Persönliches - Biographisches

 

Wer in politischer Verantwortung steht, von dem wollen die Bürgerinnen und Bürger auch wissen, was für ein Mensch er ist. Deshalb möchte ich Ihnen auf der Seite einen behutsamen Einblick in meinen Lebensweg und zu meiner Person über das Amt hinaus geben:
Als Vater von vier Kindern, zwei erwachsenen Töchtern und einer weiteren Tochter sowie einem Sohn lebe ich gemeinsam mit meiner Ehefrau Anne in Wörth am Main. 1974 geboren in Erlenbach am Main, wuchs ich gemeinsam mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder in Wörth am Main auf, wo ich von 1980 bis 1984 die Grundschule besuchte. Meine Mutter, leider bereits verstorben im November 2017, stammte ursprünglich aus Hof und kam als junge Lehrerin nach Jugend und Studium in München an den Bayerischen Untermain. Mein Vater, gebürtiger Rheinländer, leitete als Elektromeister mehrere Jahrzehnte einen Installationsbetrieb selbstständig. 

Schule und Ausbildung

Während meiner Zeit bis 1993 Besuch des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach am Main erfolgte der Umzug meiner Familie auf die andere Mainseite auf die Höhe in den Erlenbacher Stadtteil Mechenhard. Prägende Stationen meiner Jugend war sicherlich neben meiner Entscheidung, meiner Fußball-Leidenschaft als Schiedsrichter für den SV Frankonia 1919 Mechenhard etwa 15 Jahre bis zur Bezirksoberliga nachzugehen, der „Marsch nach Bonn“. 1991 waren wir Schülerinnen und Schüler von einem Projekttag mit Rüdiger Nehberg derart beeindruckt, dass wir es ihm nachtun wollten – zu Fuß und ohne Geld mit 800 Unterschriften gegen die Ermordung der Yanomami-Indianer in Brasilien ab nach Bonn, um dort die Unterschriften in der brasilianischen Botschaft zu übergeben.
Nach meinem 1993 abgelegten Abitur am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach folgte bis 1997 das Studium der Fächer Germanistik, Geschichte, Sozialkunde und Evangelische Religionslehre an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, welches ich mit dem Ersten Staatsexamen als Hauptschullehrer an der Universität Würzburg beendete.

Berufliches Engagement

Nach einer mehrmonatigen Lehrtätigkeit beim Bildungsträger bfz absolvierte ich ab September 1998 bis Sommer 2000 die zweite Ausbildungsphase für das Hauptschullehramt an der Verbandsschule Faulbach, damals wohnhaft in Klingenberg – Trennfurt. Nach dem Zweiten Staatsexamen erfolgte der Umzug in mein Elternhaus nach Wörth am Main und als Lehrer wechselte ich an die Hans-Memling-Volksschule Mömlingen. Dort wirkte ich sechs Jahre als Klassenleiter, ergänzte meine Ausbildung um die Befähigung für den Schwimmunterricht und legte das Staatsexamen als Qualifizierter Beratungslehrer ab. Für ein Jahr fungierte ich als kommissarischer Stellvertretender Schulleiter, bevor ich im Sommer 2006 als Konrektor an die Dr.-Konrad-Wiegand-Volksschule nach Klingenberg a. Main wechselte. Dort waren neben meiner Klassleitung besondere Aktivitäten die Einführung der vertieften Berufsorientierung, der Jugendsozialarbeit oder meine Mitarbeit im Krisen-Interventions-Team.

Leitung der Verbandsschule Faulbach

Im Sommer 2008 wurde ich zum Rektor der Verbandsschule Faulbach berufen. Zu den besonderen Herausforderungen der sechs Jahre als Rektor der Grund- und Mittelschule gehörten u.a.
- Einführung der Ganztagsschule für Grund- und Mittelschule
- Einführung der beruflichen Orientierung in der Mittelschule
- Einführung des jahrgangsgemischten Lernens in der Grundschule
- Modellversuch "Flexible Grundschule"
- Profilschule "Inklusion"
- Schulpartnerschaft mit Wola Sernicka in Polen
Gekrönt wurde meine Zeit in Faulbach mit der Auszeichnung "Starke Schule" - noch heute freue ich mich immer, wenn ich an meine "alte" Schule zurückkomme. 

Eine ganz besondere Zeit - sechs Jahre Schulleiter im Südspessart

Faulbach im Herbst 2018 anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Ganztagsschule Faulbach, eines von vielen wunderbaren Projekten aus der Faulbacher Zeit 2008 bis 2014.

