Freitag, 22. Januar 2021

Pandemie: Zweitimpfungen im Landkreis Miltenberg erfolgreich gestartet!




Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 27. Dezember 2020 startete der Landkreis Miltenberg gemeinsam mit den Chefärzten der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach erfolgreich die bundesweite Impfkampagne. Klare Aussage der Chefärzte: Wir vertrauen dem Impfstoff! Seitdem wurden über 50 Prozent des ärztlichen und pflegerischen Personals der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach gegen das SARS-CoV-2-Virus geimpft, insgesamt wurden im Landkreis Miltenberg über 2.000 Menschen gegen Covid-19 geimpft. Gemäß der bayernweiten Strategie werden zunächst vor allem Bewohner*innen in den 19 stationären Wohneinrichtungen im Landkreis Miltenberg gemeinsam mit dem Fachpersonal geimpft.

Am Montag, den 18. Januar 2020 begann nun die zweite Impfrunde.

 

„Die Impfung ist eine der wichtigsten rettenden Anker in der Pandemie. Wir haben keine andere medizinische Chance.“ – so beschrieb Frank Ziegler, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin die Bedeutung der Corona-Impfung beim Start der bundesweiten Impfkampagne im Dezember. Seitdem konnten rund 50 Prozent des Pflege- und Funktionsdienstes sowie 67 Prozent des ärztlichen Dienstes der Helios Kliniken Miltenberg und Erlenbach geimpft werden. „Wir freuen uns, dass die Möglichkeit der Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus in unseren beiden Kliniken so gut angenommen wird“, so Klinikgeschäftsführer Sven Axt zur Impfbereitschaft des Klinikpersonals. Nebenwirkungen gab es nur wenige zu beklagen: Die Geimpften berichteten vor allem von Schmerzen rund um die Einstichstelle in Folge der Impfung. Schwerere Nebenwirkungen, die zu Personalausfällen etwa aufgrund von Fieber führten, gab es nur einmal.

Auch Landrat Jens Marco Scherf blickt erfolgreich auf die Erstimpfung von über 2.000 Menschen im Landkreis Miltenberg zurück: „Ich bin froh, dass trotz der Lieferengpässe derzeit wenigstens die Zweitimpfung sichergestellt ist, und freue mich zudem über die hohe Impfbereitschaft beim medizinischen und pflegerischen Fachpersonal!“ Drei Wochen nach Impfbeginn beginnt nun die zweite Impfrunde, bei der mehr Impfreaktionen erwartet werden. Dabei ist die Impfreaktion als Immunantwort des Körpers zu verstehen, wodurch er sein Immunsystem trainiert. Tatsächlich meldeten bereits einige Impflinge, dass sich kurze Zeit nach der Impfung grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost einstellten, die aber bereits nach 24 Stunden wieder abgeklungen seien. Dennoch haben nicht nur die Ärzteschaft, sondern auch die Pflege großes Vertrauen in den Impfstoff. Als eine der ersten wurden Maria Atilmis und Markus Bachmann geimpft. Beide arbeiten auf der Intensivstation der Helios Klinik Erlenbach: „Ich habe Covid-Patienten gepflegt und die mitunter schweren Verläufe der Infektion gesehen. Darunter waren auch junge Patienten. Es kann jeden von uns treffen – nicht nur die Alten und Schwerkranken“, erklärt Bachmann seine Entscheidung zur Impfung. Atilmis kann das nur bestätigen: „Ich lasse mich lieber impfen, als Gefahr zu laufen, mich mit dem Corona-Virus zu infizieren und möglicherweise ein Leben lang an den Spätfolgen zu leiden.“

 

                        

 

Das Impfzentrum Miltenberg weist darauf hin, dass sich die Bevölkerung für eine Impfung online registrieren lassen kann unter https://impfzentren.bayern . Fragen zur Impfung werden auf der Sonderseite zum Impfen unter www.landkreis-miltenberg.de oder beim Servicetelefon des Landratsamtes 09371/501750 montags bis freitags 8 bis 16 Uhr und am Wochenende von 9 bis 16 Uhr beantwortet. Aufgrund der großen Nachfrage kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Mit einem Start der Impfung der zunächst priorisierten Bevölkerung über 80 Jahren wird aufgrund knappen Impfstoffes frühestens Anfang Februar gerechnet.

