Mittwoch, 11. September 2019

Landrat vor Ort (12) - der 14. Lauftag des Landkreises Miltenberg

Rekordteilnehmerzahl - über 750 Läuferinnen und Läufer machen das nasskalte Wetter zum "idealen" Laufwetter!

Eindrucksvoll zeigen die Sportlerinnen uns Sportler Solidarität mit Steffen Lieb - und appellieren zur Typisierung am Sonntag, 15. September, von 11 bis 15 Uhr in der Schulsporthalle in Großwallstadt. Mehr Infos hier.

Links werde ich nie stehen - die Siegerinnen und Sieger beim Halbmarathon!

Meine "Liga" ist der politische Lauf: 10 km laufen mit Dauerdiskutieren mit meinem Laufpartner, unserem Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann.

Danke für die Bilder an Winfried Zang (1-3) sowie Jörg Meisenzahl (4).

Sonntag, 8. September 2019

Landrat vor Ort (11) - ein Wochenende im September 2019

Der Start eines langen Wochenendes erfolgte am Samstagmorgen in Klingenberg-Trennfurt beim Förderverein für das Freibad. Unsere Freibäder sind wichtig für unsere Lebensqualität und für die Schwimmfähigkeit unsrer Kinder. Deswegen unterstützt der Landkreis Miltenberg im Rahmen der Jugendhilfe die Schwimmbäder mit einem Förderprogramm Schwimmfähigkeit seit 2018.

Weder Bürgermeister Ralf Reichwein noch ich als Landrat schwimmen an diesem Tag selbst - ich selbst schone mich angesichts eines leichten Magen-Darm-Infekts für den Landkreis-Lauf am Sonntag. Aber einig sind Ralf Reichwein und ich uns in Sachen Bedeutung der Freibäder und Dankbarkeit für das bürgerschaftliche Engagement - wegen letzterem bin ich auch froh, dass wir im Kreistag das Gezänk um die Bayerische Ehrenamtskarte beenden konnten und diese erfolgreich im Landkreis Miltenberg eingeführt haben.

Weiter geht`s nach Eichenbühl, einem weiteren Beispiel großen ehrenamtlichen Engagements. Ohne den Zusammenhalt der Vereine gäbe es hier nicht über 50 Jahre das legendäre Bergrennen den Umpfenbacher Berg hoch. Viel Glück wünsche ich mit Gemeinderat Joachim Schmedding und einem jungen Motorsportfreund dem Lokalmatador Christof Hörnig.

Lockt jedes Jahr Tausende Fans nach Eichenbühl in den Landkreis Miltenberg - das Bergrennen, organisiert vom Team rund um Steffen Hofer. 

Noch am Samstag geht es weiter nach Mönchberg, ein ganz wichtiger Tag für die Gemeinde und die Kommunale Jugendarbeit: Mit 100 Gästen wird der Einstieg in die Offene Jugendarbeit gefeiert. Mein Plädoyer: Entscheidend für die Bindung junger Menschen an ihre Heimat ist die Jugendarbeit: Je mehr Kinder und Jugendliche eingefunden werden in einer guten Vereinsarbeit und einer guten Offenen Jugendarbeit, umso stärker wird die Bindung zum Heimatort - und so bleiben junge Menschen später gerne in ihrer Heimat oder kehren nach Ausbildung oder Studium zurück. So wird die Jugendarbeit zu einem wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Landkreis Miltenberg.

Apropos Mitwirkung junger Menschen: Auch noch am Samstag gibt es ein gemeinsames Grillfest der Grünen Jugend und der Alt-Grünen (das bin ich :)) in Kleinwallstadt. Natürlich mit dabei! Im Bild die leckeren Salate - und ja, es gab auch Fleisch, von heimischen Tieren aus einer Handwerksmetzgerei!

Der Samstag endet mit einem Besuch beim TV Kirchzell, der mit seiner jungen Truppe den Kampf in der 3. Liga führt. Noch wichtiger als das unglückliche Spiel an diesem Abend: die Unterstützung für den Handball-Kameraden Steffen Lieb aus Großwallstadt.