Abschied von meiner Zeit als Lehrer und Schulleiter

Am 30. April 2014 war mein letzter offizieller Arbeitstag als Rektor und Lehrer - ich wechselte nach 12 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in der Kommunalpolitik nach der erfolgreichen Wahl am 16. März bzw. der erfolgreichen Stichwahl am 30. März 2014 in das Amt des Landrats.

Ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik:

Vor der Wahl zum Landrat stand ein langjähriges kommunalpolitisches Engagement, welches nach einer kurzen Jugendphase in der Jungen Union mich 1994 schließlich zu Bündnis 90 / Die Grünen führte. Nach meinem Engagement mehrere Jahre als Kreisvorsitzender und der Gründung eines Grünen Ortsverbandes in Wörth am Main kandidierte ich 2002 erfolgreich für den Kreistag im Landkreis Miltenberg.

Parteiübergreifend denken - die Wurzeln liegen in Wörth

2008 wurde ich auf einer gemeinsamen rot-grünen Liste in den Stadtrat sowie zum 3. Bürgermeister in Wörth am Main gewählt, ebenso erfolgte erneut meine Wahl in den Kreistag, wo ich weiter Fraktionsvorsitzender war.
In Wörth am Main begann auch institutionell meine Neigung, über parteipolitische Grenzen hinweg zu denken und zu arbeiten. Für die Stadtratswahl 2008 begannen die Wörther Grünen und der SPD-Ortsverein eine bis heute anhaltende Zusammenarbeit, welche sich auch aktuell in einer gemeinsamen rot-grünen Stadtratsfraktion äußert.

Parteiübergreifend Denken - Voraussetzung für das Amt des Landrats

Die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit in Wörth am Main kann man mit als eine der wichtigen Wurzeln für die parteienübergreifende Landrats-Kandidatur im Jahre 2014 sehen, als ich gemeinsam für SPD, Bündnis 90/Die Grünen und ÖDP antreten konnte. Die Erfahrungen aus der Zeit im Kreistag von 2002 bis 2014 trieb nicht nur mich an, sondern auch viele Kreisrätinnen und Kreisräte anderer Fraktionen, dass wir für einen anderen Politikstil eintreten. Das Miteinander Reden und Diskutieren darf nicht an Fraktionsgrenzen enden, weshalb für mich nicht nur die Wahl zum Landrat ein Erfolg ist, sondern noch mehr, dass wir seit 2014 eine viel offenere und sachorientiertere Diskussionskultur im Kreistag etablieren konnten. 
Diese Arbeit ohne Parteibrille, aber am Interesse und Wohl des Landkreises setze ich auch heute fort, im Kreistag in der Zusammenarbeit mit allen sieben Kreistagsfraktionen sowie der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit meinem Stellvertreter Thomas Zöller, in der guten Zusammenarbeit mit unseren 32 Bürgermeistern jeglicher Couleur oder in der Zusammenarbeit mit unseren Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann, Bernd Rützel und Manuela Rottmann, bei der die Partei-Farbe keine Rolle spielt.

Und wo bleibt die Freizeit?
In Anbetracht der vielfältigen Aufgaben als Landrat kommt die Freizeit natürlich naturgemäß etwas kurz. Denn, wie Sie hier sehen können, gibt es neben der Verantwortung für das Landratsamt und den Kreistag mit seinen vielfältigen Gremien eine Vielzahl weiterer Aufgaben als Landrat.

Weitere Aufgaben des Landrats des Landkreises Miltenberg:
- Vorsitzender der Stiftung Altenhilfe
- Vorsitzender der Rohe`schen Stiftung
- Vorsitzender des Forums der Gesundheitsregion plus
- Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenter Miltenberg
- Vorsitzender des Naturschutzbeirats
- Vorsitzender des länderübergreifenden Tourismusverbandes Spessart-Mainland e.V.
- stellvertr. Vorsitzender des Tourismusverbandes Odenwald-Bergstraße e.V.
- stellvertr. Vorsitzender des GeoNaturparks Odenwald-Bergstraße e.V.
- Vorstandsmitglied Naturpark Spessart e.V.
- Beiratsmitglied Tourismusverband Franken e.V.
- Beiratsmitglied Helios-Kliniken Miltenberg-Erlenbach

Ehrenamtliche Tätigkeiten im Landkreis Miltenberg:
- Vorsitzender der LAG Main4Eck e.V.
- Vorsitzender der Burglandschaft e.V.
- Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes e.V.
- Schirmherr der Verkehrswacht Miltenberg e.V.
- Vorsitzender des Bischoffischen Fonds