Mittwoch, 20. Januar 2021

Pandemie: Thermoboxen „Made in MIL“ halten Corona-Impfstoff weltweit kühl



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

dass die Impfungen gegen das Corona-Virus weltweit und flächendeckend möglich sind, ist zu einem großen Teil auch ein Verdienst des Würzburger Unternehmens Va-Q-Tec: Startseite - va-Q-tec | Always the right temperature (va-q-tec.com).

Dank der Produkte dieses von Joachim Kuhn und Roland Caps – beide aus dem Landkreis Miltenberg – gegründeten High-Tech-Unternehmens kann der Biontech-Impfstoff bei Temperaturen von minus 70 Grad gelagert und über weite Strecken transportiert werden.

                                   

Das Unternehmen mit Stammsitz am Gründungsort in Würzburg, hat dem Impfzentrum des Landkreises vier solche Thermoboxen zur Verfügung gestellt, die den sicheren Transport des Impfstoffs gewährleisten. Roland Caps, zuständig für Forschung und Entwicklung im börsennotierten Konzern, übergab uns die Boxen am Freitag in Miltenberg und wies die Impfzentrums-Verantwortlichen des Roten Kreuzes – Impfkoordinator Björn Bartels und Impfteamleiter Alexander Kremer – in die korrekte Handhabung der Produkte ein.

Die Kühlboxen von Va-Q-Tec arbeiten laut Caps als Passivkühlboxen, die ohne Zuführung von externer Energie auskommen. Die Würzburger haben dafür sogenannte Vakuumisolationspaneele entwickelt, die in Thermoboxen das Halten der darin herrschenden Temperatur über mehrere Tage gewährleisten. Diese Art der Dämmung ist Caps zufolge bis zu zehnmal effektiver als etwa Styropor. Vier Temperatursensoren, die Caps ebenfalls übergab, überwachen die Temperaturen im Inneren der Boxen. Im Januar habe ich mir selbst von der Bedeutung der Kühlboxen am Standort in Würzburg ein Bild machen können.

                           

Die Thermoboxen aus Würzburger Fertigung spielen im Impfzentrum des Landkreises Miltenberg eine wichtige Rolle – vor allem beim Transport des Vakzins zu den mobilen Impfteams. Der heruntergekühlte mRNA-basierte Impfstoff wird nach Eintreffen im Impfzentrum sofort in große Kühlschränke mit medizinischer Zulassung gelegt, wo er langsam auftaut. Mit einer Temperatur von rund 5 Grad werden die Dosen in den Va-Q-Tec-Thermoboxen, die zudem mit speziellen Kühlakkus versehen sind, zu den mobilen Impfteams gebracht. Am Einsatzort wird jedem Impffläschchen zunächst eine kleine Dosis Natriumchlorid zugegeben. Nach mehrmaligem Rotieren der Fläschchen und einer kurzen Ruhezeit können danach bis zu sechs Dosen in rascher Folge verimpft werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie fast Raumtemperatur. Die fünfköpfigen Impfteams arbeiten nach Aussage von Björn Bartels bei den Impfungen sehr sorgfältig und planen die Zahl der Impfungen präzise, so dass am Ende des Tages keine Impfdosis mehr übrig ist. Denn, so Alexander Kremer: „Angebrochene Fläschchen dürfen nicht gelagert und wiederverwendet werden.“

                          

Impfzentrum Nord angedacht

Wertvolle Dienste könnten die Boxen aber auch in naher Zukunft leisten, denn ich habe den Auftrag erteilt, dass wir zur Sicherstellung maximaler Impfkapazitäten ergänzend zum Impfzentrum Miltenberg ein zweites Impfzentrums im Nordlandkreis konzipieren. Den im Frühjahr wird der Zeitpunkt kommen, dass der Impfstoff nicht mehr zu knapp ist, sondern in ausreichender Menge vorhanden ist. Und dann könnten wir die große Box zur Versorgung des Impfzentrums Nord gut gebrauchen.