Zum 14. Mal rief der Landkreis Miltenberg zum Landkreis-Lauf - und trotz nasskaltem Wetter hatten wir Rekordbeteiligung - vor allem Dank der Aktion www.lasstmallebenretten.de für Steffen Lieb und die Typisierungsaktion am Sonntag, 15. September, ab 11 Uhr in Großwallstadt in der Sporthalle am Schulzentrum. Zum zweiten Mal nach 2018 laufe ich die 10km gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann - beim Laufen sprechen für über große und kleine politische Themen - und machen so sinnvolle Politik abseits parteipolitischer Grenzen zum Wohle unseres Landkreises!

Mittags gab es einen Abstecher zum Markt in Eschau - mit im Angebot frisches Obst aus dem Landkreis Miltenberg, wie bei Matthias Wolf aus Leidersbach, nebenbei auch engagierter Gemeinderat in Leidersbach. Am Montag nehmen wir übrigens auch probeweise eine Fußgängerampel im Ortsteil Ebersbach in Betrieb. Sinn der Testphase: Wir probieren aus, ob wir die Verkehrssicherheit auf der Kreisstraße erhöhen können.

Gemeinsam mit Eschaus Bürgermeister Michael Günther und seinem Röllbacher Kollegen Rudi Schreck besuchen wir die beeindruckende Ausstellung zur Elsavatalbahn, ein wunderbares Kapitel der Geschichte im Spessart. Eindrucksvolle Exponate, Bildaufnahmen und Erinnerungen an die Geschichte der Eisenbahnstrecke Heimbuchenthal - Obernburg/Elsenfeld, in besten Zeiten gar mit einer Direktverbindung der Bahn von Heimbuchenthal zu den Glanzstoffwerken. 

Unglaublich detailgetreue Nachbildung des Bahnhofs von Heimbuchenthal - bis ins letzte Detail der Weichen alles wie im Original! Im Einsatz die Baureihe 64, die gemeinsam mit dem Uerdinger Schienenbus die Strecke bediente. Hätte ich nicht zur 2. Siegerehrung zurück nach Elsenfeld gemusst, ich wäre den ganzen Tag in Eschau geblieben!

In Eschau habe ich noch einen kurzen Besuch im Alten Rathaus bei unserer Burglandschaft gemacht. Der Renner in diesem Sommer - die tollen Ferienangebote des Vereins Burglandschaft in Spessart und Odenwald! 

Weinbergswanderung in Großheubach - diese traditionelle Veranstaltung der Winzerfamilien in Großheubach war der Abschluss meines Wochenendes. Interessante Informationen gab Sstefan Kremer, Vorsitzender der Winzerfamilien, nicht nur Bürgermeister Günther Oettinger und mir und der Weinprinzessin Sina, sondern gefühlt 100 Interessierten.

So endete mein Wochenende mit vielen Eindrücken aus dem Landkreis Miltenberg - und mit einem knappen Dutzend Arbeitsaufträgen aus Bürgergesprächen an diesem Wochenende. Genau das ist der Sinn meiner Wochenenden - der direkte Kontakt! Anschließe war noch Zeit für einen rein privaten Besuch auf dem Fußballplatz sowie den Abend in der Familie.

Freitag, 6. September 2019

Landrat vor Ort (10) - Bestehen Bus und Bahn im Landkreis Miltenberg den Praxistest?

Wer über den ÖPNV spricht, der muss wissen, wovon er spricht - deshalb der jährliche ÖPNV-Tag gemeinsam mit den Miltenberger Kreis-Grünen

Warum ein ÖPNV-Tag? Wissen, worüber entschieden wird...

