle Sonate, sondern die Sonate als Gattung an ein Ende geführt. Dank der gedämpften Töne aufgrund des geschlossenen Klavierdeckels konnte man bis in die letzte Reihe Fukumas Klavier und Fürtjes‘ Sprache deutlich hören und sich am gelungenen Zusammenspiel erfreuen. Lässt man die musikwissenschaftliche Thematik außen vor, gab dieses Buchkapitel den Gästen Zeugnis davon, dass Thomas Mann durchaus humorvoll schreiben konnte.

Nach der Pause bekamen die Gäste jenes Werk in Gänze zu hören, in dem es in der szenischen Lesung ging, als Kotaro Fukuma Beethovens komplette Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 spielte.

Das begeisterte Publikum rang dem Pianisten gleich drei Zugaben ab und gab damit zu erkennen, dass diese Konzert-Lesung genau den Geschmack der Gäste getroffen hatte. 

 

 
Einen guten Eindruck verleiht der Artikel im Main-Echo, verfasst von Dr. Heinz Linduschka; zum Artikel im Boten vom Untermain vom 12.11.2019 geht es hier.
 


Donnerstag, 14. November 2019

Fragen an den Landrat (18) - Wie soll die Digitalisierung trotz vieler Netzlücken gelingen?



Anforderungen der Digitalisierung


Alle unsere Lebens- und Arbeitsbereiche verändern sich derzeit durch den Prozess der Digitalisierung. Egal ob wir über die Mobilität der Zukunft, die Arbeit der Zukunft oder auch die Verwaltung der Zukunft sprechen, stets geht es darum, Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen.

Unser Grundproblem aber bleibt, gerade wenn man nicht in der Großstadt lebt: Auch Versorgungsgrade von über 80% mit z.B. Breitband von 50 Mbit/sec bedeuten noch immer große Versorgungslücken. Fehlendes Breitband und lückenhafter Mobilfunk sind nach wie vor Hemmnisse der Digitalisierung. Bei allem, was die Digitalisierung für unser aller Leben leisten könnte, müssen wir uns nichts vormachen. Die (digitale) Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse hat eine Voraussetzung. Das ist die Infrastruktur.

Klare Forderungen der bayerischen Landrät*innen!


Deswegen ist es gerade für die bayerischen Landkreise wichtig, dass im bayerischen Koalitionsver-trag steht, dass alle Haushalte in Bayern bis 2025 gigabitfähig sein sollen. In der Praxis vor Ort machen wir uns aber weiter Sorgen. Die Telekommunikationsunternehmen geben – trotz der grundsätzlich guten Breitbandförderprogramme des Freistaats Bayern – in Orten mit wenigen Haushalten zum Teil gar keine Angebote mehr ab. Der flächendeckende Breitbandausbau im Hochtechnologieland Deutschland scheitert nicht am Geld, sondern am mangelnden Ausbauwillen der Unternehmen. Der ländliche Raum, ich denke hier besonders auch an den südlichen Teil des Landkreises Miltenberg oder abseits liegende Siedlungen, darf bei der Digitalisierung nicht abgehängt werden! Wir brauchen hier die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung.

Arbeit vor Ort wird gemacht!


Vor Ort machen wir im Landkreis Miltenberg unsere Arbeit, gerne nenne ich nur kurz einige Beispiele:
  • Digitalisierung der Verwaltung im Landratsamt, z.B. durch die Teilnahme am Pilotprojekt des digitalen Baugenehmigungsverfahren und die Umstellung unserer Prozesse auf das digitale Arbeiten - Angebot rein digitaler Verfahren Ende 2010
  • Digitale Ausstattung unserer Kreisschulen und die Unterstützung der Gemeinden bei ihren Aufgaben, u.a. Glasfaseranschlüsse für die Schulen im Landkreis Miltenberg
  • Unterstützung der Gemeinden bei der Nutzung staatlicher Förderprogramme zur Schließung "weißer Flecken"
  • Unterstützung der Nutzung digitaler Möglichkeiten im Gesundheitswesen im Rahmen unserer Arbeit in der Gesundheitsregion.
  • Unterstützung beim Veränderungsprozess in der Arbeitswelt durch die Arbeit in der Innovationskommission Digitalisierung. Die konkreten Schritte werden wir im Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit vorstellen, zum Beispiel eine Weiterbildungsinitiatorin zur Unterstützung der Unternehmen und Betriebe bei der Weiterbildung der Mitarbeiter*innen für die Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt. In Kürze gibt es mehr Informationen hier.
  • Arbeit der Zentec im Bereich Digitalisierung und Innovation, z.B. über das Innovationsforum der Zentec, mehr Informationen hier.

... was uns u.a. noch - neben der Zeit - zum durchschlagenden Erfolg all unserer Bemühungen und Projekte fehlt, ist das flächendeckende, lückenlose Netz! Deshalb die deutliche Initiative des Bayerischen Landkreistags im Oktober 2019!


Dienstag, 12. November 2019

Fragen an den Landrat (17) - Wann wird die Berufsschule im Landkreis Miltenberg saniert?

Steht im Mittelpunkt des in Planung befindlichen Schulbauprogramms III

Bildung ist wichtiger Teil der Kreis-Entwicklung!

Mit Hochdruck sanieren wir seit 2015 an unseren Schulen in Erlenbach und Miltenberg, erfreuen uns am Erfolg des Hochschul-Campus Miltenberg mit dem Studiengang "Betriebswirtschaftslehre für mittelständische Unternehmen", arbeiten an der Digitalisierung der Schulen, etablieren eine Jugendberufsagentur, ...
 
... doch oft genug bekomme ich die Frage gestellt:
 

Wie sieht es mit der Berufsschule Miltenberg-Obernburg aus?

 
Eine klare, einstimmige Antwort hat nun dank der guten Vorarbeit der Ausschuss für Bau und Verkehr gegeben:
 
Ein einstimmiger Empfehlungsbeschluss für den Kreistag für ein Schulbauprogramm 3 des Landkreises Miltenberg mit zwei Säulen:
- sportliche Säule mit den Schulturnhallen
- berufliche Säule mit der Generalsanierung unserer Berufsschule
 

Einstimmig empfohlen: Das Schulbauprogramm 3 für den Landkreis Miltenberg

Noch während der Landkreis Miltenberg mit Hochdruck und höchstem finanziellen und personellen Einsatz das Schulprogramm 2 umsetzt und Sorge trägt für die digitale Ausstattung seiner Schulen, werde ich regelmäßig nach dem Sanierungsbedarf unserer Beruflichen Schulen gefragt. Das ist klar, denn in unserer Kreis-Entwicklung nimmt gerade die berufliche Bildung eine ganz wichtige Position ein - noch immer sind knapp die Hälfte der auf Rekordhöhe befindlichen über 43.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis Miltenberg in der Produktion beheimatet, dazu kommt das leistungsstarke Handwerk - das bedeutet sowohl Fachkräftebedarf als auch Perspektiven für junge Menschen!
 
Was empfiehlt der Ausschuss dem Kreistag mit dem Schulbauprogramm 3? Ein grundsätzliches politisches "JA" zu Investitionen in Höhe von 61 Millionen Euro (dies ist eine "grobe Kostenschätzung", genauer geht es im aktuellen Planungsstand noch nicht) für die Berufsschule mit ihren Standorten Miltenberg und Obernburg. Dazu kommen noch knapp elf Millionen Euro für die Generalsanierungen der Sporthallen der Gymnasien Miltenberg und Erlenbach (jeweils Doppelsporthallen) sowie den perspektivisch notwendigen Neubau einer Halle für das Amorbacher Karl-Ernst-Gymnasium (hier wird der Kreistag ebenfalls im Dezember den Grundsatzbeschluss zur Übernahme treffen) – insgesamt wird das neue Schulbauprogramm damit einen grob geschätzten Kostenumfang von 72 Millionen Euro haben.
 

Bildung ist Grundlage eines erfolgreichen Landkreises

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir über die Bedeutung von Bildung nicht ernsthaft diskutieren müssen. Egal ob aus der Perspektive des einzelnen Menschen oder aus Sicht des Landkreises Miltenberg, um seine Chancen im kommenden Jahrzehnt nutzen zu können. Bildung als Fundament der Kreisentwicklung hat eine große Bedeutung, was Initiativen und Projekte der vergangenen 5 1/2 Jahre unter Beweis stellen.
 