Ebenso muss noch von den verantwortlichen Stellen in München geklärt werden, wie im Laufe des Frühjahrs bei ausreichend vorhandenem und einem gut transportablen Impfstoff eine Impfung nicht mobiler Menschen zu Hause ermöglicht werden kann. Derzeit gibt die schwergängige Registrierungssoftware https://impfzentren.bayern keine Möglichkeit her, auf eine Gehbehinderung oder fehlende Mobilität hinzuweisen.

                                        

Mit den beiden Gründern von va-Q-tec, Roland Caps und Joachim Kuhn, in Würzburg


Impfen gegen Corona: Die zehn wichtigsten Fragen zum Impfen im Landkreis Miltenberg


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Impfung gegen das Corona-Virus ist eine große Chance für uns alle im Kampf gegen die Pandemie und eine große Herausforderung in der Abwicklung.

Zur Anmeldung kommen Sie über das Online-Portal www.impfzentren.bayern oder über die Sonderseite zur Impfung des Landratsamtes Miltenberg: Landkreis Miltenberg - Coronavirus - Impfung (landkreis-miltenberg.de)

Aus den Fragen an das Servicetelefon Impfen des Landratsamtes Miltenberg hat das Team des Impfzentrums die 10 wichtigsten Fragen zur Impfung zusammengestellt. Unser Servicetelefon Impfen unter Telefon 09371-501750 ist grundsätzlich montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und am Wochenende von 9 bis 14 Uhr erreichbar - aufgrund der extrem hohen Zahl der Fragen oft aber "belegt". Deshalb unser Service mit den zehn wichtigsten Fragen zum Impfen zum Nachlesen!

Eines gerne vorab: Wir haben aus Miltenberg KEINEN Zugriff auf die Terminvergabe, weshalb wir keine gemeinsamen Termine für Paare, Familien oder Menschen aus einem Ort steuern können.

Direkt und sicher noch besser lesbar finden Sie die 10 wichtigsten Fragen zur Impfung unter Landkreis Miltenberg - Coronavirus - Impfung (landkreis-miltenberg.de)




Dienstag, 19. Januar 2021

Engagement: Initiative miteinanderMIL unterstützt bedürftige Menschen mit FFP2-Masken


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn mich eines sehr positiv beeindruckt, dann ist es das starke Miteinander so vieler Bürgerinnen und Bürger in der Pandemie. So viele Menschen handeln verantwortungsvoll und besonnen und sind bereit, miteinander Verantwortung zu übernehmen. Ein herausragendes Beispiel so vieler toller Menschen ist die Initiative miteinanderMIL!

Jetzt im Januar gibt es wieder ein tolles Projekt, mit dem miteinanderMIL solidarisch die Menschen unterstützt, die aus finanziellen Gründen von der FFP2-Masken-Pflicht beim Einkaufen, Bus fahren oder Besuch in der Arztpraxis in besonderer Weise betroffen sind.

Hier die Beschreibung des Projekts, das auch Sie unterstützen können!

"MiteinanderMIL....solidarisch mit allen, die sich FFP2-Masken nicht leisten können

Liebe Freunde und Unterstützer von MiteinanderMIL,

wir starten ab sofort eine Spendenaktion, bei der FFP2-Masken Organisationen zur Verfügung gestellt werden, die sich um Bedürftige kümmern.

Mit im Boot sind schon die Martinsläden in Erlenbach und Miltenberg, die sich um die Grundversorgung von einkommensschwachen Personen kümmern, sowie die Lebenshilfe in Erlenbach und Schmerlenbach, die Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Handicap betreiben.

Wir freuen uns, bereits in dieser Woche 240 Masken aus privaten Sachspenden mit Hilfe der Ausgabestellen verteilen zu können.

Wie können auch Sie helfen?