Einmal im Jahr lade ich gemeinsam mit dem Kreisverband und der Kreistagsfraktion der Grünen zu einem ÖPNV-Tag ein - wir erkunden den Landkreis Miltenberg mit Bus & Bahn. Warum das? Wer sich politisch mit einem Thema beschäftigt, muss sich auch auskennen. Grundsätzlich kein Problem für die ehemalige Landtagsabgeordnete Petra Münzel, die genau wie ich eine Abo-Karte unseres Tarifverbunds VAB besitzt. Wer Interesse an den Abo-Angeboten hat, kann sich hier informieren. Aber dieser Tag dient auch dazu, mit anderen Nutzerinnen und Nutzern von Bus und Bahn ins Gespräch zu kommen - auch am ÖPNV-Tag 2019 gab es hier wichtige Rückmeldungen.
 
Die auch landschaftlich sehr reizvolle Tour führte mit dem Linienbus von Obernburg/Elsenfeld mit Linie 64 über Eschau nach Stadtprozelten mit der Linie 83. Die Linie 83 führt erst seit Dezember 2018 von Miltenberg über Eschau und Altenbuch sowie Stadtprozelten weiter nach Wertheim, wo Anschluss mit der Linie 977 nach Würzburg führt. Diese Linie bindet von Miltenberg aus Bürgstadt und den Südspessart im 1- bis 2-Stunden-Takt Würzburg an.
Von Stadtprozelten aus ging es mit dem Zug weiter nach Miltenberg und nach einem kurzen Aufenthalt zurück nach Obernburg. Die letzte Strecke führte dann mit dem Bus nach Mömlingen und wieder zurück nach Obernburg/Elsenfeld. 

Drei wichtige Bahnstrecken sind das Rückgrat des ÖPNV im Landkreis Miltenberg



Viel Gesprächsstoff rund um Bus und Bahn im Landkreis Miltenberg - hier in einem der bereits top modernisierten und barrierefreien Triebwagen der Baureihe 642

Zahlreiche Verbesserungen im Bahnangebot ab Dezember 2019

 
Mit im Fokus standen natürlich die zahlreichen Verbesserungen auf der Maintalbahn: Von Dezember 2019 an wird es mehr Verbindungen zwischen Miltenberg und Aschaffenburg geben.
 
Für zwei wichtige Pakete im rahmen des neuen Verkehrsvertrags habe ich mich gemeinsam mit dem Kreistag und unseren Abgeordneten im vergangenen Jahr. Und das aus gutem Grund, denn die Bahn ist vor allem für die Pendlerinnen und Pendler wichtig, die gen Aschaffenburg und weiter in Richtung Frankfurt fahren. Sage und schreibe 23.000 Menschen pendeln aus, rund 13.000 Menschen pendeln in den Landkreis, weshalb wir eine starke Schiene brauchen – auch im Hinblick auf den Tourismus, der mit zunehmendem Radverkehr ein starkes wirtschaftliches Standbein des Landkreises Miltenberg ist.

 
Mit dem Zuschlag bei der Ausschreibung des Verkehrsvertrags Hohenlohe-Franken-Untermain begannen umfangreiche Investitionen in den Fuhrpark der Westfrankenbahn. Aktuell  werden insgesamt 35 Fahrzeuge umgerüstet, so dass sich die Kundinnen und Kunden von Dezember 2019 an auf viele Neuerungen freuen dürfen: Die Wagen sind allesamt mit kostenfreiem Wlan und Fahrgast-TV, einer Klimaanlage und barrierefreiem Schiebetritt ausgestattet. Die Echtzeitinformation auf den Monitoren über die nächsten Haltestellen, die Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie die Anschlüsse an den Bahnhöfen an Züge und Busse halten die Fahrgäste stets aktuell informiert. Im Triebwagen VT 642 wird es darüber hinaus in beiden Zugteilen Stellplätze für Fahrräder geben. Einige dieser umgebauten Fahrzeuge sind bereits in Betrieb, wie wir selbst ab Miltenberg testen durften.
 

Besserer Fahrplan ab Dezember 2019

Was die Kundinnen und Kunden der Westfrankenbahn besonders freuen dürfte: Der Takt der Züge wird sich vom 15. Dezember 2019 an deutlich verbessern. So wird sich das Angebot an Regionalexpresszügen zwischen Miltenberg und Aschaffenburg unter der Woche sowie das der Regionalbahnzüge am Wochenende verdoppeln. Bis dahin hat die Westfrankenbahn hoffentlich auch die Aufgabenfelder Zugausfälle und Verspätungen im Griff.
 




