Montag, 26. Juli 2021

Landkreistag-Ausschuss für Landesentwicklung und Umwelt tagt in Miltenberg – seit 1. Mai 2021 Ausschussvorsitzender



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 26. Juli 2021 war der Landkreis Miltenberg erstmals Gastgeber für den Ausschuss für Landesentwicklung und Umwelt, einem der fünf Fachausschüsse des Bayerischen Landkreistags. Einen Tag lang befassten sich elf Landrätinnen und Landräte aus allen Teilen Bayerns unter Leitung ihres Vorsitzenden, Miltenbergs Landrat Jens Marco Scherf, in erster Linie mit dem Schwerpunktthema Klimawandel und Klimaanpassung.

Mit Wirkung vom 1. Mai 2021 hatte ich von der bisherigen Vorsitzenden, Landrätin Maria Rita Zinnecker (Landkreis Ostallgäu), den Vorsitz übernommen. Meine Ausschusskollegin hatte nach Übernahme des Vorsitzes des Tourismusverbands Allgäu von Staatsminister Klaus Holetschek entschieden, den Vorsitz aufzugeben. Sie hatte angeboten, den stellvertretenden Vorsitz des Landesausschusses zu übernehmen und stattdessen mich, den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, zur Wahl des Vorsitzenden vorzuschlagen. Zudem vertrete ich den Bayerischen Landkreistag gemeinsam mit seiner Landratskollegin aus Regen Rita Röhrl, die bayerischen Landkreise beim nationalen Landkreise-Dialog zur nachhaltigen Entwicklung.

Schwerpunkt der Sitzung im Großen Sitzungsaal des Landratsamts waren neben dem aktuellen Stand beim Beteiligungsprozess zur Atommüllendlagersuche die aktuellen Initiativen der Europäischen Union, des Bundes sowie des Freistaates Bayern zu einem konsequenteren Klimaschutz und die mögliche Rolle der bayerischen Landkreise bei der Umsetzung der neuen Zielvorgaben.  

Energiebeirat der Energieagentur Bayerischer Untermain

Am Donnerstag tagt auch der Energiebeirat der Region Bayerischer Untermain in einer wegen der Initiativen von EU und Bund kurzfristig anberaumten Sitzung. Hier geht es zur Energieagentur am Bayerischen Untermain Home (energieagentur-untermain.de)

Zum Hintergrund:

Der Bayerische Landkreistag ist einer von vier kommunalen Spitzenverbänden in Bayern. Darin haben sich die 71 bayerischen Landkreise zusammengeschlossen mit dem wesentlichen Ziel, die kommunale Selbstverwaltung auf Kreisebene zu sichern und zu stärken. Der Landkreistag vertritt die Interessen der Landkreise nach außen, insbesondere gegenüber den gesetzgebenden Organen und den Ministerien. Die Interessen seiner Mitglieder vertritt er zudem in über 60 gesellschaftlichen relevanten Institutionen und Organisationen, aber als Mitglied des Deutschen Landkreistags auch bundesweit. Neben dem Präsidium und dem Landesausschuss hat der Bayerische Landkreistag auch mehrere Fachausschüsse gebildet, die beratende Funktion haben und in ihren jeweiligen Arbeitsgebieten Sachentscheidungen des Landkreistags vorbereiten. Neben dem nun in Miltenberg tagenden Fachausschuss für Landesentwicklung und Umwelt wurden auch die vier weiteren Ausschüsse Recht und Bildung, Finanzen und Sparkassen, Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft und Verkehr gebildet.


Donnerstag, 1. Juli 2021

Gesundheitsregion: Famulaturprogramm Sommer 2021 - jetzt bewerben!


Bewerbungsphase für das Famulaturprogramm 2021 verlängert!

Bald ist es soweit und das Famulaturprogramm - Summer School 2021 im Landkreis Miltenberg für Medizinstudierende geht in die 2. Runde!

Vom 30. August bis 28. September 2021 bietet die Gesundheitsregion plus, die niedergelassene Ärzteschaft sowie die Helios-Klinik Erlenbach zehn Medizinstudierenden die Möglichkeit, ihre Hausarzt- oder Klinikfamulatur im Landkreis abzuleisten. Neben der Tätigkeit in der Arztpraxis und der Klinik werden medizinische Workshops und ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm angeboten. Auch eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit wird gestellt.