Ab Dienstag oder Mittwoch stehen in Apotheken und Geschäften im südlichen Landkreis Miltenberg, die FFP2-Masken in ihrem Sortiment haben, Sammelkörbe für die Initiative #MiteinanderMIL bereit Dort können FFP2-Masken gespendet werden: Beim Einkauf einfach eine oder mehrere Masken zusätzlich kaufen und diese in den Korb legen. Die Initiative MiteinanderMIL sammelt die gespendeten Masken regelmäßig ein und verteilt sie an die oben genannten Abnehmer. Geldspenden sind nicht möglich, da es sich bei der Initiative nicht um einen eingetragenen Verein handelt.

Derzeit gibt es Spendenkörbe in folgenden Verkaufsstellen:


  • Miltenberg: Nord-Apotheke

  • Anker-Apotheke

  • Mäander-Apotheke

  • Park-Apotheke

  • Bären-Allerlei, Hauptstraße 132 (10 bis 14 Uhr,

  • bis Samstag, 23. Januar)

  • Bürgstadt: Adler-Apotheke

  • Amorbach: Abtei-Apotheke

  • Löwen-Apotheke


Online-Spenden an MiteinanderMIL sind möglich über Kuhn Maßkonfektion in Schneeberg für zertifizierte FFP2-Masken aus ausschließlich deutscher Produktion. Beim Online-Einkauf können mit dem Rabattcode Maskenspende#MiteinanderMIL gespendete Masken an die Initiative weitergegeben werden. Die Firma Kuhn verdoppelt die Spende: Mit dem Kauf von beispielsweise fünf Spenden-Masken können so zehn Masken gespendet werden. Link zur Aktion: www.kuhn-masskonfektion.com/Covid-19/FFP2-Maskenspende/

Die Initiative #MiteinanderMIL freut sich über weitere Sammelstellen für Masken-Spenden. Kontakt über Adelheid Kempf an MiteinanderMIL@gmx.de. Gemeinnützige Organisationen, die gespendete Masken für Menschen mit geringem Einkommen benötigen, wenden sich bitte ebenfalls an die genannte Mailadresse.

Die Initiative #MiteinanderMIL freut sich über jede Beteiligung – unabhängig vom Einkommen. Neben der Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen setzen wir damit gemeinsam ein Zeichen gegen die Querdenker in der Region. Jede gespendete Maske ist ein Statement!

Bitte diesen Beitrag teilen, damit möglichst viele Menschen aus dem Landkreis davon erfahren.


Für das Orga-Team von MiteinanderMIL:

Adelheid Kempf (Organisatorin Spenden)

sowie Katharina Zühl, Christian Wierer, Philipp Wesselburg, Steffen Salvenmoser, Monika Oswald, Christine Mai, Simone Kuhn, Frank Küster, Daniel Held, Joanne Erbacher, Florian Bofinger, Eva Eck, Jens Schimmer, Thomas Belz und Sabine Balleier.


Mein Dank geht an miteinanderMIL und alle Menschen, die dieses herausragende Engagement unterstützen!


Karriere: Ärztin oder Arzt für Leitung des Staatlichen Gesundheitsamtes in Miltenberg gesucht!



Die Regierung von Unterfranken sucht zum 01.06.2021

 

eine Fachärztin/ einen Facharzt (m/w/d) als Leitung des Staatlichen Gesundheitsamtes beim Landratsamt Miltenberg

 

Das Tätigkeitsspektrum umfasst Aufgaben in den folgenden Bereichen:

  • Leitung eines multiprofessionalen Teams bestehend aus Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Hygienekontrolleur*innen, Fachkräften für Sozialmedizin und Verwaltungspersonal (m/w/d)

  • Aufgaben im Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes z.B. im Bereich amtsärztlicher und sozialmedizinischer Gutachten, der Umweltmedizin, der Hygiene und des Infektionsschutzes

     

    Anforderungsprofil:

  • Medizinstudium sowie Approbation als Ärztin/ Arzt (m/w/d)

  • abgeschlossene Weiterbildung zur Amtsärztin/ zum Amtsarzt (m/w/d) an einer der Akademien für den öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland oder die Bereitschaft zur Weiterbildung binnen drei Jahren nach Tätigkeitsaufnahme