Ab Stadtprozelten haben wir quasi eine Reise in die Vergangenheit gemacht, denn ab Dezember 2019 gehören die Triebwagen der Baureihe 628 der Vergangenheit an - Hauptgrund neben dem Alter der Einstieg über drei Stufen.

Nachdem alle kleinen Bahnhalte im Landkreis mittlerweile stufen- oder barrierefrei sind, wird mit Mitteln aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes (ZIP) der Umbau der Bahnhöfe Miltenberg und Obernburg-Elsenfeld angegangen. Vor allem Miltenberg nimmt hier eine außerordentlich wichtige Rolle ein, denn dieser ist mit 3.750 Fahrgästen pro Tag unter den Top 4 der belebtesten Bahnhöfe in Unterfranken. Rund 8 Millionen Euro würden in Miltenberg investiert, schätzt Denis Kollai. Da der weitaus größte Teil der Kosten zuwendungsfähig ist, wollen sich Westfrankenbahn und Stadt Miltenberg die verbleibenden knapp 600.000 Euro teilen. Am Bahnhof der Kreisstadt werden unter anderem drei Bahnsteige erneuert und erhöht sowie mit taktilen Leitsystemen und einer umweltfreundlichen LED-Beleuchtung ausgestattet, die Bahnsteige werden künftig mit Aufzügen erreichbar sein.
 

2020: Barrierefreier Umbau des Bahnhofes Miltenberg


Schon lange basteln Stadt und Landkreis Miltenberg am barrierefreien Bahnhof - und anschließend an der Realisierung eines barrierefreien Busbahnhofes

Im Frühjahr 2020 beginnt der Umbau des Bahnhofes Miltenberg für die Barrierefreiheit im Volumen von 8 Millionen Euro.
 

Fortsetzung barrierefreier Umbau des Bahnhofs Obernburg-Elsenfeld

 

Der zweitwichtigste Knotenpunkt im Landkreis Miltenberg: Der Bahnhof Obernburg-Elsenfeld

 
Marktgemeinderat Christian Reinsch aus Elsenfeld erläuterte die Planungen für den Bahnhof Obernburg – Elsenfeld, die den barrierefreien Umbau der Gleise 2 und 3 beinhaltet, eine stufenfreie Rampe zur Unterführung, einen Aufzug zu den beiden Gleisen, einen vergrößerten Park- und Rideparkplatz auf der Westseite, Fahrradboxen und eine Busschleife. Bislang ist nur das Gleis 1 barrierefrei, aber weder der Mittelbahnsteig, geschweige denn Unterführung und der Busbahnhof im Osten des Bahnhofs.
 

Perspektive Elektrifizierung der Maintalbahn ab Miltenberg


Barrierefrei und umsteigefrei von Miltenberg nach Frankfurt (Main) - das ist das Ziel!

 
Die Elektrifizierung der Maintalbahn, die als realistische Perspektive so auch von Bundesverkehrsminister Scheuer bei seinem Besuch in Miltenberg gesehen wird, würde bei Realisierung eine direkte Durchbindung der Züge in Richtung Darmstadt und Frankfurt ermöglichen – und das sogar umsteigefrei. Damit dürften die Fahrgastzahlen der Westfrankenbahn weiter steigen, hoffen Kollai und Scherf.
 
 

Perspektiven für die Strecken ab Miltenberg nach Stadtprozelten und Amorbach

Miltenberg ist mit fast 4.000 Fahrgästen der wichtigste Bahnhof Unterfrankens nach Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt. Deshalb verlieren wir auch die Strecken über Amorbach nach Seckach sowie über Stadtprozelten nach Wertheim nicht aus dem Auge. Auf beiden Strecken muss der Verkehr so beschleunigt werden, dass dort ein attraktiver Takt angeboten werden kann. Während diese Aufgabe auf der Strecke nach Wertheim von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft getragen wird, haben der Landkreis Miltenberg und der badische Nachbar Neckar-Odenwald-Kreis hier ein Gutachten der beiden Bundesländer angestoßen.

