Freitag, 15. November 2019

Landrat vor Ort (25) - der Kulturwochenherbst des Landkreises Miltenberg

Ein besonderes Format - eine Konzertlesung im Grünen Saal zu Amorbach

 

Kulturwochenherbst - Die Konzertlesung im November 2019

 
Die Namen Theodor W. Adorno, Thomas Mann sowie Alban Berg und Ludwig van Beethoven - sie stehen kulturell und künstlerisch für höchste Ansprüche. Dies im Kulturwochenherbst des Landkreises Miltenberg? Steht das nicht automatisch für einen leeren Saal und die Erkenntnis, dass es Kultur nur in den Metropolen gibt, weil sie nicht in den ländlichen Räumen funktioniert?

 

Welche Bedeutung hat die Kultur für den Landkreis Miltenberg?

 
Bei der Konzertlesung im November 2019 haben die Menschen im Landkreis Miltenberg selbst die Antwort gegeben - ein voll besetzter Grüner Saal in der Abtei Amorbach, nachträglich hereingetragene Stühle sowie stehende Ovationen und mehrfache Zugaben zeigen: Die Kultur ist im Landkreis Miltenberg so sehr zu Hause, wie Theodor W. Adorno sein Amorbach und seinen Odenwald sein ganzes Leben lang geliebt hat.
Warum ist mir als Landrat die Kultur so wichtig? Zum einen ist sie Zeichen der Lebensqualität in unserer Heimat, zum anderen ist sie auch wichtig für die Attraktivität unseres Landkreises Miltenberg, gerade auch für die Fachkräfte, die wir in Zukunft brauchen. Für hochwertige Unterhaltung müssen wir nicht nach Frankfurt oder Würzburg reisen, wir können die Angebote hier wahrnehmen. Der Kulturwochenherbst ist einer der Besonderheiten unseres Landkreises - erfahren Sie mehr!
 



Michael Fürtjes liest aus Thomas Mann "Doktor Faustus" - einige der Besucher*innen werden sich, angeregt vom einzigartigen Vortrag, zu Hause erneut den Doktor Faustus zur Hand nehmen...
 


Begeisterungsstürme im Grünen Saal

 
Solche Begeisterungsstürme hat der altehrwürdige Grüne Saal im Amorbach wohl selten erlebt: Mit stehenden Ovationen würdigten die über 100 Gäste am Sonntagabend die beeindruckenden Leistungen des Pianisten Kotaro Fukuma und des Thomas-Mann-Experten und Musikphilosophen Michael Fürtjes bei der Konzertlesung „Adorno – Beethoven – Thomas Mann“.

Die Veranstaltung, organisiert von unserem Kulturreferat des Landkreises Miltenberg in Zusammenarbeit mit dem Fürstenhaus zu Leiningen, bildete einen Höhepunkt am Ende des Kulturjahres zu Ehren des Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno, dessen Todestag sich am 6. August 2019 zum 50. Mal jährte. Dabei schafften es die beiden Protagonisten auf der Bühne, die Zusammenhänge zwischen Adorno, Mann, Ludwig van Beethoven und Alban Berg herzustellen. Dass diese auch für diejenigen Zuhörer*innen klar wurde, die nicht auf allen kulturellen Ebenen Experten sind, war Michael Fürtjes zu verdanken, der zu Beginn eine kurze Einführung in die Materie gab. Aber auch Pianist Kotaro Fukuma erklärte Besonderheiten der Klavierwerke.

Dass der Philosoph, Soziologe und Musikphilosoph Adorno auch Komponist war und bei Alban Berg das Komponieren studiert habe, sei Fürtjes zufolge nur wenigen Musikexperten bekannt. Damit, ergänzte Kotaro Fukuma, sei auch klar, warum manche Tonfolgen von Adornos Kompositionen denen von Alban Berg verblüffend ähneln. Doch was hat Adorno mit Beethoven und Mann zu tun? Fürtjes konnte auch diese Frage auflösen, denn Beethovens Musik spielte für Adorno zeitlebens eine große Rolle.


Aus der Bekanntschaft Adornos und Manns und einem Artikel Adornos „Über den Spätstil Beethovens“ resultierte die Zusammenarbeit der beiden. Adorno sei der richtige, um ihm bei den musikwissenschaftlichen Passagen im achten Kapitel seines Romans „Doktor Faustus“ zu helfen, habe Thomas Mann geglaubt. Er habe Adorno eingeladen und ihm das Kapitel vorgelesen, wusste Fürtjes, im Gegenzug habe Adorno diverse Anmerkungen zu Beethovens Klaviersonate op. 111 beigesteuert. Adornos Deutung dieser Sonate sei zum Teil wörtlich in den ersten Teil des achten Kapitels von Manns Buch eingeflossen, erklärte der Thomas-Mann-Experte.