  • Personalführungs- und Sozialkompetenz sowie idealerweise Erfahrungen in der Führung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

  • Promotion ist erwünscht

     

    Wir bieten:

  • eine Einstellung in der Entgeltgruppe E15 bzw. Weiterentwicklung im Beamtenverhältnis voraussichtlich bis zur Besoldungsgruppe A15 mit Amtszulage BayBesG

  • familienfreundliche Arbeitszeiten i.d.R. ohne Schicht-, Nacht und Wochenenddienste

  • eine Fachkräftezulage nach dem TV-L (in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) sowie voraussichtlich bei Übernahme in das Beamtenverhältnis einen Zuschlag zur Sicherung der Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes

     

    Allgemeine Hinweise:

    Die Gleichstellung aller Menschen ist für uns selbstverständlich. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzel-falls bevorzugt berücksichtigt. Die Vollzeitstelle ist grundsätzlich teilzeitfähig, sofern durch Jobsharing die ganztätige Wahrnehmung der Aufgabe gesichert ist.

     

    Erbetene Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsschluss:

    Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Approbation, Promotion, Facharztanerkennung, Zeugniskopien und Nachweise über die bisherigen Tätigkeiten) senden bitte bis spätestens 01.03.2021 an elke.steininger-vogt@reg-ufr.bayern.de (1 Dokument, 5 MB).

     

    Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:

Fachlich: Herr Dr. Schuà (Tel. 0931/380-1177), Herr Dr. Dittmeier (Tel. 09371/501- 553); Personalrechtlich: Frau Steininger-Vogt (Tel. 0931/380-1240)




                      

Allgemeine Hinweise:

Die Gleichstellung ist für uns selbstverständlich. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Weiter weisen wir darauf hin, dass wir etwaige mit der Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch in unserem Hause verbundene Kosten, insbesondere Fahrtkosten, nicht übernehmen können.

Ihr Ansprechpartner:

Frau Elke Steininger-Vogt Telefon: 0931 - 380-1240 E-Mail: elke.steininger-vogt@reg-ufr.bayern.de  
Herr Dr. Rainer Schuà Telefon: 0931 - 380-1177 E-Mail: 
rainer.schua@reg-ufr.bayern.de

                             


Montag, 18. Januar 2021

Pandemie: Bund, Land und Kommunen müssen zusammenhalten bei Umsetzung der Impfstrategie!



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ja, der Start der Impfkampagne war mehr als holprig. Ständig müssen wir wegen geänderter Lieferankündigungen Termine verschieben, nun sind wegen eines kurzfristig kommunizierten Umbaus der Produktion bei BioNTec keine Erstimpfungen in den kommenden Wochen möglich, die vom Freistaat Bayern gelieferten Kühlboxen waren für medizinische Transporte nicht zugelassen, die Software zur Registrierung der Impfungen kam verspätet, dafür mit vielen anfänglichen Mängeln….. STOP!!

Auch wenn vieles am Anfang nicht gut funktioniert: Die Impfung der Bevölkerung gegen das mehr als heimtückische Corona-Virus ist eine der größten Aufgaben und Chancen zugleich. Deshalb wäre es falsch, den Blick alleine auf die Unzulänglichkeiten zu richten. Wir alle müssen zusammenhelfen, damit die größte Impfkampagne seit Bekämpfung der Pockenkrankheit im 19. Jahrhundert ein Erfolg wird – alle gemeinsam!

Deshalb haben wir – die Vertreter aus dem Landkreis Miltenberg der drei staatlichen Ebenen Bund, Land und Kommune – im Impfzentrum des Landkreises Miltenberg zu einem offenen und ehrlichen Austausch getroffen, wie wir die Impfkampagne in den kommenden Wochen und Monaten zu der Erfolgsgeschichte im Kampf gegen Corona machen können:

Hier die zwischen Jürgen Reinhard (Bayerischer Gemeindetag), Berthold Rüth (Landtag) und Alexander Hoffmann (Bundestags) sowie mir abgestimmte Presseerklärung:

Die Impfung der Bevölkerung ist der entscheidende Schritt zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Damit dies gelingt, ist die enge Kooperation aller politischen Ebenen über Parteigrenzen hinweg nötig – von Bundes- und Landespolitik über die Kommunalpolitik. Deshalb trafen sich der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann, der Landtagsabgeordnete Berthold Rüth, der Kreisvorsitzende des Gemeindetags, Jürgen Reinhard, und Landrat Jens Marco Scherf zu einem Austausch am Samstag im Impfzentrum des Landkreises Miltenberg mit den Verantwortlichen für die Impfkampagne.