Da aktuell noch Plätze frei sind, hat die Gesundheitsregion plus die Bewerbungsphase verlängert. Interessierte Medizinstudierende, haben jetzt noch bis zum 25.07.2021 die Chance sich unter https://gesundheitsregion-plus.landkreis-miltenberg.de/mainlandarzt/famulaturprogramm-bewerbungsbogen/ zu bewerben!

Medizinstudierende, die bereits einen festen Famulaturplatz im Landkreis haben und über eine eigene Übernachtungsmöglichkeit verfügen, können ebenfalls an den Workshops und am Freizeitprogramm teilnehmen.

Weitere Informationen zur Gesundheitsregion plus Landkreis Miltenberg unter https://gesundheitsregion-plus.landkreis-miltenberg.de/


Dienstag, 29. Juni 2021

Impfstatus Landkreis Miltenberg: Ausreichend Impfstoff im Impfzentrum Miltenberg erwartet - deshalb jetzt registrieren auch ohne Priorisierung!



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Ende Juni hat sich die Impfstoffversorgung deutlich stabilisiert, wir erwarten im Juli deutlich mehr Impfstoff. Wichtigste Botschaft:

Im Impfzentrum Miltenberg haben alle priorisierten Personen ein Terminangebot erhalten!

  • Wir erwarten ausreichend Impfstoff für zahlreiche Erstimpfungen nicht-priorisierter Personen im Juli!

  • Jetzt macht es für alle ab 16 Jahren Sinn sich zu registrieren: www.impfzentren.bayern


Über 61.000 Erstimpfungen im Landkreis Miltenberg – über 41.000 Zweitimpfungen

Nach aktuellem Stand haben im Landkreis Miltenberg insgesamt 61.636 Menschen ihre Erstimpfung gegen Covid-19 sowie 41.405 Personen die Zweitimpfung erhalten. Hiervon erhielten 38.888 Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung und 27.994 Personen die Zweitimpfung im Impfzentrum und über die mobilen Teams. In den Hausarztpraxen im Landkreis erhielten 22.748 Personen die Erst- und 13.411 Personen die Zweitimpfung.

Für eine Impfung im Impfzentrum haben sich 9.450 Personen registriert. Alle Impflinge der Prioritätsstufen 1,2 und 3 wurden inzwischen zur Erstimpfung eingeladen.


Jetzt wieder registrieren unter www.impfzentren.bayern

Da der Landkreis in Kürze größere Mengen an Impfstoffe erwartet, sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sich zur Impfung zu registrieren, insbesondere vor dem Hintergrund der sich rasch verbreitenden Delta-Variante. Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, sich unter www.impfzentren.bayern für eine Impfung zu registrieren. Vollkommen unabhängig von einer Priorisierung macht die Registrierung nun für jeden ab einem Alter von 16 Jahren Sinn! Gerade wegen der Ausbreitung diverser Virus-Mutanten bitte ich Sie: Nutzen Sie die Chance zur Impfung.


Impfbrücke für ganz Flexible und Spontane

Weiterhin besteht die Möglichkeit, über die sogenannte „Impfbrücke“ einen kurzfristigen Termin zur Erstimpfung erhalten. Dabei handelt es sich um übrig gebliebene Impfdosen, weil jemand nicht erschienen ist oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnte. Über die „Impfbrücke“ besteht für Impfregistrierte, die noch keine Corona-Erstimpfung erhalten haben, eine Gelegenheit, möglicherweise kurzfristig geimpft zu werden. Wer teilnehmen möchte, registriert sich zunächst unter https://impfzentren.bayern/citizen, anschließend ist die Anmeldung unter https://forms.office.com/r/bHVqVVaGBa zur „Impfbrücke“ möglich. Bereits registrierte Personen können sich direkt zur „Impfbrücke“ anmelden. Damit ausschließlich Personen informiert werden, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, werden in jeder Woche nur die Personen berücksichtigt, die sich jeweils in der Vorwoche über das Online-Formular der „Impfbrücke“ registriert haben. Ältere Einträge werden gelöscht. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, sich jede Woche erneut für die Folgewoche zu registrieren.