Bayerischer Landkreistag:
- Mitglied im Innovationsring des Bayerischen Landkreistags
- Mitglied im Bezirksverband Unterfranken
- Mitglied im Ausschuss für Landesentwicklung und Umweltfragen
- Mitglied im Landesschulbeirat
- Mitglied im Stiftungsrat des Bildungspaktes Bayern
Sparkasse Miltenberg-Obernburg:
- Verwaltungsratsvorsitzender
- Vorsitzender der Kulturstiftung der Sparkasse
- Mitglied des Bezirksverbands
Kommunale Zusammenarbeit in der Region Bayerischer Untermain:
- Stellvertr. Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes
- Stellvertr. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zentec GmbH
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zentec MIL GbR
- Vertreter der Region Bayerischer Untermain bei der FrankfurtRheinMain – Marketing of the   Region
- Mitwirkung im Strategieforum der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main sowie in 
  verschiedenen Facharbeitsgruppen
- Mitglied des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Aschaffenburg
- Stellvertr. Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung
Komplett aufgegeben habe ich weitere Ämter bei den Grünen, sowohl die hochinteressante Aufgabe im Landesausschuss der bayerischen Grünen nach vier spannenden Jahren von 2015 bis 2019 als auch den Vorsitz des Wörther Ortsverbandes der Grünen. So kann ich mich zeitlich noch stärker auf meine Aufgaben als Landrat konzentrieren.

Freizeit ist unerlässlich zum Kraft tanken und zur Entspannung

Trotz allem geht es mir wie Ihnen - neben dem Beruf ist es wichtig, Zeit für die Familie und Zeit für sich selbst zu haben. So besitzt das gemeinsame Frühstück mit meiner Familie einen sehr hohen Stellenwert. Und was kann es Schöneres geben als wenn meine Kinder mich bitten, ihnen noch ein Kapitel aus einem der "Fünf Freunde" - Bücher von Enyd Blyton vorzulesen?
Doch womit verbringe ich meine Freizeit? Nie verzichten möchte ich auf das Lesen, sei es die regelmäßige Lektüre von Büchern oder z.B. der Wochenzeitung "Die Zeit". Auf meinem Schreibtisch liegen täglich das Main-Echo, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine.

Der Zug - mehr als ein Fortbewegungsmittel für mich

Eines meiner ganz großen Hobbys sind Zugfahrten. Hierbei kann ich wunderbar entspannen und ich genieße das Reisen auf Schienen. So bin ich schon mit einer Schülergruppe bis nach Lublin gereist, dienstlich nach Wien, Berlin oder Brüssel sowie privat bis nach Dänemark, Wien oder Catania auf Sizilien. Und nach Südtirol geht es immer entspannt mit dem Zug, so wie auch, falls möglich, mit der Westfrankenbahn ins Amt nach Miltenberg oder zu dienstlichen Terminen nach Aschaffenburg.
Wenn möglich, mein Fortbewegungsmittel zum Landratsamt

Ansonsten bleibt mir irgendwie noch etwas Zeit, um gelegentlich zu laufen und dann auch am Landkreis-Lauf, dem Barbarossa-Lauf, dem Römerlauf, dem WIKA-Marathon, dem Engelberg-Lauf oder dem MainDuathlon in Miltenberg teilzunehmen.

Laufen macht einfach nur Spaß, wie dieses Bild vom Römerlauf 2019 doch eindrucksvoll beweist...
Und im Sommer geht`s auch gerne mal mit dem Rad zur Arbeit, auch um rechtzeitig fit zu werden für die Drei-Länder-Radtour durch den Odenwald!
Neben der sportlichen Neigung genieße ich Chorkonzerte, symphonische Blasmusik, klassische Musik oder einen Theaterbesuch.
Und als kleiner Tipp an Donald Trump - seine Hemden selbst bügeln, entspannt nicht nur ungemein, es fällt einem dabei auch so manch eine GUTE Lösung für Probleme ein.
Und trotz all der Arbeit und Verantwortung darf der Sport nicht zu kurz kommen ... auch wenn man hier dann politische Partner trifft...
Nicht ganz im Takt, aber bei wichtigen Projekten wird doch Hand in Hand gearbeitet, denn was letztlich zählt, ist nicht parteipolitische Färbung, sondern das Vorankommen des Landkreises Miltenberg.
 

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