Donnerstag, 15. Oktober 2020

Unser THW - immer einsatzbereit, bundesweit und vor Ort im Landkreis Miltenberg!


Unser funktionierendes Sicherheitswesen im Landkreis Miltenberg hat vier starke Säulen: Neben unserer Polizei sind dies die drei ehrenamtlichen Säulen der Freiwilligen Feuerwehren, des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes sowie der beiden Ortsverbände der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerkes. In den vergangenen Jahren wurde es gute Praxis, die Ehrung verdienter THW-Kamerad*innen in den Ehrenabend des Landkreises Miltenberg zu integrieren. Aufgrund der Pandemie haben wir auch hier einen neuen und guten Weg gefunden, vier THW-Mitglieder für ihren jahrzehntelangen Einsatz auszuzeichnen. Die Auszeichnungen für bürgerschaftliches Engagement sind mir persönlich sehr wichtig sind.

Das THW ist immer da, wenn man es braucht, das ist etwas, was sich nicht nur Verantwortliche, sondern die gesamte Bevölkerung bewusst machen sollten. Erst jüngst hat das THW dies unter Beweis gestellt. Im Frühjahr 2020 noch mit den Einsätzen beim fast historischen Winter in den Alpen mit dramatischen Schneemengen, dann ab März 2020 im bislang längsten Katastrophenfall Bayerns, der Corona-Pandemie. Mit zahlreichen Versorgungsfahrten haben die THW-Ortsgruppen Miltenberg und Obernburg zu einer Versorgung mit den dringendsten Materialen zur Bewältigung der Corona-Pandemie in den Landkreis zu transportieren. Ihr Engagement ist unverzichtbar, so mein Dank an die THW-Mitgliedern.

Friedrich Hauck (Großheubach) ist seit 50 Jahren im THW aktiv – im Bergungszug als Helfer, Gruppen- und Zugführer, 1995 übernahm er die Leitung des ersten Technischen Zuges mit der Fachgruppe Wassergefahren. Er half bei der Bewältigung der Erftal-Katastrophe und den Stürmen Vivian und Wiebke, absolvierte viele Lehrgänge, wurde 1999 Ausbildungsbeauftragter und Verbindungsmann im Ortsverband Miltenberg, ist als Fachberater im Katastrophenfall im Katastrophen-Stab beim Landratsamt eingesetzt und vertritt das THW Miltenberg in den Bundesversammlungen.


Renate Zipf (Großheubach) ist seit 40 Jahren aktiv. Als sie 1979 dem THW beitrat, war eine Frau in dieser Organisation noch etwas Besonderes. Sie war zunächst im Bereich der Küche tätig und unterstützte hier ihren späteren Mann Ruthard, der Verpflegungstruppführer war. 1997 absolvierte sie die Grundausbildung und unterstützte den Ortsverband Miltenberg zuerst im Zugtrupp und war anschließend in der Leitung der Jugendgruppe tätig. Für dieses Amt besuchte sie zahlreiche Fachlehrgänge. Seit 2014 leitet sie den Verpflegungstrupp.


Michael Wolf (Großheubach) ist seit 25 Jahren aktiv. Er trat 1994 der THW-Jugendgruppe bei, absolvierte 2001 die Grundausbildung und wurde in der Fachgruppe Wassergefahren eingesetzt. Die zweite Bergungsgruppe führte er von 2009 an. 2018 gab er sein Amt als Gruppenführer in jüngere Hände, steht dem Ortsverband aber weiter tatkräftig zur Seite. Er kümmert sich mit dem Werkstatt-Team um den Fahrzeugpark und ist für die Kraftfahrer-Ausbildung verantwortlich. Neben vielen Lehrgängen hat er Einsätze bei Hochwässern und dem Schneechaos in Reit im Winkl absolviert.


Jürgen Fath (Hausen) trat 1994 mit elf Jahren als Junghelfer in das THW ein, absolvierte die Grundausbildung, bildete sich in Lehrgängen weiter, begann 1999 als Fachhelfer in der Fachgruppe Ölschaden und ist seit 2017 Truppführer dieser Fachgruppe. Geschätzt wird er als vielseitig einsetzbarer Fahrzeugführer und hervorragender Handwerker. Er ist Träger der Bundesflutmedaillen 2002 und 2013 und war bei der Schneekatastrophe Berchtesgadener Land 2019 im Einsatz. Er übernimmt auch weitere Aufgaben wie die Erstellung des Hygieneboards in der THW-Unterkunft.


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