Dass Kotaro Fukuma zu den renommiertesten japanischen Künstlern gehört, diverse Preise gewann und auf der ganzen Welt unterwegs ist, mögen die wenigsten Zuhörer gewusst haben. Als er aber in den drei Klavierstücken Adornos – „Adagietto – Hommage à Bizet“, „Die böhmischen Terzen“, „Valsette“ – scheinbar mühelos auch schwierige Passagen meisterte und auch die teilweise komplexe Klaviersonate op. 1 von Alban Berg virtuos vortrug, hatte Fukuma das Publikum sofort auf seiner Seite.
 

Dass Fukuma und Fürtjes miteinander harmonieren, zeigte sich im Zusammenspiel der beiden Künstler. Während Fürtjes aus Thomas Manns „Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde“ las, steuerte Fukuma Klavierpassagen bei, in denen es um Beethovens letzte Klaviersonate geht. Ausdrucksstark und mit der Betonung auf den richtigen Silben traf Fürtjes stets den richtigen Ton. Man konnte förmlich eine Nadel fallen hören, als Fürtjes die Gäste szenisch in einen nur mäßig gefüllten Saal im Jahr 1900 entführte, in der Wendell Kretzschmar über Beethovens letzte Sonate philosophiert und vermutet, warum er keinen dritten Satz mehr komponierte. Unter den wenigen Gästen sind auch die Jungen Serenus Zeitblom und Adrian Leverkühn, die sich von dem rhetorisch ungeschickten und stotternden Kretzschmar nicht abschrecken lassen. Sie hören zu, wenn der Dom-Organist über den zweiten Satz von Beethovens Klaviersonate philosophiert und zur Auffassung kommt: Mit dem zweiten Satz habe Beethoven nicht nur diese spezielle Sonate, sondern die Sonate als Gattung an ein Ende geführt. Dank der gedämpften Töne aufgrund des geschlossenen Klavierdeckels konnte man bis in die letzte Reihe Fukumas Klavier und Fürtjes‘ Sprache deutlich hören und sich am gelungenen Zusammenspiel erfreuen. Lässt man die musikwissenschaftliche Thematik außen vor, gab dieses Buchkapitel den Gästen Zeugnis davon, dass Thomas Mann durchaus humorvoll schreiben konnte.

Nach der Pause bekamen die Gäste jenes Werk in Gänze zu hören, in dem es in der szenischen Lesung ging, als Kotaro Fukuma Beethovens komplette Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 spielte.

Das begeisterte Publikum rang dem Pianisten gleich drei Zugaben ab und gab damit zu erkennen, dass diese Konzert-Lesung genau den Geschmack der Gäste getroffen hatte. 

 

 
Einen guten Eindruck verleiht der Artikel im Main-Echo, verfasst von Dr. Heinz Linduschka; zum Artikel im Boten vom Untermain vom 12.11.2019 geht es hier.
 


Donnerstag, 14. November 2019

Fragen an den Landrat (18) - Wie soll die Digitalisierung trotz vieler Netzlücken gelingen?



Anforderungen der Digitalisierung


Alle unsere Lebens- und Arbeitsbereiche verändern sich derzeit durch den Prozess der Digitalisierung. Egal ob wir über die Mobilität der Zukunft, die Arbeit der Zukunft oder auch die Verwaltung der Zukunft sprechen, stets geht es darum, Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen.

Unser Grundproblem aber bleibt, gerade wenn man nicht in der Großstadt lebt: Auch Versorgungsgrade von über 80% mit z.B. Breitband von 50 Mbit/sec bedeuten noch immer große Versorgungslücken. Fehlendes Breitband und lückenhafter Mobilfunk sind nach wie vor Hemmnisse der Digitalisierung. Bei allem, was die Digitalisierung für unser aller Leben leisten könnte, müssen wir uns nichts vormachen. Die (digitale) Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse hat eine Voraussetzung. Das ist die Infrastruktur.

Klare Forderungen der bayerischen Landrät*innen!


Deswegen ist es gerade für die bayerischen Landkreise wichtig, dass im bayerischen Koalitionsver-trag steht, dass alle Haushalte in Bayern bis 2025 gigabitfähig sein sollen. In der Praxis vor Ort machen wir uns aber weiter Sorgen. Die Telekommunikationsunternehmen geben – trotz der grundsätzlich guten Breitbandförderprogramme des Freistaats Bayern – in Orten mit wenigen Haushalten zum Teil gar keine Angebote mehr ab. Der flächendeckende Breitbandausbau im Hochtechnologieland Deutschland scheitert nicht am Geld, sondern am mangelnden Ausbauwillen der Unternehmen. Der ländliche Raum, ich denke hier besonders auch an den südlichen Teil des Landkreises Miltenberg oder abseits liegende Siedlungen, darf bei der Digitalisierung nicht abgehängt werden! Wir brauchen hier die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung.

Arbeit vor Ort wird gemacht!