Der digitale Impfausweis

Wer über das Impfzentrum Miltenberg die Zweitimpfung erhält, bekommt bereits die Unterlagen für den digitalen Impfausweis ausgehändigt. Seit vergangener Woche besteht auch die Möglichkeit, in den örtlichen Apotheken sich das Impfzertifikat ausstellen zu lassen. Komfortabel können sich die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises Miltenberg auf der Seite www.mein-apothekenmanager.de über die Ortseingabe bei der Suchfunktion informieren, welche Apotheken diesen kostenlosen Service anbieten. Mitzubringen ist der Personalausweis, alternativ Reisepass sowie der Impfausweis bzw. die Impfbescheinigung. Wer bereits eine App wie zum Beispiel die Corona-Warn-App oder die CovPass-App installiert hat, bekommt das Zertikat direkt vor Ort auf das Handy übertragen. Dies gilt als europäisch anerkannter digitaler Impfnachweis und verschafft Erleichterungen beim Einkaufen oder Reisen. Zusätzlich wird in der Apotheke ein pdf-Dokument generiert und als Ausdruck dem Impfling mitgegeben. Von dieser Alternative können somit auch Personen ohne Handy oder App-Nutzungswunsch profitieren.


Montag, 28. Juni 2021

Natur: Die Weißstörche sind zurück im Landkreis Miltenberg!


Fotos: Winfried Zang


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist nun über 70 Jahre ist her, dass zuletzt ein Weißstorchenpaar im Landkreis Miltenberg gebrütet hat – damals auf dem Pfarrhaus in Sulzbach am Main. Warum die Störche danach verschwunden sind, weiß niemand. Nun aber ist das Warten vorbei und nicht nur meine Freude ist groß: Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Störche im Landkreis Miltenberg gesichtet wurden, wird im Frühjahr 2021 erstmals wieder gebrütet!

Ein Paar dieser Zugvögel hat sich auf einem ehemaligen Graureiherhorst auf dem Gelände des Industriecenters Obernburg niedergelassen und zieht drei derzeit Jungvögel auf. Ein gutes Fernglas ist notwendig, damit man die Weißstörche vom gegenüberliegenden Mainufer erkennen kann.

Als Thomas Staab vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) davon erfuhr und mich darüber informierte, war die Freude natürlich groß. In Kleinostheim brüten Störche, im benachbarten Hessen auch und so war es dem Vogelexperten klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis die Tiere auch im Landkreis Miltenberg wieder zu Gast sein würden. Vom Obernburger Mainufer aus beobachtete ich am Freitag gemeinsam mit Thomas Staab den auf einer hohen Kiefer liegenden Horst. Da der Storch ein Kulturfolger ist, seien die Tiere an Menschen gewöhnt, beruhigte mich Thomas Staab ob des interessanten Standorts am Main zwischen dem zweitgrößten Chemistandort Bayerns und der stark befahrenen B469 auf der anderen Mainseite. Aber die Störche kennen sich gut aus mit dem Menschen und dessen Eigenarten – schließlich nutzen sie auch Industriebauten, Kamine und Kirchtürme für den Horstbau. Ein Weißstorch-Schutzprogramm des LBV half in Bayern in den letzten Jahrzehnten den Störchen bei der Ansiedlung. Dadurch wurden Nahrungsmängel beseitigt und die Nester betreut.

                                              

Offenbar haben die Störche laut Thomas Staab hier gute Bedingungen für eine Brut vorgefunden, denn den drei Jungvögeln gehe es gut. Staab: „Sie machen einen propperen Eindruck.“ Ständig bleibt ein Elternteil im Horst, damit nicht Raubvögel wie der ebenfalls im Landkreis Miltenberg wieder sehr häufige Milan das Nest räubern. Ein Elternteil ist für die Nahrungsbeschaffung zuständig und kommt regelmäßig zur Fütterung in den Horst. Die Mainwiesen rund um Obernburg, Elsenfeld und Erlenbach bieten den Weißstörchen ein reichhaltiges Nahrungsangebot und die nasse Witterung der letzten Tage hat den Tieren eine gut gedeckte Tafel mit Mäusen, Fröschen, Eidechsen und Insekten beschert. „Hitzeperioden und Trockenheit vertragen Weißstörche nicht“, erklärte Staab.

Die brütenden Altvögel habe man am 9. Mai entdeckt, der erste Jungvogel sei am 2. Juni bemerkt worden. Die Weißstörche hätten relativ spät mit der Brut begonnen, weiß der LBV-Regionalgeschäftsführer, denn die Brutzeit beginne eigentlich im April. Dass die Obernburger Störche spät dran waren, erklärt sich Staab damit, dass sie offenbar eine weitere Reise aus dem Süden zurückgelegt haben als ihre Artgenossen in Kleinostheim, die mit ihrer Brut weiter fortgeschritten seien. Störche hätten auch viel Glück nötig, um die weite Reise von und nach Afrika zu überstehen, weiß Staab: Sie brauchen Thermik – und die ist über Wasserflächen wie der Meerenge von Gibraltar oder dem Bosporus problematisch. Darüber hinaus seien viele traditionelle Rastplätze der Störche mittlerweile verbaut, in Afrika würden die Tiere zudem geschossen.


Mitte Juli geht es schon zurück Richtung Afrika

Thomas Staab rechnet damit, dass die Jungstörche etwa Mitte Juli ihren Weg nach Süden antreten werden, die Altvögel folgen später. Da Störche eine gewisse Standorttreue haben, könne man darauf hoffen, dass die Tiere auch in den folgenden Jahren wieder ihren Weg nach Obernburg finden, glaubt Staab. Die Jungvögel aus dem Horst im ICO werden zwischen drei und fünf Jahren bis zur Geschlechtsreife brauchen, dämpft Staab die Hoffnung auf viele Nester im kommenden Jahr. Da Weißstörche aber über 35 Jahre alt werden können, sei die Chance gut, die Tiere später hier brüten zu sehen.

Es ist einfach ein wunderbarer Anblick und es lässt mir wirklich das Herz höherschlagen, wenn ich das Horst mit dem Fernglas in Augenschein nehme. Noch größer war unsere Freude, als während der Horstbeobachtung mehr als zehn junge Weißstörche über den Mainwiesen kreisten – ein sensationelles Naturspektakel. Diese Tiere waren in den letzten Tagen schon auf den Mainwiesen gesichtet worden, als sie nach Nahrung suchten.


Rücksicht auf die Tiere nehmen!

Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht zu nah an die Tiere heran zu gehen und sie bei der Nahrungssuche nicht zu stören. Vor allem müssten die Hunde an der Leine gehalten werden – wie prinzipiell in der Flur und im Wald. Wichtig sei es zudem, kein Plastik in der Natur zu hinterlassen, so der Landrat. Grund: Immer wieder kommt es vor, dass Weißstörche Plastiktüten oder Plastikteile in den Horst einbauen. Die stören den Wasserabfluss, so dass die Eier aufgrund von Staunässe nicht ausgebrütet werden können.


Um die Tiere bei Brut und Aufzucht nicht zu stören, haben wir Flursäuberungsaktion des Landkreises in diesem Jahr auf den 18. September gelegt.

Mehr Informationen zum Weißstorch beim Landesbund für Vogelschutz im Internet unter www.lbv.de/naturschutz/artenschutz/voegel/weissstorch 

                                             

Fotos: Winfried Zang


Freitag, 25. Juni 2021

Aus erster Hand: Der Podcast aus dem Landkreis Miltenberg, Folge 9, mit Bernd Schötterl


Vor der Sommerpause bin ich im Gespräch mit meinem Stellvertreter Bernd Schötterl, u.a. zum Re-Start unseres Vereinslebens im Juni, zur Situation der Kinder und Jugendlichen, zum Bau der Mainbrücke Kirschfurt / Freudenberg sowie zu Themen wie Klimaschutz oder die Suche nach dem Atommüllendlager.

Hören Sie einfach mal rein!


 


meine-news.de


https://www.meine-news.de/kreis-miltenberg/c-meine-news-tv-heimat/podcast-mit-landrat-jens-marco-scherf-juni-2021_a97699


YouTube

https://youtu.be/DscSIK1U3TE


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https://www.facebook.com/meinenews.TV/videos/318437489947511


Mittwoch, 23. Juni 2021

Chance nutzen: Zahlreiche Ausbildungsstellen warten noch auf motivierte junge Menschen!




Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich habe ein besonderes Anliegen: Zahlreiche erfolgreiche Betriebe und Unternehmen im Landkreis Miltenberg und am Bayerischen Untermain warten zum Ausbildungsstart im Herbst 2021 mit einer großen Zahl offener Stellen auf motivierte junge Menschen. Es gibt deutlich mehr offene Ausbildungsplätze als in den vergangenen Jahren.

Drei Plattformen für Ausbildungsplätze:

Nutzen Sie bzw. ihr jetzt noch die Chance auf den Start in die berufliche Ausbildung 2021:

Zum Beispiel unter

Vielen Dank an die Unternehmen und Betriebe, die gerade jetzt so auf den Nachwuchs, auf die Jugend und auf die berufliche Ausbildung setzen.

Nutzen wir diese Chance!

Ihr

Jens Marco Scherf, Landrat


Freitag, 18. Juni 2021

Impfkampagne: Zusätzlicher Impfstoff für den Landkreis Miltenberg




Liebe Bürgerinnen und Bürger,


relativ rasch nach Beginn der Impfkampagne gegen Covid-19 in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte habe ich gemeinsam mit meinen Landratskolleg*innen ein Problem erkannt: Da es in den Großstädten mehr Arztpraxen gibt, werden dort auch mehr Erstimpfungen durchgeführt. Sehr früh haben wir Landrät*innen uns in dieser Sache, ich nenne es „Impfschere“, an den Bundesgesundheitsminister und an unseren Bayerischen Gesundheitsminister gewandt. Bei der Tagung des Bayerischen Landkreistags mit Bundesgesundheitsminister Spahn hatte dieser noch sehr wenig Verständnis für dieses Problem gezeigt, aber in München wurden die Bedürfnisse der Menschen im ländlichen Raum jetzt wohl erkannt.


In der zweiten Juni-Hälfte erhält der Landkreis Miltenberg nun 1186 zusätzliche Impfdosen, vor allem Moderna, womit wir nun im Impfzentrum Miltenberg zusätzlich knapp 600 Menschen auf unserer Warteliste eine Erst- und Zweitimpfung anbieten können. Das freut mich sehr, denn wir müssen verhindern, dass in den ländlichen Räumen die Bevölkerung verzögert und langsamer ein Impfangebot erhält!


Hier können Sie die Pressemitteilung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nachlesen:


Holetschek: Erneut große Sonderkontingente für 28 Regionen mit niedriger Impfquote in Arztpraxen - Bayerns Gesundheitsminister: Wir gleichen mit zusätzlichen Sonderkontingenten regionale Ungleichgewichte aus


Mit erneuten Impfstoff-Sonderkontingenten unterstützt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek jetzt 28 bayerische Stadt- und Landkreise, die eine niedrige Impfquote aufweisen. Holetschek sagte am Donnerstag in München: „Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten. Einige Regionen haben beispielsweise eine geringere Ärztedichte. Deshalb haben wir dort eine geringere Impfquote in den Arztpraxen und damit im Ergebnis ein geringeres Angebot an Schutzimpfungen.“


Holetschek kritisierte: „Wir brauchen einen gerechten Ausgleich der unterschiedlichen Arztdichte in den Regionen. Das Bestellsystem des Bundes berücksichtigt dies nicht. Dadurch werden bestimmte Regionen bei den Impfungen in den Arztpraxen strukturell benachteiligt. Wenn beispielsweise Praxen weniger Impfdosen bestellen, was in geringem Umfang auch in den Pfingstferien zu bemerken war, wirkt sich das natürlich auf die Impfquote der gesamten Region aus. Bayern springt erneut ein, um einen gerechten Ausgleich zu schaffen.“


Das Gesundheitsministerium hat in Abstimmung mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag ein Verfahren zur Verteilung von Sonderkontingenten zum Ausgleich der regionalen Unterschiede erarbeitet. Die zusätzlichen Impfdosen werden den Impfzentren in Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten, deren Impfquoten von Seiten der Arztpraxen um mehr als ein Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt liegen. Die Menge des zusätzlich angebotenen Impfstoffs ist abhängig vom Grad der Abweichung.


„Ich freue mich, dass wir in größerem Umfang erneut Impfdosen zur Verfügung stellen können. Das ist ein gutes Signal für einen gleichmäßigen Impffortschritt in ganz Bayern!“, sagte der Staatsminister. Holetschek ergänzte: „Die Sonderkontingente zeigen auch, wie eng die Impfungen in den Arzt­praxen und in den Impfzentren verzahnt sind. Beide Systeme ergänzen sich und sind die festen Säulen, auf denen die Bayerische Impfstrategie steht.“ Der Minister forderte zugleich den Bund erneut auf, das Bestellsystem der Ärzte zu verbessern und Arztpraxen in Regionen mit geringerer Arztdichte größere Bestellmengen zu ermöglichen.


Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags, fügte hinzu: „Nachdem wir ab nächster Woche wieder verstärkt in die Phase der Erstimpfungen kommen, kann der Freistaat Bayern jetzt mit Sonderkontingenten für mehr Gerechtigkeit bei der Impfstoffverteilung sorgen. Die bei der sogenannten „Arztimpfquote“ deutlich unter dem bayernweiten Schnitt liegenden Landkreise und Städte können daher über die Impfzentren ein Stück weit aufholen. Ich danke Staatsminister Klaus Holetschek, dass er das Ziel „gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ auch beim Thema Impfgerechtigkeit mit Nachdruck verfolgt!“

Bernd Buckenhofer, Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags, ergänzte: „Da die Impfquoten der niedergelassenen Ärzte immer noch regional sehr unterschiedlich sind, tragen Sonderlieferungen für stark betroffene Städte und Landkreise zur regionalen Ausgewogenheit bei. Es braucht zudem mehr Impfstoff und noch mehr Ärzte, die Impfungen vornehmen.“

Der Minister ergänzte: „Wir stellen insgesamt rund 100.000 Impfdosen Moderna zur Verfügung. Rund 50.000 Impfdosen für Erstimpfungen und noch einmal 50.000 Impfdosen für Zweitimpfungen. Die Dosen für die Erstimpfungen werden in drei Tranchen in den Kalenderwochen 24, 25 und 26 in den Impfzentren ankommen; dabei geht die erste Tranche an insgesamt neun Impfzentren. Dazu kommen noch Sonderlieferungen von AstraZeneca in Höhe von rund 40.000 Dosen (je 20.000 für Erst- und 20.000 für Zweitimpfungen), die den 28 Regionen ebenfalls angeboten werden.“

Die rund 7.000 Impfdosen, davon zunächst 2.500 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 2.000 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Lindau (Bodensee) (Lkr.), Haßberge (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.). Die weiteren 2.500 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 4.800 Impfdosen, davon zunächst 1.700 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 1.400 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Altötting (Lkr.), Coburg (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Bad Kissingen (Lkr.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.). Die weiteren 1.700 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 2.400 Impfdosen, davon zunächst 800 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 800 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca., gehen an Mühldorf a.Inn (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.), München (Lkr.), Miltenberg (Lkr.), Donau-Ries (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Landshut (Sk.). Die weiteren 800 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.


Die erste Tranche an Impfdosen des Impfstoffes von Moderna kommt am 18. Juni in den neun Impfzentren Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Lindau (Bodensee) (Lkr.) an.

In KW 25 gehen Impfdosen von Moderna nach Altötting (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Coburg (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.), Haßberge (Lkr.) und Bad Kissingen (Lkr.). Außerdem werden in dieser Woche die Impfdosen von AstraZeneca an die Landkreise und kreisfreien Städte ausgeliefert, die das Angebot angenommen haben.

In KW 26 erhalten die Impfzentren Landshut (Sk.), Mühldorf a.Inn (Lkr.), München (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.) und Donau-Ries (Lkr.) sowie Miltenberg (Lkr.) Impfdosen von Moderna.  

Gesundheitsminister Holetschek betonte: „Die zusätzlichen Lieferungen werden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, sondern es handelt sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs. Ich freue mich, dass wir vier Wochen nach dem ersten Sonderkontingent nun schon weitere Sonderkontingente an die Impfzentren geben können. Für ganz Bayern ist das ein gutes Signal!“