Bildung als Fundament der Kreisentwicklung:

 
- Umsetzung Schulbauprogramm 2
- Ausbau der Jugendsozialarbeit an den beruflichen Schulen
- Ausbau der IT-Versorgung unserer Kreisschulen
- Qualifizierung zur Bildungsregion
- Gründung einer Jugendberufsagentur
- Etablierung eines Studienangebots in Miltenberg
- Schaffung eines Bildungsmanagements im Landratsamt
- Veranstaltung einer Bildungskonferenz 2018 zum Übergang Schule - Beruf
- Veranstaltung einer Bildungskonferenz 2019 zur Gestaltung der Digitalisierung der Schulen
- Mitarbeit in der Weinheimer Initiative zur Förderung der beruflichen Bildung 
- Planung des Baus einer Doppelsporthalle für die Main-Limes-Realschule Obernburg
- digitale Ausstattung der Kreisschulen
 
 
Der Landkreis Miltenberg nimmt hier seine Verantwortung als Sachaufwandsträger sehr ernst, was sich zum einen im Engagement als Bildungsregion äußert, zum anderen in der Fürsorge für seine Schulen. Deshalb habe ich als Landrat für das im Herbst 2013 beschlossene Schulbauprogramm II Verantwortung übernommen und gemeinsam mit Kreisbauamt und Kreistag alles getan für eine gute und konsequente Umsetzung. Dass wir spontan die sich bietende Möglichkeit zur Schaffung eines Hochschulangebots in Miltenberg genutzt haben, zeigt deutlich, wie sehr der Kreistag und ich für den Bildungsstandort Landkreis Miltenberg stehen.

Erfolgreiches Schulbauprogramm II von 2014 bis 2020 in Umsetzung! 

Neben den Programmen zur Digitalisierung (Programm für den Glasfaseranschluss der Schulen sowie zur digitalen Ausstattung der Schulen) läuft das Schulbauprogramm II noch auf Hochtouren läuft.

Folgende Projekte sind abgeschlossen:
- Sanierung der Main-Limes-Realschule Obernburg
- Schaffung eines Hochschul-Campus Miltenberg
Noch auf Hochtouren laufen die Generalsanierungen von:
- Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach
- Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg

Ausstehend bzw. im Jahr 2013 aus dem Schulbauprogramm II herausgenommen:
- Sanierung der Schulturnhallen in Miltenberg und Erlenbach
- Schaffung fehlender Sporthallenkapazitäten in Obernburg
- Generalsanierung der Berufsschulstandorte Obernburg und Miltenberg
Noch mitten in der Generalsanierung: Das JBG in Miltenberg

2013: Keine Sanierung der Sporthallen - keine Sanierung der Berufsschule!

 
Nicht berücksichtigt sind im Schulbauprogramm II laut Beschluss des Kreistags von Herbst 2013 die Sporthallen-Einheiten, ebenso wurde damals dem Kreistag noch unter meinem Vorgänger mitgeteilt: Kein Sanierungsbedarf an den beruflichen Schulen! Nichstdestotrotz haben wir unter meiner Verantwortung als Landrat u.a. die IT-Infrastruktur an den Berufsschulstandorten instandgesetzt und die Sanierung der Berufsschulmensa in Obernburg sowie zahlreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt!

Schulbauprogramm III von 2020 - 2026 nimmt konkrete Formen an

Während also in Erlenbach und Miltenberg noch intensiv saniert wird, nimmt das Schulbauprogramm III des Landkreises Miltenberg von 2020 bis 2026 in den Planungen des Kreisbauamtes konkrete Formen an. Kreisbaumeister Andreas Wosnik stellte dem Ausschuss für Bau und Verkehr bereits Anfang Juli ein Modell vor, in welcher Reihenfolge und in welchen Jahren man Planung und Bau der zentralen Projekte angehen will.
Eine so frühe Einbindung in die Konzeptionsarbeit kennt der Kreistag vom Schulbauprogramm 2 nicht.

Gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Ehmann und Kreisbaumeister erörtern wir die nötigen Sanierungsschritte am Berufsschulstandort in Miltenberg.
 

 Zentral: Generalsanierung der Beruflichen Schule Miltenberg-Obernburg



Herzstück des Schulbauprogramms III wird die Berufsschule Miltenberg-Obernburg. Aus einer Grafik war ersichtlich, dass vor allem die Planung für den Teilneubau und die Sanierung der Berufsschulen in Miltenberg und Obernburg ein dicker Brocken werden wird. Man versuche, die beiden Projekte bei der Regierung von Unterfranken als ein Projekt genehmigt zu bekommen, sagte der Kreisbaumeister. Auch die Erstellung des Raumprogramms für eine Berufsschule sei eine komplexe Aufgabe, so dass für die umfassende Planungszeit rund zweieinhalb Jahre veranschlagt werden. Wosnik, der schon jetzt in Gesprächen mit der Berufsschule ist, möchte unverzüglich auf Basis eines zu erstellenden Raumprogramms mit der konkreten Planung beginnen und rechnet damit, dass diese erst Mitte 2022 beendet ist. Die Arbeiten könnten dann Mitte 2022 beginnen und würden bis Ende 2026 dauern, glaubt er. Dass auch die Bauarbeiten so lange dauern werden, hat mehrere Gründe. Zum einen sind in Miltenberg Teile der Berufsschule nicht mehr nutzbar, andere sind in einem energetisch schlechten Zustand. Ähnliches vermeldete Wosnik auch aus Obernburg. In Obernburg machten zudem die beengten Verhältnisse eine Planung schwierig. Deshalb gelte es, die Ausnutzung der Flächen in Miltenberg zu optimieren – beispielsweise im Hinblick auf die Sanierung der Berufsschule am Standort Obernburg. In Miltenberg rechnet Wosnik neben der Sanierung auch mit einem Teilneubau aufgrund der maroden Bausubstanz.

 

Ebenfalls zu berücksichtigen: die Sporthallen für unsere Kinder und Jugendlichen 


Die intensive Planungszeit soll für das Projekt der Sporthallen-Sanierungen genutzt werden. Die Planung für die Doppelsporthalle der Main-Limes-Realschule Obernburg läuft bereits, gebaut werden könnte vielleicht schon Mitte 2020, gerechnet wird mit eineinhalb Jahren Bauzeit. Die Hallen an den Gymnasien Miltenberg und Erlenbach, beide aus dem Jahr 1970, müssen generalsaniert werden. Die Planung für Miltenberg wird von 2020 bis Mitte 2021 dauern, gerechnet wird mit einer Bauzeit von einem Jahr ab Frühjahr/Sommer 2021. In Erlenbach soll die Planung 2021 beginnen, gebaut werden könnte im Frühjahr/Sommer 2022. Beide Sanierungen sollen mit Mitteln des Finanzausgleichgesetzes gefördert werden. Aus Mitteln des Bauunterhalts will der Landkreis den Boden und die Fassade der Dreifachturnhalle in Miltenberg-Nord sanieren. Die Planung soll Mitte 2020 beginnen, mit einem Jahr Bauzeit wird gerechnet – vermutlich im Jahr 2021. Die Kosten für die genannten Maßnahmen konnte Wosnik noch nicht nennen, da es sich bislang nur um eine grobe Konzipierung handelt. Sobald es konkret wird, werde man die Maßnahmen mit Zahlen unterlegen und auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen in den jeweiligen Haushalten abgebildet werden.


Kreistag trifft im Dezember 2019 die Grundsatzentscheidung zum Schulbauprogramm 3  


Das vom Kreisbauamt bisher vorgelegte Konzept ist schlüssig, wir stehen zu unserer Berufsschule mit den Schulstandorten Obernburg und Miltenberg. Die wichtige Grundsatzentscheidung zum Schulbauprogramm III wird der Kreistag am 16. Dezember 2019 treffen - der Ausschuss für Bau und Verkehr empfiehlt einstimmig den Beschluss - ein gutes, ein wichtiges Signal für die Zukunft des Landkreises Miltenberg.
 

Und hier das Thema im Main-Echo.