Sonntag, 22. März 2020

Der Landkreis Miltenberg in der Corona-Krise



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die rasante Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus Sars-CoV-2 hat das Leben von uns allen verändert und fordert uns alle heraus. Bereits am Montag, den 16. März, hat der Ministerpräsident des Freistaates Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Diese Entscheidung von Markus Söder ist gut, da so die Maßnahmen besser umgesetzt werden können. Aus diesem Grund haben wir eben an diesem Montag, 16. März, im Landkreis Miltenberg die Führungsgruppe Katastrophenschutz unter Leitung meiner Person und von Regierungsdirektor Gerald Rosel aktiviert.

Gemeinsam, in einem entschiedenen und besonnenen Handeln haben wir die Möglichkeit, die zu schnelle Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So erreichen wir, dass unser sehr gutes Gesundheitswesen in der Lage bleibt, jeden erkrankten Menschen bestmöglich zu versorgen.
Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, müssen wir uns alle an die Spielregeln halten.

Erstens: Alle Menschen müssen nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche, Kinder brauchen Bewegung u.ä. sind natürlich notwendig. Behördengänge reduzieren Sie bitte auf das absolut Notwendige. Sie erreichen uns im Landratsamt telefonisch und wir können ausschließlich in dringenden Fällen einen Termin vereinbaren.

Zweitens: Außer Haus müssen wir Abstände von 1,5 bis 2 Meter einhalten. Das ist immer zu beachten, auch wenn wir mal frische Luft brauchen oder der Hund Gassi gehen will. Wichtig ist der Abstand. Und wir gehen nur mit den Menschen spazieren oder joggen, mit denen wir auch zu Hause zusammen leben.

Drittens: Wir müssen unsere sozialen Kontakte auf das absolute Minimum reduzieren. Das ist entscheidend für die Eindämmung des Coronavirus. Bitte übernehmen wir Verantwortung für die Gemeinschaft, für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.

Für diese drei Grundregeln hat die Bayerische Staatsregierung verschiedene Allgemeinverfügungen erlassen. Sie können diese Regelungen nachlesen unter www.stmgp.de

Die Hinweise zu den wirtschaftlichen Hilfen für Betriebe und freiberuflich Tätige finden Sie unter www.stmwi.de

Alle weiteren interessanten und wichtigen Links zum Beispiel zum Robert-Koch-Institut oder zum Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit finden Sie unter www.landkreis-miltenberg.de

Wenn Sie Erkältungssymptome hatten, wenden Sie sich bitte an Ihre hausärztliche Praxis telefonisch oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117. Wenn Sie Kontaktperson eines positiv auf den Corona-Virus getesteten Menschen sind, dann werden Sie vom Staatlichen Gesundheitsamt kontaktiert.

Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, steht Ihnen das Bürgertelefon des Landratsamtes Miltenberg 09371-501700 zur Verfügung. Sie erreichen uns Montag bis Freitag von 8.00 bis 16 Uhr (donnerstags bis 18 Uhr) sowie am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich bin der festen Überzeugung, dass wir in der Lage sind, diese große Herausforderung zu bewältigen. Aber nur, wenn wir entschlossen und besonnen handeln - und zwar Miteinander, im Miteinander aller staatlichen Institutionen und im Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger. Selten waren wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern so gefordert wie in dieser Krise, aber genau jetzt können wir die Stärke unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft zeigen!

Gemeinsam werden wir diese Herausforderung im entschlossenen und besonnenen Miteinander bewältigen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr
Landrat
Jens Marco Scherf

Persönlich erreichen Sie mich unter meiner dienstlichen Email-Adresse jens-marco.scherf@lra-mil.de Bitte haben Sie Verständnis, wenn in dieser Situation die Bearbeitung von Anfragen in Einzelfällen unerwartet lange dauert oder Sie von meinen Mitarbeiter*innen beantwortet werden.

Mittwoch, 18. März 2020

Fragen an den Landrat (53) - Was macht die Weinheimer Initiative?




Arbeitstagung 2019 im Landratsamt Miltenberg


Im Landkreis Miltenberg fand die jährliche Arbeitstagung der Weinheimer Initiative im Landratsamt statt. Fachleute aus ganz Deutschland diskutierten Ende November über das bisher Erreichte, tauschten unterschiedliche Ansätze aus und warfen einen kritischen Blick auf die Bildungskoordinierung.

Landkreis Miltenberg ist Teil der Weinheimer Initiative

 
Der Landkreis Miltenberg ist seit Oktober 2018 Mitglied in dieser bundesdeutschen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die kommunale Koordinierung bei der Gestaltung der Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt weiter zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur darum, sich für die Verantwortung der Kommunen bei diesem Übergang stark zu machen, sondern sich auch für die Umsetzung geeigneter Rahmenbedingungen einzusetzen. Gerade die hohe Bedeutung der beruflichen Bildung hatte den Kreistag auf Antrag von Kreisrat Dr. Heinz Kaiser veranlasst, dieser Initiative beizutreten.
 

Konkrete Arbeit im Zentrum der Bildungs-Initiative


Bei der Initiative handelt es sich in erster Linie um eine Arbeitsgemeinschaft, in der das Mitmachen gefragt ist. Dass die Arbeit dieser Initiative als wertvoll gesehen wird, lässt sich an der Mitgliedschaft zahlreicher Städte (unter anderem Dortmund, Freiburg, Kassel, Karlsruhe, Stuttgart und Kiel), aber auch Landkreisen wie Göttingen, Offenbach, Rhein-Neckar und auch Miltenberg) ablesen. Sie alle eint die Gewissheit, dass die lokale und regionale Handlungsebene eine besondere Verantwortung im sogenannten Übergangsmanagement hat. Dafür aber braucht es Ressourcen, war in der Sitzung mehrfach zu hören – sowohl personeller als auch finanzieller Art.

Kommunale Verantwortung für die Bildung sollte Pflicht sein! 


Welche Modelle haben sich bewährt? Welche Rahmenbedingungen braucht es? Auf diese Fragen gelte es ständig Antworten zu finden, so das Fazit der Arbeitstagung. Denn, auch in dieser Frage sind sich alle Akteure einig, der Übergang von der Schule in den Beruf sei eine extrem wichtige Weichenstellung für das künftige Leben jedes Auszubildenden. Dass das nicht einfach ist, ist klar: Sowohl Schule wie auch Wirtschaft sind ihren speziellen rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen unterworfen, auf die die Initiative keinen oder nur geringen Einfluss hat. Deshalb brauche es für den Erfolg eine „lokale Verantwortungsgemeinschaft“ unter Beteiligung alles Akteure, die auf Übergänge und Bildungsbiografien Einfluss haben. Deshalb heißt es im Positionspapier der Initiative ganz klar: Die Übernahme kommunaler Verantwortung für Bildung und Übergänge muss eine politische Pflichtaufgabe sein. Rein rechtlich gesehen, ist sie de facto aber eine freiwillige Leistung.

Unterschiedliche Formen des Engagements von Landkreisen 


In mehreren Referaten entwickelte sich am Donnerstag und Freitag am Ende ein uneinheitliches Bild von Bildungskoordinierung, Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring. Das Vorgehen unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, aber auch auf Landkreis- und Stadtebene. Im Landkreis Dithmarschen etwa ist das Bildungsbüro mit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, von denen der Landkreis zwei auf der Lohnliste hat, im Landratsamt Miltenberg kümmert sich Tim Steinbart um Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring. Andere Landkreise wie etwa Rhein-Neckar machen sich gerade auf den Weg und wollen von den vielen Erfahrungen der Mitglieder der Weinheimer Initiative profitieren.

Es kommt auf die Wirkung von Maßnahmen an! 


Auch dem Bildungsmonitoring messen die Mitglieder der Initiative große Bedeutung bei, denn nur so könne man abbilden, welche Maßnahmen notwendig sind, um die jeweils am besten geeigneten Modelle zu entwickeln. Das Monitoring müsse als Grundlage für eigene Entscheidungen dienen, sagte ein Tagungsteilnehmer. So habe man im Landkreis Recklinghausen dank eines eigenen Schulentwicklungsprogramms das Bildungsniveau im dortigen Berufskolleg – eine Schulform, die auf die Sekundarstufe II ausgerichtet ist und sowohl den Hauptschulabschluss ermöglicht wie auch Fachschulen umfasst – deutlich verbessert. Das, zeigte sich Richard Schröder (Kreisverwaltung Recklinghausen) überzeugt, wäre ohne Bildungsmonitoring nicht möglich gewesen.

Landkreis Miltenberg kooperiert mit seinen Gemeinden 


Der Sprecher der Weinheimer Initiative, Heiner Bernhard, zeigte sich an Ende der Tagung sehr beeindruckt von der Art und Weise, wie der Landkreis Miltenberg als Dienstleister für die Kommunen beispielsweise bei der Digitalisierungsplanung der Schulen aktiv sei. Diese Arbeit erfolge zwischen Landkreis und Kommunen auf Augenhöhe, bestätigte Landrat Jens Marco Scherf, der auch die Zusammenarbeit im Sinne der Datenschutzgrundverordnung und der IT-Sicherheit anführte. Dabei gehe es um eine gemeinsame Planung, ohne die Eigenständigkeit auf gemeindlicher Ebene zu verletzen. Diese Hilfe wolle man aber nicht nur auf die technische Seite reduzieren, denn hinter der Digitalisierung der Bildung stecke weit mehr als nur die technische Ausstattung der Schulen.  Es gelte auch die Frage zu beantworten, welche Anforderungen die Digitalisierung an eine gute Bildung stelle. Es sei wichtig, den Menschen die Kompetenz zu vermitteln, damit sie mit der Digitalisierung umgehen können, so der Landrat abschließend.

 

Sonntag, 15. März 2020

Landratswahl 2020 - Vielen Dank für die Unterstützung!








Liebe Bürgerinnen und Bürger,


bei der Landratswahl 2020 habe ich eine von mir so nicht erwartete Unterstützung erhalten! Dazu gehört zum einem, dass die beiden Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90 / Die Grünen den Weg in unsere Heimat gefunden haben, so wie Annalena Baerbock oder eben auch Robert Habeck.


Unterstützung aus Berlin ...



Noch viel wichtiger ist mir aber die Unterstützung der Menschen im Landkreis Miltenberg. Vielen Dank für die große Rückendeckung, den Zuspruch bei vielen persönlichen Kontakten!









Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich den Menschen sagen, die mich öffentlich sichtbar mit Unterstützungsanzeigen unterstützt haben. Ein großes Dankeschön an Ruth Weitz, die diese Anzeigen gestaltet hat, gefühlt rund um die Uhr :)


Vielen Dank Ihnen allen - in dieser großen zahl ist das für mich eine phantastische Überraschung und ein großer Kraft- und Motivationsspender gewesen!




Unterstützung aus dem Landkreis Miltenberg...



































 




 































































… und last but not least, derjenige, der im Januar die Nr. 1 war, mein Freund...