Vor Ort machen wir im Landkreis Miltenberg unsere Arbeit, gerne nenne ich nur kurz einige Beispiele:
  • Digitalisierung der Verwaltung im Landratsamt, z.B. durch die Teilnahme am Pilotprojekt des digitalen Baugenehmigungsverfahren und die Umstellung unserer Prozesse auf das digitale Arbeiten - Angebot rein digitaler Verfahren Ende 2010
  • Digitale Ausstattung unserer Kreisschulen und die Unterstützung der Gemeinden bei ihren Aufgaben, u.a. Glasfaseranschlüsse für die Schulen im Landkreis Miltenberg
  • Unterstützung der Gemeinden bei der Nutzung staatlicher Förderprogramme zur Schließung "weißer Flecken"
  • Unterstützung der Nutzung digitaler Möglichkeiten im Gesundheitswesen im Rahmen unserer Arbeit in der Gesundheitsregion.
  • Unterstützung beim Veränderungsprozess in der Arbeitswelt durch die Arbeit in der Innovationskommission Digitalisierung. Die konkreten Schritte werden wir im Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit vorstellen, zum Beispiel eine Weiterbildungsinitiatorin zur Unterstützung der Unternehmen und Betriebe bei der Weiterbildung der Mitarbeiter*innen für die Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt. In Kürze gibt es mehr Informationen hier.
  • Arbeit der Zentec im Bereich Digitalisierung und Innovation, z.B. über das Innovationsforum der Zentec, mehr Informationen hier.

... was uns u.a. noch - neben der Zeit - zum durchschlagenden Erfolg all unserer Bemühungen und Projekte fehlt, ist das flächendeckende, lückenlose Netz! Deshalb die deutliche Initiative des Bayerischen Landkreistags im Oktober 2019!


Dienstag, 12. November 2019

Fragen an den Landrat (17) - Wann wird die Berufsschule im Landkreis Miltenberg saniert?

Steht im Mittelpunkt des in Planung befindlichen Schulbauprogramms III

Bildung ist wichtiger Teil der Kreis-Entwicklung!

Mit Hochdruck sanieren wir seit 2015 an unseren Schulen in Erlenbach und Miltenberg, erfreuen uns am Erfolg des Hochschul-Campus Miltenberg mit dem Studiengang "Betriebswirtschaftslehre für mittelständische Unternehmen", arbeiten an der Digitalisierung der Schulen, etablieren eine Jugendberufsagentur, ...
 
... doch oft genug bekomme ich die Frage gestellt:
 

Wie sieht es mit der Berufsschule Miltenberg-Obernburg aus?

 
Eine klare, einstimmige Antwort hat nun dank der guten Vorarbeit der Ausschuss für Bau und Verkehr gegeben:
 
Ein einstimmiger Empfehlungsbeschluss für den Kreistag für ein Schulbauprogramm 3 des Landkreises Miltenberg mit zwei Säulen:
- sportliche Säule mit den Schulturnhallen
- berufliche Säule mit der Generalsanierung unserer Berufsschule
 

Einstimmig empfohlen: Das Schulbauprogramm 3 für den Landkreis Miltenberg

Noch während der Landkreis Miltenberg mit Hochdruck und höchstem finanziellen und personellen Einsatz das Schulprogramm 2 umsetzt und Sorge trägt für die digitale Ausstattung seiner Schulen, werde ich regelmäßig nach dem Sanierungsbedarf unserer Beruflichen Schulen gefragt. Das ist klar, denn in unserer Kreis-Entwicklung nimmt gerade die berufliche Bildung eine ganz wichtige Position ein - noch immer sind knapp die Hälfte der auf Rekordhöhe befindlichen über 43.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis Miltenberg in der Produktion beheimatet, dazu kommt das leistungsstarke Handwerk - das bedeutet sowohl Fachkräftebedarf als auch Perspektiven für junge Menschen!
 
Was empfiehlt der Ausschuss dem Kreistag mit dem Schulbauprogramm 3? Ein grundsätzliches politisches "JA" zu Investitionen in Höhe von 61 Millionen Euro (dies ist eine "grobe Kostenschätzung", genauer geht es im aktuellen Planungsstand noch nicht) für die Berufsschule mit ihren Standorten Miltenberg und Obernburg. Dazu kommen noch knapp elf Millionen Euro für die Generalsanierungen der Sporthallen der Gymnasien Miltenberg und Erlenbach (jeweils Doppelsporthallen) sowie den perspektivisch notwendigen Neubau einer Halle für das Amorbacher Karl-Ernst-Gymnasium (hier wird der Kreistag ebenfalls im Dezember den Grundsatzbeschluss zur Übernahme treffen) – insgesamt wird das neue Schulbauprogramm damit einen grob geschätzten Kostenumfang von 72 Millionen Euro haben.
 