Der Bahnhof in Miltenberg - wichtig für fast 4.000 Fahrgäste am Tag und, wie im Hintergrund zu sehen, für die Industrieunternehmen im Landkreis Miltenberg

Der Landkreis Miltenberg braucht ein attraktives Busangebot

 

 

Verbesserungen in der Vergangenheit

Neben der Linie 83 erlebten wir auf der Tour die Linie GU 2, welche Mömlingen direkt über Groß-Umstadt und Dieburg mit der Bahn Richtung Darmstadt verbindet. Mömlingen zeigt mit seinen Verbindungen Richtung Höchst i. Odw.  und Großostheim/Aschaffenburg sowie Dieburg und Obernburg-Elsenfeld, dass auch abseits der Bahnlinien ein guter ÖPNV möglich ist.
Im Südspessart testeten wir die neue Verbindung der Linie 83 von Miltenberg über Röllbach, Mönchberg und Eschau nach Altenbuch, Breitenbuch und Neuenbuch nach Stadtprozelten. Unter der Woche fährt der Bus weiter nach Wertheim, wo Anschluss nach Würzburg mit der Linie 977 besteht. In dieser Linie ab Miltenberg werden die Abo-Karten der VAB anerkannt!
 

Wir müssen in Zukunft noch besser werden!


Um den ländlichen Raum zu stärken sind weitere Maßnahmen in der Planung. So soll Eichenbühl und das Erftal an die Expressbuslinie des Landes Baden – Württemberg von Mosbach nach Tauberbischofsheim über Hardheim angebunden werden. Über eine Expressbuslinie soll in Zukunft auch von Kleinwallstadt über Niedernberg und Großostheim aus die S1 in Rodgau in Richtung Frankfurt angefahren werden.

Einig waren sich die Teilnehmenden der Informationsfahrt, dass in den Abendstunden und am Wochenende das Angebot verbessert werden muss. Mögliche Wege wären ein Ausbau des Rufbus-Angebots oder die Erprobung flexibel fahrender Busse nach Bestellung über eine App. Hier werden wir Modelle erarbeiten und diese in den kommenden Monaten dem Kreistag vorstellen.
Weitere Themen waren schlechte Verknüpfungen zwischen Bahn und Bus oder der Ticketübergang vom VAB in den RMV.

 

Mittwoch, 4. September 2019

Fragen an den Landrat (5) - Welchen Stellenwert hat die Pflege im Landkreis Miltenberg?

Große Freude über den Landessieger "Team Rosengarten" der Rohe`schen Stiftung in Kleinwallstadt
Im Sommer 2014, in meinen ersten Monaten als Landrat, stellte ich gemeinsam mit Abteilungsleiter Dr. Dittmeier unterstützt von meinem Kreistagskollegen Wolfgang Zöller die Weichen, dass der Landkreis Miltenberg anerkannte "Gesundheitsregion plus" in Bayern wird. Die Themen der Gesundheitsversorgung und der Pflege sind zu wichtig, als dass wir uns nicht vor Ort im Landkreis Miltenberg mit großem Engagement darum kümmern wollen. Mehr über die Arbeit der Gesundheitsregion erfahren Sie hier, während ich in diesem Beitrag anhand verschiedener Perspektiven auf die Bedeutung und die Qualität der Pflege im Landkreis Miltenberg eingehen werde.

Hohe Auszeichnung für die Pflege im Landkreis Miltenberg

Ein großer Tag für die Pflege überhaupt im Landkreis Miltenberg war Anfang August in der Rohe`schen Stiftung in Kleinwallstadt. Hier meine Laudatio an das Pflegeteam:
 
Schwester Liliane Juchli, Ihnen allen bekannt, sagte einst:
„Man wird krank, wenn zu wenig Resonanz da ist. Der Mensch braucht Lob. Er braucht die Bestätigung: Was du machst, ist gut.“
Heute ist ein wunderbarer Tag, denn die Pflege in unserer Rohe`schen Stiftung wird herausragend gelobt – und als wäre diese Resonanz nicht schon für sich herausragend:
Sie sehen heute eine Vielzahl von Ehrengästen des öffentlichen Lebens, denen dieses Lob es wert ist, gemeinsam mit Ihnen heute zu feiern, Ihnen zu danken und Ihnen zu sagen:
Wir sind froh, dankbar und stolz, eine derart herausragende Pflege in unserer Rohe`schen Stiftung in Kleinwallstadt und im Landkreis Miltenberg zu haben.

 
Diese Glückwünsche spreche ich Ihnen aus im Namen des Stiftungsausschusses, dem Kreisausschuss des Kreistags, im Namen der Stiftung Altenhilfe und im Namen des Pflegenetzes sowie natürlich persönlich von ganzem Herzen!

Es ist gut und wichtig, dass wir nicht nur heute, sondern grundsätzlich zeigen, welch herausragende und besondere Aufgabe die Pflege ist, denn Sie, werte Pflegekräfte, Sie verhelfen den Menschen in dieser sensiblen Phase der nachlassenden Kräfte zu Lebensqualität durch möglichst große Autonomie und durch Begleitung im Alter, wenn wir Menschen nach dem Sinn fragen.
Dies müssen wir alle miteinander herausstellen, und noch dazu: Es sind Menschen, herausragende Menschen, besondere Persönlichkeiten, die sich dieser großen Aufgabe stellen.
 
Werte Pflegekräfte,
in diesem Sinne gratuliere ich Ihnen nochmals zu dieser herausragenden Auszeichnung, ich wünsche Ihnen, dass Sie aus dieser Auszeichnung Kraft schöpfen auch für schwere Momente und dass es uns allen miteinander gelingt, vom Kreistag bis zum Bundestag, der Pflege im Allgemeinen und Ihnen, die Menschen pflegen, die hohe Bedeutung dauerhaft beizumessen.
 

Was tun wir für eine gute Zukunft der Pflege?


Die beiden Abschlussklassen der Altenpflegeschule in Erlenbach am Main

 32 neue Altenpflegefachkräfte für den Landkreis Miltenberg

Auf alle Fälle brauchen wir Nachwuchs, weshalb die Altenpflegeschule in Erlenbach für den Landkreis Miltenberg einen hohen Stellenwert hat. Deshalb besuche ich jährlich die Abschlussfeiern so wie im Juli 2019: 18 neue Pflegefachkräfte nach dreijähriger Ausbildung und 14 neue Pflegehelfer*innen nach einjähriger Ausbildung erhielten Ende Juli in der Altenpflegeschule in Erlenbach am Main ihre Zeugnisse aus den Händen der Schulleiterin Beate Höltermann.
In einer sehr persönlich geprägten Abschlussfeier bewiesen die beiden Abschlussklassen, dass sie ihr selbstgewähltes Motto von Dante Alighieri verinnerlicht haben:

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
der andere packt sie an und handelt."

Genau Menschen von diesem Schlag tun unserer Pflege gut - einem wundervollen Beruf, denn er widmet sich Menschen. Das ganze Leben über brauchen wir, egal ob als Säugling, als Schulkind, als Berufsanfänger oder auch im Erwachsenenalter, Menschen an unserer Seite, so eben auch in dem Lebensabschnitt, in dem wir stationär oder ambulant Pflege bedürfen.
Mir als Landrat ist es ein Bedürfnis, nicht nur unsere Gymnasien oder Realschulen und Mittelschulen zu besuchen, sondern eben auch in unseren Berufsschulen den Absolventen zu gratulieren, und ganz besonders eben in der Pflege.


Claudius Schrenk, Leiter der Pflegeeinrichtungen Santa Isabella in Niedernberg und Santa Lucia in Klingenberg, dankt im Namen aller Pflegeeinrichtungen im Landkreis Miltenberg
Die Altenpflegeschule des BRK-Bezirksverbandes unter Leitung von Beate Höltermann hat eine hohe Bedeutung für die Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Dienste im Landkreis Miltenberg. Claudius Schrenk appellierte leidenschaftlich für die Pflege und den spürbar werdenden positiven Wandel bei der öffentlichen Wahrnehmung und Wertschätzung.


 

Der Stellenwert der Pflege im Landkreis Miltenberg

Im Jahr 2015 folgte der Kreistag der Empfehlung meinerseits einstimmig, dass wir uns den Themen der Gesundheitsversorgung im Rahmen des bayerischen Projekts "Gesundheitsregion plus" zuwenden müssen. Ein großes Dankeschön geht hierbei an unseren ehemaligen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Zöller, der sowohl den Einstieg in das Projekt als auch bis 2018 die Arbeit als mein persönlicher Berater in der Gesundheitsregion plus sehr wirkungsvoll unterstützt hat.

Das Pflegenetz MIL - ein besonderes Projekt der Gesundheitsregion


Beim Start der Arbeit im Jahr 2015 gründeten wir neben den vorgesehenen Arbeitsgruppen der Gesundheitsversorgung und der Prävention einen dritten Arbeitskreis zum Thema Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung. Aus diesem ist unter anderem das Projekt Pflegenetz Landkreis Miltenberg unter Leitung von Beate Höltermann, hervorgegangen, indem alle Pflegeanbieter des Landkreises Miltenberg zusammenarbeiten. Das ist ein wertvolles Fundament, damit Pflege im Landkreis Miltenberg die zukünftigen Herausforderungen gut bewältigen kann, so wie den aktuellen Fachkräftemangel oder die Umsetzung der generalistischen Ausbildung.
Ich werde als Landrat die Pflege im Landkreis Miltenberg weiter eng begleiten und unterstützen, so wie es mir möglich ist. Weitere Informationen unter Gesundheitsregion plus Miltenberg und zum Pflegenetz MIL.

Gute Pflege ist entscheidend für die Lebensqualität im Landkreis Miltenberg und damit für die Attraktivität des Landkreises Miltenberg als Standort zum Leben und Arbeiten!



Sonntag, 1. September 2019

Landrat vor Ort (9) - die Messe-Wanderung auf dem Römerweg

Der M1 - der Premium-Wanderweg Miltenbergs war mit über 450 Metern Höhepunkt der traditionelle Rundwanderweg am ersten Messe-Sonntag 2019. Großes Verdienst des Odenwaldklub Miltenberg!

Knapp 40 Wanderinnen und Wanderer machten sich durch das Miltenberger Schwarzviertel auf zur 9. und damit letzten Etappe der Landkreis-Wanderung 2019.

Nach dem ersten Anstieg über den Bismarckweg erfolgte die Belohnung - ein wundervoller Ausblick auf Miltenberg und das Maintal zwischen Odenwald und Spessart.

Diese Perspektive zeigt die spannende, meines Erachtens unvergleichliche Mischung des Landkreises Miltenberg: Industrieller Kern der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main mit über 43.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen mitten in einer wunderschönen Natur- und Kulturlandschaft geprägt von Main, Odenwald und Spessart!

Diese Blindschleiche querte den Römerweg M1.

Felsenmeer im Odenwald auf der Miltenberger Höhe - angenehm kühl angesichts von 30 Grad im Maintal. 

Typisch für den Landkreis Miltenberg mit seinen Höhenzügen in Spessart und Odenwald, die traumhafte Ausblicke ermöglichen, wie hier auf das Maintal.

Neben dem Naturerlebnis bietet das Wandern im Landkreis Miltenberg stets auch Einblicke in die reichhaltige Kulturgeschichte, wie am M1 in Miltenberg neben dem keltischen Erbe, Fundstücke der Toutonen oder eben, wie hier auf dem Bild, das Weltkulturerbe Limes mit dem Fundament eines ehemaligen Wachturms zur Abgrenzung des Römischen Reichs.

Hier noch einige Bilder von der Eröffnung des M1 von Roland Schönmüller