Mittwoch, 23. September 2020

Bessere hausärztliche Versorgung: Erfolgreiche Premiere für das Famulaturprogramm im Landkreis Miltenberg


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eine gute hausärztliche Versorgung im Landkreis Miltenberg ist eines der ganz wichtigen Themen für die Zukunft unseres Landkreises Miltenberg und seiner Menschen. Seit Beginn meiner Amtszeit gehört die Gesundheitsversorgung zu den fünf Top-Themen meiner Arbeit!


Einsatz für eine gute hausärztliche Versorgung


Gemeinsam mit der neuen Leiterin der Geschäftsstelle, Sina Schäuble, erlebte ich im September den Abschluss einer Premiere: das erste Famulaturprogramm für Medizinstudierende aus ganz Deutschland im Landkreis Miltenberg. Gemeinsam mit den Akteuren in einer Arbeitsgruppe der www.gesundheitsregion-plus-miltenberg.de hatten wir unter Leitung von Lena Ullrich, unserer nun in Mutterschutz und Elternzeit weilenden Geschäftsstellenleiterin, das Famulaturprogramm ausgearbeitet. Dank der engagierten Mitwirkung unserer Hausärzt*innen konnten wir erstmals im Landkreis Miltenberg ein Famulaturprogramm anbieten – ein wichtiger Baustein unseres Projekts www.main-landarzt.de

 

Ausschließlich Lob für erstes Famulaturprogramm im Landkreis Miltenberg

Mit einer Wanderung durch die Bürgstadter Weinberge und einer Weinprobe ist das vierwöchige Famulaturprogramm für fünf Studentinnen und einen Studenten der Medizin zu Ende gegangen. Die angehenden Mediziner*innen zeigten sich durchweg angetan vom Programm, das erstmals im Landkreis Miltenberg angeboten wurde.

Organisiert von der Gesundheitsregion plus in Kooperation mit Ärzteschaft, Helios-Klinik, Ärztlichem Kreisverband, Ärztenetz Untermain und Bayerischem Hausärzteverband, waren die Studierenden vier Wochen lang für ihr Pflichtpraktikum in Hausarztpraxen und einer in der Helios-Klinik Erlenbach tätig. Jeweils am Mittwoch trafen sie sich in Facharztpraxen und der Helios-Klinik, sie betrieben Sport und wanderten. Begleitet von Gästeführer Peter Meisenzahl und Kulturreferentin Juliana Fleischmann, führte diese Wanderung vom Parkplatz am Stutz in Bürgstadt bis zum Sandsteinpavillon in den Weinbergen in Richtung Eichenbühl. Dort stellte Meisenzahl mehrere Weine vor, erklärte ihre Besonderheiten und berichtete zudem Wissenswertes aus der lokalen Geschichte. Auch Landrat Jens Marco Scherf ließ es sich nicht nehmen, die Studierenden aus dem Landkreis Miltenberg zu verabschieden. Er hoffte, dass er den einen oder anderen in einigen Jahren als niedergelassenen Arzt wieder hier begrüßen kann.

 


Landärzt*in ist eine spannende Alternative


Einig waren sich die Student*innen, dass der Beruf des Landarztes ganz anders sei als der eines Allgemeinarztes in einer Großstadt. Die Ärzte seien hier viel näher an ihren Patientinnen und Patienten, begleiteten diese über große Teile ihres Lebens, wüssten genau über sie und ihre Geschichte Bescheid. Die Hausärzte und Hausärztinnen seien hier nicht nur Fachleute im Gesundheitswesen, sondern auch gute Psychologen, die ihren Kundinnen und Kunden auch seelisch eine große Stütze seien. Die Ärzte hätten sich während der Famulatur für die Studierenden viel Zeit genommen, ihnen viel erklärt und auf diese Weise den Beruf des Landarztes schmackhaft gemacht, äußerten sich einige Studentinnen und lobten das Engagement der Ärzte. Sehr zufrieden zeigte sich auch der Student, der im Helios-Krankenhaus praktizierte. Er habe dort sehr viel gelernt, auch in praktischer Hinsicht, sagte er. Das sei der Vorteil eines relativ kleinen Hauses, lobte er seine Zeit in Erlenbach. „Man hatte gar nicht den Eindruck, dass das Programm erstmals angeboten wurde“, sagte eine Studierende.

Allen sechs Studierenden war eines gemein: Sie wollen in ihren Fachschaften für diese Famulatur werben. „Ich habe mehrere Bekannte, die sehr daran interessiert sind“, meinte eine Frau. Als großer Vorteil wurde erwähnt, dass der Landkreis auch die Unterbringung im Jugendhaus St. Kilian gewährleistete und die Studierenden nicht auf Zimmersuche gehen mussten.

„Das Famulaturprogramm ist sehr sinnvoll“: Zu diesem Schluss kam Landrat Jens Marco Scherf, als er sich das Fazit angehört hatte. Er will schon in Kürze über die Gesundheitsregion plus den Kontakt zu den Ärzten im Landkreis Miltenberg suchen und mit ihnen klären, ob die Ärzte weiterhin bereit sind, sich an diesem Programm zu beteiligen. Nach den positiven Aussagen der Studierenden sei mit einer guten Nachfrage zu rechnen, glaubt Scherf. Der Landrat begrüßte zum Abschluss der Famulatur auch Sina Schäuble, die neue Leiterin der Gesundheitsregion plus. Sie vertritt Lena Ullrich während ihrer Mutterschaftszeit. Schäuble bat die Studierenden abschließend um schriftliche Rückmeldungen, wie ihnen das Famulaturprogramm gefallen hat und welche Verbesserungsvorschläge sie möglicherweise haben.


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