Bildung ist Grundlage eines erfolgreichen Landkreises

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir über die Bedeutung von Bildung nicht ernsthaft diskutieren müssen. Egal ob aus der Perspektive des einzelnen Menschen oder aus Sicht des Landkreises Miltenberg, um seine Chancen im kommenden Jahrzehnt nutzen zu können. Bildung als Fundament der Kreisentwicklung hat eine große Bedeutung, was Initiativen und Projekte der vergangenen 5 1/2 Jahre unter Beweis stellen.
 

Bildung als Fundament der Kreisentwicklung:

 
- Umsetzung Schulbauprogramm 2
- Ausbau der Jugendsozialarbeit an den beruflichen Schulen
- Ausbau der IT-Versorgung unserer Kreisschulen
- Qualifizierung zur Bildungsregion
- Gründung einer Jugendberufsagentur
- Etablierung eines Studienangebots in Miltenberg
- Schaffung eines Bildungsmanagements im Landratsamt
- Veranstaltung einer Bildungskonferenz 2018 zum Übergang Schule - Beruf
- Veranstaltung einer Bildungskonferenz 2019 zur Gestaltung der Digitalisierung der Schulen
- Mitarbeit in der Weinheimer Initiative zur Förderung der beruflichen Bildung 
- Planung des Baus einer Doppelsporthalle für die Main-Limes-Realschule Obernburg
- digitale Ausstattung der Kreisschulen
 
 
Der Landkreis Miltenberg nimmt hier seine Verantwortung als Sachaufwandsträger sehr ernst, was sich zum einen im Engagement als Bildungsregion äußert, zum anderen in der Fürsorge für seine Schulen. Deshalb habe ich als Landrat für das im Herbst 2013 beschlossene Schulbauprogramm II Verantwortung übernommen und gemeinsam mit Kreisbauamt und Kreistag alles getan für eine gute und konsequente Umsetzung. Dass wir spontan die sich bietende Möglichkeit zur Schaffung eines Hochschulangebots in Miltenberg genutzt haben, zeigt deutlich, wie sehr der Kreistag und ich für den Bildungsstandort Landkreis Miltenberg stehen.

Erfolgreiches Schulbauprogramm II von 2014 bis 2020 in Umsetzung! 

Neben den Programmen zur Digitalisierung (Programm für den Glasfaseranschluss der Schulen sowie zur digitalen Ausstattung der Schulen) läuft das Schulbauprogramm II noch auf Hochtouren läuft.

Folgende Projekte sind abgeschlossen:
- Sanierung der Main-Limes-Realschule Obernburg
- Schaffung eines Hochschul-Campus Miltenberg
Noch auf Hochtouren laufen die Generalsanierungen von:
- Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach
- Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg

Ausstehend bzw. im Jahr 2013 aus dem Schulbauprogramm II herausgenommen:
- Sanierung der Schulturnhallen in Miltenberg und Erlenbach
- Schaffung fehlender Sporthallenkapazitäten in Obernburg
- Generalsanierung der Berufsschulstandorte Obernburg und Miltenberg
Noch mitten in der Generalsanierung: Das JBG in Miltenberg

2013: Keine Sanierung der Sporthallen - keine Sanierung der Berufsschule!

 
Nicht berücksichtigt sind im Schulbauprogramm II laut Beschluss des Kreistags von Herbst 2013 die Sporthallen-Einheiten, ebenso wurde damals dem Kreistag noch unter meinem Vorgänger mitgeteilt: Kein Sanierungsbedarf an den beruflichen Schulen! Nichstdestotrotz haben wir unter meiner Verantwortung als Landrat u.a. die IT-Infrastruktur an den Berufsschulstandorten instandgesetzt und die Sanierung der Berufsschulmensa in Obernburg sowie zahlreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt!

Schulbauprogramm III von 2020 - 2026 nimmt konkrete Formen an

Während also in Erlenbach und Miltenberg noch intensiv saniert wird, nimmt das Schulbauprogramm III des Landkreises Miltenberg von 2020 bis 2026 in den Planungen des Kreisbauamtes konkrete Formen an. Kreisbaumeister Andreas Wosnik stellte dem Ausschuss für Bau und Verkehr bereits Anfang Juli ein Modell vor, in welcher Reihenfolge und in welchen Jahren man Planung und Bau der zentralen Projekte angehen will.
Eine so frühe Einbindung in die Konzeptionsarbeit kennt der Kreistag vom Schulbauprogramm 2 nicht.

Gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Ehmann und Kreisbaumeister erörtern wir die nötigen Sanierungsschritte am Berufsschulstandort in Miltenberg.
 

 Zentral: Generalsanierung der Beruflichen Schule Miltenberg-Obernburg



Herzstück des Schulbauprogramms III wird die Berufsschule Miltenberg-Obernburg. Aus einer Grafik war ersichtlich, dass vor allem die Planung für den Teilneubau und die Sanierung der Berufsschulen in Miltenberg und Obernburg ein dicker Brocken werden wird. Man versuche, die beiden Projekte bei der Regierung von Unterfranken als ein Projekt genehmigt zu bekommen, sagte der Kreisbaumeister. Auch die Erstellung des Raumprogramms für eine Berufsschule sei eine komplexe Aufgabe, so dass für die umfassende Planungszeit rund zweieinhalb Jahre veranschlagt werden. Wosnik, der schon jetzt in Gesprächen mit der Berufsschule ist, möchte unverzüglich auf Basis eines zu erstellenden Raumprogramms mit der konkreten Planung beginnen und rechnet damit, dass diese erst Mitte 2022 beendet ist. Die Arbeiten könnten dann Mitte 2022 beginnen und würden bis Ende 2026 dauern, glaubt er. Dass auch die Bauarbeiten so lange dauern werden, hat mehrere Gründe. Zum einen sind in Miltenberg Teile der Berufsschule nicht mehr nutzbar, andere sind in einem energetisch schlechten Zustand. Ähnliches vermeldete Wosnik auch aus Obernburg. In Obernburg machten zudem die beengten Verhältnisse eine Planung schwierig. Deshalb gelte es, die Ausnutzung der Flächen in Miltenberg zu optimieren – beispielsweise im Hinblick auf die Sanierung der Berufsschule am Standort Obernburg. In Miltenberg rechnet Wosnik neben der Sanierung auch mit einem Teilneubau aufgrund der maroden Bausubstanz.

 

Ebenfalls zu berücksichtigen: die Sporthallen für unsere Kinder und Jugendlichen 


Die intensive Planungszeit soll für das Projekt der Sporthallen-Sanierungen genutzt werden. Die Planung für die Doppelsporthalle der Main-Limes-Realschule Obernburg läuft bereits, gebaut werden könnte vielleicht schon Mitte 2020, gerechnet wird mit eineinhalb Jahren Bauzeit. Die Hallen an den Gymnasien Miltenberg und Erlenbach, beide aus dem Jahr 1970, müssen generalsaniert werden. Die Planung für Miltenberg wird von 2020 bis Mitte 2021 dauern, gerechnet wird mit einer Bauzeit von einem Jahr ab Frühjahr/Sommer 2021. In Erlenbach soll die Planung 2021 beginnen, gebaut werden könnte im Frühjahr/Sommer 2022. Beide Sanierungen sollen mit Mitteln des Finanzausgleichgesetzes gefördert werden. Aus Mitteln des Bauunterhalts will der Landkreis den Boden und die Fassade der Dreifachturnhalle in Miltenberg-Nord sanieren. Die Planung soll Mitte 2020 beginnen, mit einem Jahr Bauzeit wird gerechnet – vermutlich im Jahr 2021. Die Kosten für die genannten Maßnahmen konnte Wosnik noch nicht nennen, da es sich bislang nur um eine grobe Konzipierung handelt. Sobald es konkret wird, werde man die Maßnahmen mit Zahlen unterlegen und auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen in den jeweiligen Haushalten abgebildet werden.


Kreistag trifft im Dezember 2019 die Grundsatzentscheidung zum Schulbauprogramm 3  


Das vom Kreisbauamt bisher vorgelegte Konzept ist schlüssig, wir stehen zu unserer Berufsschule mit den Schulstandorten Obernburg und Miltenberg. Die wichtige Grundsatzentscheidung zum Schulbauprogramm III wird der Kreistag am 16. Dezember 2019 treffen - der Ausschuss für Bau und Verkehr empfiehlt einstimmig den Beschluss - ein gutes, ein wichtiges Signal für die Zukunft des Landkreises Miltenberg.
 

Und hier das Thema im Main-Echo.

Mittwoch, 6. November 2019

Fragen an den Landrat (16) - Wie gut ist der ÖPNV im Landkreis Miltenberg?

Südspessart-Linie 83 - ein neues ÖPNV-Projekt des Landkreises Miltenberg mit der Durchbindung von Miltenberg/Großheubach über Röllbach/Mönchberg/Schau über Wildensee und Altenbuch über Stadtprozelten und Faulbach nach Wertheim mit Anschluss nach Würzburg.

Bundesweite Studie: Bayernweit Platz 12 unter 71 Landkreisen

Natürlich ist das Angebot des ÖPNV trotz einiger Verbesserungen in den vergangenen Jahren noch nicht so, wie ich ihn mir tatsächlich vorstelle und wie er meiner Zielvorstellung für das kommende Jahrzehnt entspricht. Aber für eine Bewertung des Status Quo ist ein bayernweiter Vergleich des Angebots im Landkreis Miltenberg. Erste Erkenntnisse einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zur Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in ganz Deutschland liegen vor, auch bezüglich des Landkreises Miltenberg.

Die Studie hatte als Festlegung eine Haltestelle innerhalb von 600 Metern des Wohnorts mit mindestens 20 Verbindungen pro Tag angenommen und davon ausgehend die ÖPNV-Erreichbarkeit untersucht. Laut einer Vorabauswertung der „Allianz pro Schiene“ liege der Durchschnitt für alle Städte und Landkreise Bayerns bei 88 Prozent. Bei den Städten betrage dieser Wert 96 Prozent, bei den Landkreisen 68 Prozent. Der Landkreis Miltenberg liegt selbst mit einem Erreichungsgrad von über 89 Prozent gut, erklärte Betz mit. Das sei unter den 71 Landkreisen Bayerns der 12 Platz, im unterfränkischen Vergleich sei man Nummer 3 nach den Landkreisen Aschaffenburg und Würzburg, rechnete Betz vor. „Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, kommentierte Landrat Jens Marco Scherf mit Verweis auf stetige ÖPNV-Verbesserungen in den vergangenen Jahren, wie z.B. mit der gut angenommenen Busanbindung des südlichen Landkreises nach Würzburg.
 

Platz 12 in Bayern, aber dennoch nicht so, wie wir uns es im Zielzustand vorstellen...

Was muss besser werden?  

Der ÖPNV muss Pflichtaufgabe der Landkreise werden

Der Bayerische Staatsanzeiger weist jedoch darauf hin, dass vier der bundesweit zehn schlechtesten Landkreise aus Bayern kämen. Deswegen greift die Redaktion eine meiner Forderungen auf: Den ÖPNV zu einer Pflichtaufgabe zu machen. Ein gutes Angebot mit Bus und Bahn darf nicht weiter eine freiwillige Leistung sein, gerade wenn es um die Lebensqualität aller Menschen und um den Klimaschutz geht! Der Straßenverkehr ist bundesweit für ein Fünftel der Treibhausemissionen verantwortlich! 

 

Weitere Verbesserungen bei Bus und Bahn im Landkreis Miltenberg

 
 
 
Die Initiativen meinerseits und des Kreistags im Juli 2017 unter dem Titel "Weichenstellung 2017" für Verbesserungen im Schienenangebot waren erfolgreich. Unter den Fahrplanmaßnahmen, die im Dezember 2019 beim bayernweiten Fahrplanwechsel anstehen, sind deutliche Verbesserungen für den Landkreis Miltenberg. Leider beziehen sich diese vor allem auf die Strecke Aschaffenburg - Miltenberg, aber auch die Verlängerung nach Wertheim bzw. Amorbach/Seckach haben wir fest im Blick!


 Deutliche Taktverdichtung zwischen Miltenberg und Aschaffenburg

Zu den Verbesserungen gehört zunächst eine stündliche Regionalexpressverbindung von Montag bis Freitag zwischen Aschaffenburg und Miltenberg. Nimmt man die Regionalbahn dazu, wird es von Dezember an halbstündliche Verbindungen zwischen den beiden Städten mit Halt in Klingenberg, Erlenbach und Obernburg-Elsenfeld sowie teilweise in Kleinwallstadt und Wörth geben. Die Verbesserungen betreffen auch das Wochenende: So wird die Regionalbahn künftig jede Stunde fahren und nicht wie bisher alle zwei Stunden. Die Abfahrtszeiten der Regionalbahnen werden sich dahingehend ändern, dass die Zubringer von und nach Frankfurt sowie Darmstadt gesichert sind. So wird die Fahrzeit von Miltenberg nach Frankfurt mit dem Regionalexpress 1:27 Stunden betragen, mit der Regionalbahn 1:40 Minuten. Die Westfrankenbahn werde den Fuhrpark voll modernisieren, mit barrierefreien Fahrzeugen mit mehr Sitzplätzen und größeren Mehrzweckbereichen. Sobald die Maintalbahn wie vom Freistaat Bayern angemeldet Ende des nächsten Jahrzehnts elektrifiziert ist, seien auch umsteigefreie Verbindungen in die hessischen Metropolen möglich.


 
Gemeinsam mit MdB Alexander Hoffmann überzeuge ich den Bundesverkehrsminister Scheuer von der Notwendigkeit der Elektrifizierung der Maintalbahn - angesichts von über 23.000 Auspendlern und über 13.000 Einpendlern brauchen wir das umsteigefreie Zugfahren von Miltenberg nach Frankfurt!

Die Elektrifizierung im Blick, kurzfristig wollen wir drei Projekte angehen:

1. Stärkung der Schiene auch Richtung Stadtprozelten/Wertheim und Amorbach/Seckach


 

 

2. Neues Ticket-Angebot für die Ferien und die Wochenenden: Auf-Achse-Ticket - und ein Job-Ticket RMV & VAB


 

3. Neue Bus-Angebote in Erarbeitung

 
Was genau hinter den drei Projekten steht, werde ich in Kürze auf diesem Blog berichten!


Montag, 4. November 2019

Landrat vor Ort (24) - der deutsch-polnische Ausschuss des RGRE


Der deutsch-polnische Ausschuss bei seiner Tagung am 28. & 29. Oktober 2019 im Rathaus von Hannover

Tagung des deutsch-polnischen Ausschusses


Im Oktober 2019 haben die Kreisgremien des Landkreises Miltenberg und des Powiats Legionowo jeweils einstimmig beschlossen, eine offizielle Partnerschaft einzugehen. Aus diesem Grund habe wurde der Landkreis Miltenberg Mitglied des deutsch-polnischen Ausschusses des Rats der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE).

Herbstsitzung in Hannover


Erstmals nahm ich als Vertreter des Landkreises Miltenberg am 28. und 29. Oktober 2019 an der Sitzung des deutsch-polnischen Ausschusses in Hannover teil. Geleitet wird der Ausschuss gleichberechtigt vom Stadtpräsidenten von Pila, Piotr Glowski, und vom bayerischen Landrat des Landkreises Dachau, meinem Kollegen Stefan Löwl.
Themen des ersten Tages war die Möglichkeiten der politischen Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. Im Landkreis Miltenberg haben wir in den vergangenen Jahren das "Projekt Zukunft" zur Partizipation junger Menschen entwickelt und in einigen Gemeinden wie Mönchberg oder Klingenberg bereits exemplarisch ausgearbeitet. Beteiligung in Form von Workshops bietet im Vergleich zu gewählten Beiräten die Möglichkeit der Beteiligung aller Kinder und Jugendlicher, so damals der Konsens zweier Fachtagungen von Landratsamt und Kreisjugendring Miltenberg.


Die beiden Vorsitzenden (Piotr Glowski und Stefan Löwl) mit dem Referentinnen aus dem Europaparlament, Katrin Langensiepen, (links) und aus der Europäischen Kommission, Nora Hesse, (rechts)

Die EU aus Perspektive der Kommunen

Die Zukunft der Europäischen Union aus kommunaler Perspektive war Schwerpunkt des zweiten Sitzungstages des deutsch-polnischen Ausschusses am 28. & 29. Oktober 2019 in Hannover
Nora Hesse vertritt als senior economic advisor, Beraterin für Wirtschaft und Finanzpolitik, die neue Europäische Kommission in Berlin und stellte die sechs politischen Leitthemen von Kommissionspräsidentin von der Leyen vor:
1.       Europäischer grüner Deal
2.       Inklusives Wachstum – Wirtschaft für die Menschen
3.       Stärkere weltpolitische Rolle der EU
4.       Ein Europa fit für das digitale Zeitalter
5.       Neue Impulse für ein demokratisches Europa
6.       Schützen, was Europa ausmacht
In ihrem Kurzreferat legte Nora Hesse zunächst die Ziele des europäischen grünen Deals vor: Der Kontinent Europa soll der erste klimaneutrale Kontinent unserer Erde werden. Bis 2030 sollen die CO2-Emmissionen um 55% reduziert werden. Im Kern stehen die Fragen, wie dies finanziert werden soll, welche Investitionen sind notwendig und wie müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen verändert werden?
Neben dem klimaneutralen Umbau Europas steht die Veränderung des Wirtschaftens auf der Agenda: Die Wirtschaft soll im Dienste des Menschen erfolgen. Hierzu will die Kommission in den ersten 100 Tagen eine gesetzliche Regelung für einen Mindestlohn in jedem Mitgliedsstaat vor. Wir in Deutschland haben zwar einen Mindestlohn, sehen aber auch das Problem: Auch wenn ein Mensch in Deutschland 40 Jahre in Vollzeit den Mindestlohn erhält, kann er im Alter nicht ohne zusätzliche staatliche Hilfe auskommen.
Auch für den Themenbereich „digitales Europa“ sind für die ersten 100 Tage bereits Initiativen angekündigt, u.a. Vorschläge für europaweite Regeln für die Künstliche Intelligenz (KI). Hier hatte ich bereits im Fachbeirat der Digitalen Modellregion Frankfurt-Rhein-Main die Gelegenheit, gemeinsam mit der hessischen Digitalministerin Dr. Sinemus sowie Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Projektleiter bei der Europäischen Kommission zu sprechen: Europäische Standards für die Digitalisierung in Abgrenzung zum chinesisch-autoritären und zum amerikanisch-regelfreien Weg sind dringend notwendig.
Katrin Langensiepen, seit der Europawahl 2019 Ratsfrau im Europäischen Parlament und Mitglied der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Seit 2011 war sie kommunalpolitisch in Hannover aktiv und ist gemeinsam mit zwei Dritteln aller EU-Abgeordnete neu im Parlament. Hauptaufgabe ist aktuell die Wahl der neuen Kommission, wobei besonders der drohende Brexit nicht nur die gewählten britischen Abgeordneten sehr bewegt.


Samstag, 2. November 2019

Landrat vor Ort (23) - Was macht der Landkreis Miltenberg mit sanierungsbedürftigen Kreisstraßen?

Ab 4. November ist die Kreisstraße zwischen Amorbach und Neudorf gesperrt.

Jahresetat von bis zu 1,8 Millionen € im Jahr


Jedes Jahr investiert der Landkreis Miltenberg zwischen 1,6 und 1,8 Millionen € in die Sanierung der Kreisstraßen. Neben der aktuell laufenden Maßnahme zwischen Weilbach und Amorbach beginnt nun der erste Abschnitt einer größeren Sanierungsmaßnahme von Amorbach aus Richtung Reichartshausen. Ebenfalls im Frühjahr 2020 ist die Sanierung der Kreisstraße von Gönz nach Weckbach geplant. Ebenso soll der bislang reine Kreisstraßen-Etat ab 2020 um Radverkehrsmaßnahmen erweitert werden!

Sperrung der MIL 10 zwischen Neudorf und Amorbach


Ab Montag, den 04.11.2019 wird die Kreisstraße zwischen Amorbach und Neudorf, MIL 10, für den öffentlichen Verkehr vollgesperrt. Bei der von der Firma Leonhard Weiss durchgeführten Erhaltungsmaßnahme wird auf einer Länge von rund 1,5 km der Straßenoberbau verstärkt und eine neue Deckschicht aufgebracht. Hierbei handelt sich es um den 1. Bauabschnitt. Der 2. Bauabschnitt ist im Jahr 2020 geplant und soll dann bis zum Ortseingang Amorbach saniert werden.

Die Maßnahme ist notwendig, weil der Fahrbahnbelag zum einen rissig sowie offenporig und zum anderen durch Spurrinnen sowie Abplatzungen in einem instandsetzungsbedürftigen Zustand ist.
Die Umleitung ist ausgeschildert und führt über B 47 durch Schneeberg, Rippberg, sowie die L 518 und St 2309.

Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Ende November 2019 andauern. Da die anstehenden Arbeiten äußerst witterungsabhängig sind, kann es bei Niederschlägen zu Verzögerungen im Bauablauf kommen.

Für die Erneuerung der Kreisstraße investiert der Landkreis Miltenberg rund ca. 300.000 €. Ziel der Maßnahme ist die Erhaltung und Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Verkehrsteilnehmer. Das Staatliche Bauamt bittet deshalb für diese erforderliche Maßnahme um Verständnis und um Rücksicht der Verkehrsteilnehmer.

Aktuelle Infos über Straßensperrungen


Aktuelle Informationen über Straßensperrungen im Landkreis Miltenberg gibt es hier.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Landrat vor Ort (22) - das neue Elternforum im Landkreis Miltenberg




Neues Elternforum will Angebote der Familienbildung verbessern

 
Mit einem Elternforum will der Landkreis mit Elternvertreterinnen und -vertretern von Schulen und Kindertageseinrichtungen die Vernetzung bedarfsgerechter Angebote der Familienbildung vorantreiben und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Das Treffen wird am Dienstag, 19. November, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Alten Rathaus Miltenberg stattfinden.

Familie ist wichtig; in ihr werden Beziehungsfähigkeit vermittelt und Liebe, Geborgenheit und Verlässlichkeit als elementare Grundpfeiler für die Entwicklung von Kindern gelegt. Mit diesem Wissen wollen Eltern ihren Kindern bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Der Alltag stellt Eltern aber oft vor Fragen und Herausforderungen. In unterschiedlichen Formaten – Kurse, Vorträge, offene Treffs, Elterncafés, Eltern-Kind-Freizeitangebote – stärken Angebote der Familienbildung die Eltern im Erziehungsauftrag. Um diese Angebote weiter zu vernetzen und bedarfsgerecht weiter zu entwickeln, ist die Sicht der Familien auf benötige Angebote wichtig. Deshalb werden die Elternvertreterinnen und -vertreter von Schulen und Kindertagesstätten beim Elternforum einbezogen.

Bereits von 18 Uhr an können sich die Besucherinnen und Besucher bei einem kleinen Imbiss vernetzen, später werden nach der Begrüßung durch Landrat Jens Marco Scherf gemeinsam Ideen zu Angeboten der Familienbildung erarbeitet.

Anmeldung möglich bis 8. November!

Interessierte Elternvertreter können sich bis Freitag, 8. November, bei der Jugendhilfeplanung (Ursula Weimer, Telefon: 09371 501-221, E-Mail: ursula.weimer@lra-mil.de) oder der Fachstelle für Familienangelegenheiten (Claudia Joos, Telefon: 09371 501-241,
E-Mail: claudia.joos@lra-mil.de) anmelden.