Dass vor dem Start der großflächigen Impfungen noch Verbesserungen notwendig sind, erläuterten der Impfkoordinator des Landratsamtes Björn Bartels und der Verantwortliche für das Corona-Krisenmanagement im Landratsamt, Stefan Pache. Gemeinsam ging die Gruppe zunächst durch die Containerräume des Impfzentrums, wo sie unter anderem ein Luftreinigungsgerät einer Obernburger Firma vorgeführt bekam. Unter Volllast wären hier bereits jetzt bis zu 300 Impfungen täglich möglich, vorausgesetzt es steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Momentan werden im Landkreis Miltenberg vorrangig die Menschen in den 19 stationären Einrichtungen geimpft.


Einigkeit bestand über die Impfstrategie im Landkreis Miltenberg: Zunächst sollen alle Bewohner*innen der stationären Einrichtungen und Pflegekräfte geimpft werden, ehe die restliche Bevölkerung, zunächst die Über-80-Jährigen, an der Reihe ist.


Um das Ziel einer möglichst hohen Impfrate zu erreichen, ist nach Ansicht aller Gesprächsteilnehmer eine bundesweite Informationskampagne in Fernsehen, Radio und sozialen Medien notwendig. Damit soll eine Aufbruchsstimmung erreicht werden, die die Impfbereitschaft voranbringen soll. Die Kampagne soll Motivation wecken, Informationen vermitteln und mehrsprachig alle Bevölkerungsschichten erreichen. Wichtig sei es, Vorbilder zu präsentieren, die sich impfen lassen. Den Auftakt hätten die Chefärzte am Helios-Klinikum in Erlenbach gemacht, erinnerte Landrat Jens Marco Scherf. Zum Start der Zweitimpfungen werde man gezielt Pflegekräfte präsentieren, deren Impfbereitschaft höher sei als medial vermittelt.


Bürgermeister Jürgen Reinhard bot an, unbedingt die Amtsblätter regelmäßig für die Verbreitung von Informationen rund um das Impfen zu nutzen, „denn die werden sehr viel gelesen.“ Aktuell werde bereits eine Grundinformation zur Impfkampagne über die Amtsblätter verbreitet, das könne mit den wichtigsten Fragen rund um die Impfung fortgesetzt werden, so der Vorsitzende des Gemeindetags.


Um mehr Menschen zum Impfen zu animieren, müsse auch der Vorteil der mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna dargestellt werden, so Landtagsabgeordneter Berthold Rüth: „Diese Technik ist seit langem bestens erforscht.“ Verimpft werde kein Virus oder ein Teil des Virus, sondern die Grundinformation über das Virus, ergänzte Björn Bartels. Diese Information zeige dem Körper, welche Antikörper er produzieren muss.


Damit sich die Menschen für eine Impfung registrieren, müssten aber verlässliche Aussagen vorliegen, in welchem Zeitraum wie viele Menschen geimpft werden können und wie viel Impfstoff sicher vorhanden ist, erklärte das Team des Miltenberger Impfzentrums. Kurzfristige Meldungen wie Ende letzter Woche, dass Impfstofflieferungen für einige Zeit verzögert werden, machten ständige Plan-änderungen notwendig, verursachten Terminabsagen und schadeten damit der Glaubwürdigkeit, so die Gesprächsteilnehmer unisono. Um keine falschen Erwartungen zu wecken, müsse die Botschaft zurzeit vielmehr lauten, noch etwas Geduld zu haben, sagte Berthold Rüth. Die nun bekannt gewordenen Liefereinschränkungen führten dazu, dass in den nächsten zwei Wochen nur Zweitimpfungen im Landkreis stattfinden können, sagte Landrat Jens Marco Scherf und bedauerte, dass die verbleibenden stationären Einrichtungen vorerst nicht erstgeimpft werden könnten. „So ärgerlich der kurzfristig bekannt gewordene Umbau der Produktion von BioNTech auch ist, wir müssen darauf setzen, dass jetzt die Grundlage für deutlich größere und verlässliche Liefermengen im Februar gelegt wird“, so Alexander Hoffmann.


Problem macht auch noch die Software zur Impfregistrierung. Vor dem Start gab es keine Probephase, weshalb die sogenannten Kinderkrankheiten jetzt erst im Echtbetrieb offensichtlich werden. Die Kritik, dass E-Mail-Adressen nur für eine einmalige Anmeldung und nur für eine Person genutzt werden können, ist an die Verantwortlichen weitergegeben worden. Laut Informationen von Stefan Pache könne nur so sichergestellt werden, dass jeweils nur einer angemeldeten Person der Termin zugeordnet werde. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Bestätigungsmail, die binnen 30 Minuten beantwortet werden muss, aber mitunter nicht zeitnah, sondern teils mitten in der Nacht im Postfach landet. Die Folge: Sie konnten nicht kurzfristig beantwortet werden; die Registrierung war umsonst.


Verbesserungsbedarf sieht das Impfteam auch beim Zugriff auf die eingegebenen Daten. Die werden in einem QR-Code verschlüsselt, der bei der Impfung vorgelegt werden muss. Wer seinen Code für die zweite Impfung vergisst oder verlegt, kann nicht mehr geimpft werden, da der Zugriff auf die Daten nicht möglich ist. Das Impfteam sehe sich auch nicht in der Lage, Kopien aller Unterlagen und Codes zu erstellen und aufzubewahren, so Björn Bartels, der von „Unmengen von Papier“ sprach. Er wird nun eine Liste der gewünschten Verbesserungen erstellen und über Berthold Rüth und Alexander Hoffmann an die zuständigen Stellen übermitteln. Nur aus den Erfahrungen aus der Praxis könnten Verbesserungen resultieren, so Berthold Rüth.


Am Ende des Austauschs war klar: Im Schulterschluss wollen alle Politiker über Parteigrenzen hinaus zusammenarbeiten, um Verbesserungen zu erreichen. Alexander Hoffmann verglich die Situation mit einem Marathon: „Am Anfang des langen Wegs läuft man etwas langsamer los, danach nimmt man Fahrt auf.“ Die Zeit bis zum Start der großflächigen Impfungen solle man nutzen, um Fehler auszumerzen, fasste er zusammen und hob die Leistung der Landkreisverwaltung, die seit Monaten fast rund um die Uhr arbeite, hervor.



Freitag, 15. Januar 2021

Angebot für Familien: Vorträge für Eltern mit Kindern im Alter von 6-10 Jahren



Liebe Bürgerinnen und Bürger,


Eltern müssen sich in den verschiedenen Lebensaltern ihrer Kinder mit immer neuen Themen auseinandersetzen. Die Anforderungen werden vielschichtiger und nehmen zu. Deshalb ist es gut, sich rechtzeitig zu informieren.

Das Landratsamt Miltenberg unterstützt schon lange die Familien und wir wollen auch in Zeiten der Pandemie und Kontaktbeschränkungen die Eltern bei dieser wertvollen Arbeit weiter unterstützen. Deshalb bieten wir Online-Vorträge an:

Die virtuellen Vorträge für Eltern mit Kindern im Alter von 6-10 Jahren finden


  • am Samstag, 30. Januar 2021 von 09.30 – 12.45 Uhr sowie

  • am Montag, 01. Februar 2021 von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt.


Programm am 30.01.2021:


  • Wie begleite ich mein Kind gut durch die Grundschulzeit?
    „Hörst du mir überhaupt zu?“ – Bewusste Kommunikation mit Kindern

    Programm am 01.02.2021: